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Erfahrungsbericht: Rheumaklinik
- Was ist zuerst passiert?
- Aufenthalt in der Rheumaklinik
- Wann ist es passiert?
- 19.08. bis 04.09.2008
- Was ist sonst passiert?
- Auf Basismedikament eingestellt
- Wie endete es?
- Positive Erfahrungen gesammelt
Gestern kam ich zurück aus der Rheumaklinik in Bad Kreuznach.
Eigentlich ging es darum eine zweite Meinung zu meinen Beschwerden zu bekommen. Die Idee meiner Hausärztin war mich in die Rheumaklinik in Bad Kreuznach einzuweisen. Endlich habe ich die genaue Diagnose nämlich rheumatische Arthritis. Während meines Aufenthalts wurden in diesem Zusammenhang sämtliche Untersuchungen durchgeführt. Außer der gesamten Diagnostik gabe es auch Anwendungen die die Symthome lindern. Interessanterweise habe ich zwei Tage bevor ich nach Bad Kreuznach fahre keinerlei Schmerzen mehr. Weder gibt es eine Morgensteifheit noch sonstige Beschwerden. Auch mein rechter Zeigefinger, der bis dato weder Drehverschlüsse an Flaschen öffnen, noch einen Spraykopf betätigen konnte, funktioniert einwandfrei. Es ist wie beim Zahnarzt, sobald der Termin naht sind die Schmerzen wie weggeflogen. Lediglich mein linkes Knie war geschwollen und schmerzte.
Bei der Eingangsuntersuchung wurden sämtliche Symthome abgefragt.
Klar hatte ich im Winter mehrere Erkältungen. Und selbstverständlich war ich ständig müde. Aber das kann natürlich auch die Folge einer Überarbeitung sein, da ich ja häufig 11,5 Std. am Tag arbeite und einen Haushalt und die üblichen Büroarbeiten für die Selbstständigkeit meines Mannes zu erledigen habe. Aber was ist mit der Morgensteifheit und den schmerzhaften Schüben in den Gelenken. Mein Rheumaarzt hat das mit ein bißchen Arthritis und ein bißchen Arthrose abgetan. Aber das ist wie ein bißchen schwanger. Das gibt es auch nicht.
In der Rheumaklinik hat man meine Beschwerden ernst genommen. Zuerst sah es nach Polyarthritis aus. Der Besuch bei einem Hautarzt ergab aber Schuppenflechte negativ. Allerdings habe ich auch hier etwas gelernt. Da ich eine Kontaktallergie habe und dadurch häufig Ekzeme auftreten für die dann gerne Cortisonsalbe verschrieben wird, wurde mir hier der Umgang mit dieser Salbe beigebracht. Man soll lediglich 7 Tage lang die Cortisonsalbe auftragen und zwar nur abends. Am Morgen bildet der Körper selbst ausreichend Cortison, sodaß er gut versorgt ist. Nach 7 Tagen soll man eine Pause einlegen. Das Cortison wirkt nach. Jetzt soll man lediglich eine Fettsalbe mit Harnstoff benutzen. Sollte sich der Zustand der Haut nicht gebessert haben, kann man nach den 7 Tagen Pause die Cortisonsalbe erneut für weitere 7 Tage benutzen. Allerdings sollte man danach eine Pause von 4 Wochen einlegen. Das hat mir geholfen.
Nachdem man nach der Diagnostik feststellete, dass ich an einer rheumatischen Arthritis leide, hat man mir ein Basismedikament, nämlich Sulfasalazin, verordnet. Auf dieses Medikament wurde ich jetzt eingestellt.
Natürlich muß man jetzt erst einmal abwarten weil man erst nach 12 Wochen sagen kann, ob dieses Medikament wirkt.
Als Anwendungen erhielt ich Interferenzstrom und Alphadyn sowie Iontophorese für meine Beschwerden an der Wirbelsäule. Ferner wurde ich zur Gruppen- und Einzelkrankengymnastik und Bewegungsbad und freies Schwimmen eingeteilt.
Außerdem nahm ich am Schlammkneten und Ergo - rapsen teil.
Ich erhielt eine Ernährungsberatung und ergab mich freiwillig in eine kalorienreduzierte Ernährung während meines Aufenthalts.
Jetzt bin ich für ein paar Tage zu hause und werde allerdings in spätestens 14 Tagen zur Anschlußheilbehandlung wieder nach Bad Kreuznach gehen.
Hier wird man geschult wie man Handgriffe des täglichen Lebens bei schmerzenden Gelenken alleine ohne fremde Hilfe durchführt. Außerdem erfährt man was man alles beantragen kann und wird erneut mit entsprechenden Therapien konfrontiert.
Also mich hat der Aufenthalt im Rheumakrankenhaus in Bad Kreuznach überzeugt. Und ich kann jedem Betroffenen nur empfehlen diese Erfahrung selbst auch zu machen.
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Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren
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