- Was ist zuerst passiert?
- Prostatakrebs
- Wann ist es passiert?
- Januar 2001
- Was ist sonst passiert?
- Prostatektomie
- Wie endete es?
- Hormontherapie
Wie in meinem anderen Erfahrungsbericht schon geschildert wurde nach eine Prostatakrebserkrankung bei mir eine Prostatektomie durchgeführt und im Anschluss darauf eine Hormomtherapie.
Ich erkläre erst mal den Sinn und die Funktionsweise, damit jeder weiß wovon ich überhaupt spreche:
Die Entwicklung und Funktion der Prostata hängt von den Androgenen, also den männlichen Geschlechtshormonen ab. Auch das Prostatakrebswachstum ist abhängig von diesen Hormonen.
Durch Entzug der Androgene, das wichtigste in diesem Zusammenhang ist das Testosteron, führt zur Rückbildung der Prostata und des Prostatakerzonoms.
Dieser Entzug der Androgene wird heute mit einer Gnrh-Analoga durchgeführt. Diese senken den Androgenspiegel indirekt, sodass das wachstum der bösartigen Prostatakrebszellen gestoppt wird.
So ein schwerwiegender Eingriff in den Hormonhaushalt bleibt natürlich natürlich nicht ohne Nebenwirkungen.
Es kann zu depressiven Zuständen, zu Anämie, Muskelabbau und als Langzeitwirkung zu Osteoporose kommen. Außerdem kommt es zu einer erektilen Dysfunktion aber auch gleichzeitig zu Libidoverlust.
Diese Tatsachen waren mir alle zu Beginn der Hormontherapie nicht klar gewesen. Ich war zu dieser Zeit noch recht schwach auf den Beinen, durch die Op und den langen Krankenhausaufenthalt!
Die Hormontherapie wurde mir als Depot unter die Haut gesetzt.
Zu beginn stieg der Testosteronspiegel etwas an, da hat ich mit leichten agressiven Anfällen zu kämpfen! So kanne ich mich gar nicht. ICh war immer ein sehr friedfertiger Mensch gewesen! Dieser Zustand hielt aber nicht lange an.
Im Anschluss an diese Phase sank mein Testosteronspiegel auf einen ähnlichen Wert wie bei einer normalen Kastration.
Ich war sehr Antribslos, und abgeschlagen. Ich hatte mit ziemlichen Stimmungsschwankungen zu kämpfen, was ich vorher nie erlebt hatte! Dies pendelte sich glücklicherweise wieder etwas ein.
Aber was wirklich zum Problem geworden ist, ist der starke Libidoverlust und die erektilen Dysfunktion. Meine Frau versicherte mir zwar, dass das nicht schlimm sei, aber ich denke ise hat auch ihre Bedürfnisse.
Gegen die erektilen Dysfunktion kann man mit Viagra vorgehen, das ist nicht das Problem, das viel größere Problem ist die fehlende Lust!
Ich hab kaum noch Lust auf Sex.
Ich denke aber, Intimität ist in einer langjährigen Partnerschaft sicher nicht das wichtigste, aber es ist denke ich trotzdem relativ wichtig!
Ich habe einiges schon ausprobiert, mit eher weniger Erfolg!
Wie gehen andere Betroffene damit um? Es würde mich freuen auf meinen Bericht hin Reaktionen lesen zu können
Grüße
Stichworte (Tags):
erektilen Dysfunktion, Hormontherapie, Libidoverlust, prostatakrebs
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
Dieser Erfahrungsbericht wurde 3242 mal angezeigt.