- Was ist zuerst passiert?
- Beim Ski-Fahren eingeschlafen
- Wann ist es passiert?
- Im Winter-Urlaub 2007
- Was ist sonst passiert?
- Mehrere Brüche zugezogen
- Wie endete es?
- Mit der Diagnose Narkolepsie
Hallo,
ich habe einen Fall von Narkolepsie in meinem Bekannten- bzw. Freundeskreis.
Bis 2006 wusste er, der betroffene und ich noch nichts von der Krankheit und wir haben das erste Mal einen Winterurlaub hoch oben in den Bergen gemacht.
Wir haben zusammen ein paar Abfahrten gemacht und uns mit der Strecke vertraut gemacht. Es dauerte aber nicht lange bis "es" dann passierte.
Wir waren mit dem Lift wieder nach oben gefahren und fuhren zusammen wie immer die Strecke nach unten ab bis ich aus dem Augenwinkel sah, dass mein Bekannter auf ein mal mitten in der Fahrt zusammensackte und die Strecke herunter purzelte. Ich mein, das war von jetzt auf gleich ohne Vorwarnung. Von einer gespannten Körperhaltung in der einen Sekunde zu einem nassen Sack Kartoffeln in der anderen Sekunde. Das war im ersten Augenblick sehr beängstigend.
Als wir unten ankamen, hat er vor Schmerzen geschrien. Er hatte sich mehrere Brüche an Füßen und Beinen zugezogen und konnte sich nicht erklären, wie das kam. Wir dachten er hätte nen Schlaganfall eventuell gehabt oder nen Schwächeanfall oder ähnliches, aber konnten uns nicht helfen.
Wir brachten ihn zu mehreren Ärzten und alle sagten er sei gesund, keine Anzeichen für einen Schlaganfall oder Ähnliches. Erst als diese "Anfälle" sich häuften und er sich kaum mehr aus dem Haus traute hat uns der Hausarzt an einen Neurologen überwiesen, der dann diese sehr seltene Diagnose stellte.
Jetzt wo er wusste, woran er leidet, konnte man ihm trotzdem nicht helfen außer mit ein paar Medikamenten, aber die Krankheit schein unheilbar zu sein, wie uns der Arzt berichtete.
Er tut sich extrem schwer wie früher nach draußen zu gehen aus der Angst ihm könnte so ein Schlaf-Anfall während des Einkaufens oder direkt auf dem Bürgersteig passieren und alle würden ihn dann angaffen oder nicht für voll nehmen und denken er würde was simulieren, weil er Aufmerksamkeit braucht. Ich versuche ihn häufig zu besuchen, damit er nicht so alleine ist, aber ich weis nicht so recht, ob er damit glücklich ist oder ob er lieber alleine sein möchte, um sich auszuruhen oder um schlafen zu können.
Stichworte (Tags):
Narkolepsie, Umgang mit Narkoleptikern
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren
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