Erfahrungsbericht: Wie alles Begann

Thema: Depressionen
Was ist zuerst passiert?
Streß,Herzrasen,Schwindel,
Wann ist es passiert?
2004 vormittags auf der Autobahn
Was ist sonst passiert?
ich dachte,ich muß sterben
Wie endete es?
Ich bin rechts rangefahren und habe jemanden angerufen

Ich war damals Selbstständig.Handelsvertreterin für verschiedene Firmen und viel im Außendienst unterwegs.Die Arbeit war hart , aber machte mir sehr viel Spaß.Meine Kinder waren damals 4+5 Jahre alt und mein Lebensgfährte hatte eine Baufirma,die ich mitfinanzierte.Das erstmal zu der pers.Situation.

An diesem Tag wollte ich wie gewohnt morgens ins Büro fahren um meine Aufträge für den Tag zu holen ,als mich plötzlich auf der Autobahn dieses Gefühl überkam.Es war als würde sich mein Herz verkrampfen,es schnürte mir die Luft ab und mir war als würde ich ohnmächtig werden.Ich bin rechts rangefahren und rie jemanden an,der mir gut zuredete .Und als ich mich beruhigt hatte fuhr ich weiter.

Ich tat es ab als Migräne... mied aber seitdem weitgehenst das AUtobahnfahren,zumindestend allein.

Ein paar Wochen später mußte ich die Selbstständigkeit aufgeben,weil mein Hauptauftraggeber nicht mehr zahlen konnte/wollte.Es folgte sex.Belästigung und eine Anzeige , woraufhin er mich beschattete um mir Angst zu machen.Ich zog mit meiner amilie um und seitdem war nichts mehr so wie früher.

Wir zogen in eine beengende Wohnsiedlung und ich wurde das erste Mal sehr krank.Mit Schwindel etc.... Ich lag viel und es war teilweise so schlimm,das ich mich nicht aufs Klo traute aus Angst Ohnmächtig zu werden ... hatte ja die Kinder zu Hause.

Im Winter 2005 bekam ich dann Depressionen....

Und Panikattacken vom Feinsten,so schlimm,Daß ich mich nicht traute gegenüber zum Zigarettenautomaten zu gehen,weil ich Angst hatte, ich müsse sterben.Familienausflüge waren irgendwann gar nicht mehr möglich... die Angst beherrschte mich.Und meine Kinder litten,weil ihre Mami nicht mit ihnen auf den Spielplatz gehen konnte.

Ok dachte ich , ich bin ein Fall für den Psychiater ....

Ich war 5 min bei ihm im Behandlungszimmer und er meinte das Problem stekt in meiner Kindheit und drückte mir Psychofarmaka in die Hand.Auf Wiedersehen!

Das war alles?

Ich hab Kinder ,auf die ich aufpassen muß und bei den HappyPillen da reichen die Nebenwirkungen von hier bis nach Mexiko einschliesslich des Dämmerzustandes und der anfänglichen Verschlimmerung....

Äh Nö.... Das ist nicht die Behandlung,die ich mir vorgestellt hab.

Ich war immer noch auf dem Stand - vielleicht geht es von selber wieder...

Habe das Internet durchforstet,gleichgesinnte gesucht.... mir nen neuen Arzt gesucht,der sagte,ich solle etwas an meinem Wohnumfeld machen.Ok hab ich und dann ging es Zeitweise besser... hab es auch mal bis zum Bäcker gegenüber geschafft,konnte hin und wieder alleine Zu Hause bleiben ,zwar nicht alleine einkaufen aber es sind die kleinen Schritte,die zählen....

Arzt Nr.2 wollte mich ambulant einweisen... hätte ich auch gern gemacht,aber es haperte mal wieder an der Kinderbetreuung....

Dann kam eine Zeit in der mein Schwager sehr viel von mir verlangte... Fahr mich hier und da hin und das hat mich abgelenkt und mir sehr gut getan.Dann war ich mit meinen Kids 1 Woche auf nem Bauernhof ok ich konnte ohne Panik über das Bauernhof gelände,in der Gruppe ausreiten,aber leider keine ausgedehnten Waldspaziergänge,wie ich sie früher so geliebt habe.....

Aber es war immerhin ein Anfang und wieder ein Schritt weiter.

Ein halbes Jahr später war kaufte ich mir ein Pferd...

Es zwang mich viel im freien und mit neuen Leuten zu unternehmen und zu erleben und das Pfwerd tat mir gut.So gut, das ich es "überlebte" das mein Lebensgefährte wegen einer dummen Jugendsünde in den Offenen Vollzug mußte.Da war ich allein,auf dem Land,mit 2 Kindern , dem Hund und dem Pferd und ich schaffte es auch noch jeden Tag ihn zu besuchen mit den Kindern... Atacken hatte icxh nur noch wenige ... Ich brauchte einen geregelten Tagesablauf,immer die selben mir vertrauten Wege, die selben kleinen Geschäfte... und dann war es gut .

Als ER wieder daheim war ging es oftmals schlechter...

Bald vergrösserten wir uns und zogen auf einen Bauernhof und hatten alsbal 5 Pferde und anderes Getier.Die Kinder fanden es toll und ich auch... endlich konnte ich ein wenig Kraft schöpfen und mir gelangen kleine Spaziergänge allein...

dann Oktober 2006 verkaufte ich alle Pferde ,nahm die kinder und den Hund und verliess meinen Lebensgefährten.10 Jahre Beziehungsirsinn sollten vorbei sein.Ich zog 200km weiter in eine mir fremde Stadt in eine kleine Wohnung und lebte das 1. Mal allein.

Ich hatte Rückfälle....beim Gassigehen,als ich meine Kinder in die Schule begleitet habe,zu Hause,Ich hab hyperventiliert,einmal war der Notarzt da...

dann hab ich mich neu verliebt,plötzlich war ich stark... ich konnte in große volle Gebäude gehen,wenn ich Angst bekam dachte ich an ihn... und es war ok... ein halbes Jahr später zog ich in die Nähe meiner Eltern und fing an zu arbeiten.Eine Zeitlang noch hielt die innerliche Stärke an,dann ließ es langsam nach und die attacken kamen wieder... meißtens in der U-Bahn.Einmal bin ich lieber 8 km nach Hause gelaufen als wieder in die U-Bahn zu steigen.Oftmals hab ich ein Taxi genommen,was ich mir aber nicht leisten konnte.Nicht immer half Ablenkung in Form von M;usik oder lesen.Manchmal suchte ich mir Menschen aus die mir besonders freundlich aussahen und setzte mich in deren Nähe um nicht in Panik zu geraten.Idiotisch oder?

Ich kaufte mir ein Auto...so brauchte ich keine U-Bahn mehr fahren .Problem gelöst.

Das Auto hat alles etwas stressfreier gemacht.

Jetzt haben wir Mitte 2008 wie leb ich heute?

In Gesellschaft gehe ich überall hin,Auf Bahnhöfen wird mir je nach Tagesform immer noch schlecht,in Kinos auch,Geschäfte,die ich gewohnt bin ,besuche ich allein und wirklich ganz ganz selten habe ich atacken dort.Vor kurzem bin ich das 1. Mal wieder allein Autobahn gefahren,weil ich mußte... ich hatte diese Angst vor der Angst,aber ich hab es geschafft,ok ich hab währenddessen telefoniert,naja einmal nicht... und ich war danach stolz auf mich,Ich gehe bei mir aus der Haustür raus und kann je nach Tagesform auch ne Runde um den Block gehen.Und gestern war ich mit dem Hund im Park und hatte wieder dieses Gefühl jetzt dort weg zu wollen...Hab Angst vor einen erneuten Rückfall.

Ihr fragt Euch bestimmt ob ich mal bei einem Therapeuthen war? Ja war ich... Er /Sie hat mich ne Menge Geld gekostet...

Ich bin bereit etwas zu tun - aber ich bin nicht bereit Medikamente zu nehmen.Ich kenne Menschen,die ähnliches haben wie ich und sind jetzt auf dem selben stand wie ich weil sie Medikamente nehmen... das kann nicht mein Weg sein.Ich Trinke nicht und habe leztes Jahr von heut auf morgen mit dem Rauchen aufgehört , also hoffe ich das ich aus dieser Hölle auch irgendwann ohne HappyPille rauskomme







Stichworte (Tags): Agoraphobie, angst, depressionen, familie

Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr

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Kommentare

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  • du bist echt stark und tapfer! du wirst es sicher schaffen - jeder braucht halt leider seine zeit!

    schau mal auf http://jugend-und-depressionen.blogspot.com

    vielleicht ist es interesant für dich?

    alles gute für deine zukunft!

  • angst kann man lassen wenn man weiß wo diese herkommt

    Halo

    Eine spannende Geschichte ein spannendes leben

    Ich halte es nicht für... daß Du Dir Menschen ausgesucht hast

    die,,... um keine attacken zu bekommen.

    Nur solange Du nicht dahingehst

    wo die Sngst das erste mal aufgetreten ist

    solange Du das nicht in Dir löst

    solange wirst Du diese Attacken behalten

    Man sucht sich immer selbst Therapeuten welche einem nichts bringen

    weil man nicht zu der Stelle gehen will welche einen Angst

    machen

    . Manchmal

    sieht es so aus als würden Therapeuten einem nicht helfen

    Weil man selbst nicht versteht was diese machen

    wie sie einem aus der Angst helfen wollen.

    Es muß ein tiefes Vertrauen da sein

    dann kann man mit einem Therapeuten

    den Weg in die Angst gehen

    dort bleiben

    sie ansehen

    und so

    einen Weg

    aus der Angst finden



    Angst kommt immer von einem Ereignis

    das wir Angstvoll erlebt haben

    meist waren wir klein und haben nicht Verstanden was da passiert ist

    Der Weg raus aus der Angst bedeutet

    es Ansehen als Erwachsener und dann kann man sich neben diese Situation stellen und sie als

    Ausenstehender betrachten

    Viele die es endlich

    zugelassen ahben den Weg dorthin zu gehen

    wo es begonnen hat

    können nicht fassen

    daß diese Angst sie doch so lange verfolgt hat

    obwohl Sie doch

    einfach zu lösen war

  • Wie alles begann

    Ich lehne wie Du diese Hammermedikation ab.Die mir zuletzt verordneten Medikamante hatten zur Folge,dass ich überhaupt nicht mehr in der Lage war,einen strukturierten Tag zu erleben.Ich war nicht mehr zu einer "normalen"Kommunikation fähig,Zeitgefühl gleich null.Letztendlich für mich keinen Nutzen.Nach dem Gespräch mit dem Psychiater,kam der (sehr erheitert..)Erklärungsversuch:das ist die Minimaldosis!

    Ich bin jetzt auf der Suche nach einer Ärztin.

    Ich wünsche Dir viel Kraft für Deinen Weg.

  • Schön das du das versuchst und wen du so weiter mutig bist dann kann das auch klappen---ich kenne das genauso wie du es beschreibst..damals habe ich aberdann doch Hilfe angenommen ..es war ja schlimm immer diese Kämpfe die einen dann ja noch mehr runterziehen..eben Angst vor der Angst--dieser Kampf dagegen kann auch sehr schaden..und einen fertig machen--Ich hatte das Glück das ich an eine Ärztin kam die dies alles erkannte..Heilpraktikerin war sie dabei auch--und trotzdem gab sie mir IMAP-spritzen ein mal die Woche die waren aber wirklich auch gut-und ich musste auch hin weil wenn die Wirkung nachliess ja war eben alles wieder da..Aber ich konnte arbeiten meinen haushalt versorgen und wieder einkaufen sowie auch ausgehn..Sie sagte immer das ich es selber merke wenn ich es nicht mehr brauche so war es auch ei jahr später klick innerhalb quasi einer Sekunde einfach Klick--ich brauchte sofort garnichts mehr..Insidon aber das richtige -nicht das angeblich billige mit der gleichen Substanz...half mir auch sehr sehr gut weil man kann es nehmen oder nicht ich hatte keine Abhängigkeitsprobleme dies ist meinBegleiterseid Jahren jetzt--ich brauche es sehr selten --aber wenn ich genervt gestresst oder so bin und merke hoppla das zieht aber verdammt wieder in diese Ängste rein

    Nehme ich manchmal nur eine abends..manchmal auch über denTag verteilt also sobald ich merke oh je...das 2-3 Tage und schluss...es reicht ..die Nerven haben sich beruhigen können--ohne Kampf ohne Angst...Liebe Grüsse marion

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