Erfahrungsbericht: die Trauer wird niemals kleiner

Was ist zuerst passiert?
meine Tochter war kerngesund
Wann ist es passiert?
09.09.1991
Was ist sonst passiert?
zu viel um alles auf einmal auf zu schreiben...das pack ich nicht
Wie endete es?
damit daß ich nur noch funktionierte

Hallo, als ich aufbrach um meinen damaligen Mann von Arbeit abzuholen, schlief meine Sabine und meine "Schwiegermutter" war da um auf meine 3 Kids ( damals 3,2 und eben Sabine 1,3 Jahre alt) aufzupassen bis wir wieder da sind. Als wir nach ca. 50 min wieder kamen, standen vor dem Haus 1 Krankenwagen, der Notarzt, die Polizei und die Kripo....der Leichenwagen kam etwas später hinzu. Ich rannte ins Haus, alle Türen standen offen und meine Tochter lag im Flur auf dem Boden und wurde gerade reanimiert, jedoch vergebens, sie war tot! Seid mir nicht böse, wenn ich jetzt keine Details dazu schreibe....es zerreißt mir heut noch das Herz obwohl es in 4 Tagen 17 Jahre her ist...meine Psychologin gab mich vor 5 Jahren auf...zu der ich allerdings auch erst 12 Jahre nach all dem was noch alles war, freiwillig ging.

Meine Ehe ist an all dem zerbrochen, gut wir waren beide erst 21 Jahre alt und ich habe es bis heut nicht verkraftet und kann es bis heut auch nie und nimmer verzeihen dieser Frau, daß sie meine Kinder allein gelassen hat trotz ihrer Zusage dazubleiben bis wir wieder kommen.

In mir ist Wut, Trauer und ich hab nie wieder eine Großmutter an der Seite meiner Kinder akzeptiert so richtig....außer meine eigene Mutter.

Es würde mir viel Kraft geben, wenn ich Menschen finde, die ähnliches ertragen und erleben mußten, damit wir uns vielleicht gegenseitig helfen können.

Liebe Grüße Sister6

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Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren

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Kommentare

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  • Mir kommen die Tränen.....

    .....wenn ich deinen Bericht lese. Weiß auch eigentlich nicht wirklich, was ich jetzt schreiben soll. Ich habe zwar auch meinen Sohn verloren, aber ich habe wenigstens den Trost,- das er es so wollte.

    Hab einfach das Bedürfnis dich mal ganz lieb in den Arm zu nehmen und zu trösten.

    Fühl dich gedrückt, lg Uschi

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