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Erfahrungsbericht: Allergisches Asthma
- Was ist zuerst passiert?
- Husten, Bronchitis
- Wann ist es passiert?
- Vor ca. 25 Jahren
- Was ist sonst passiert?
- Klinikaufenthalte
- Wie endete es?
- Asthmaanfall
Vor ca. 25 jahren, fing alles damit an, dass ich ein Zwergkaninchen geschenkt bekam. In unserem Haus gab es schon 2 Hunde, mehrere Katzen, Schafe, Ziegen, Vögel, Hamser, alles nur kein Kaninchen.
Ich bekam mit der Zeit Husten der für mich völlig unerklärlich war. Da ich keine Zeit hatte zum Arzt zu gehen, dachte ich mir, wie gekommen wird er auch wieder gehen. So was dauert in der Regel meist eine Woche. Nach einer Woche wurde es aber schlimmer anstatt besser. Ich ignorierte jeden der mich beschwor endlich zum Arzt zu gehen. Nach gut 3 Monaten hatte ich eine mächtige Bronchitis. Nun habe auch ich eingesehen, dass ich zum Arzt muss. Der Arzt hat auf Bronchitis behandelt, kurzzeitig wurde es mal besser, dann aber wieder schlechter.
Also wurde ich zum Allergietest geschickt. Tierhaare, Gräser, Hausstaub, Insektengiftallergie, also das volle Programm. Ich wurde nun nach Haustieren gefragt, und musste antworten, dass wir zu Hause einen kleinen privaten Zoo haben. Also wurden die Haare und Federn unserer Mitbewohner getestet. Nichts was sich in unserem Haus und Garten befand, war der Auslöser meiner Allergie, bis auf das neue Zwergkaninchen. Es musste also schnell weitervermittelt werden, das sah ich ein, auch wenn´s wehtat. Die restlichen Tiere sollten nach Meinung der Ärzte auch nicht mehr in meinem Umfeld bleiben. Nie und nimmer! Ich liebte diese Tiere.
Wirklich besser ging es mir anschließend auch nicht. Die "Bronchitis" wurde immer schlimmer, bis ich meinen ersten Asthmaanfall bekam. Notarztwagen - Krankenhaus. So ging das ab jetzt regelmäßig. Ein Leben war das nicht mehr. Unzählige Sprays und Medikamente habe ich ausprobieren dürfen, nichts half so richtig. Lediglich die Infusionen in den verschiedenen Krankenhäusern brachten Linderung. Ständig hatte ich das Gefühl ich bekomme keine Luft mehr - obwohl ich doch mehr als genug davon in der Lunge hatte, ich konnte doch nur nicht richtig ausatmen, das ist doch das Problem.
Wenn ich neu im jeweiligen Krankenhaus war, wurde ich prinzipiell auf die Isolierstation gelegt, die dachten immer ich hätte TB.
Eine Nacht werde ich mein Leben lang nicht vergessen: Es ging mir richtig beschissen, mittlerweile war ich am Beatmungsgerät, eigentlich habe ich in dieser Nacht aufgeben wollen, ich dachte nicht, dass ich das schaffen würde. Das hat der nette Assistenzarzt wohl bemerkt. Dr. V. saß die ganze Nacht an meinem Bett, hielt mir die Hand und sagte immer: "Mädchen kämpfe, kämpfe, du schaffst das". Ich hab´s geschafft, diesem langen dunklen Tunnel in dem ich mich in jener Nacht befand zu entfliehen. Dr. V. sei Dank, den einzigen Arzt den ich nie vergessen werde.
Die Jahre vergingen, wirklich besser wurde es nicht. Irgendwann wollte auch ich eine Familie, den passenden Partner dazu hatte ich, jeder andere wäre wohl schon vor Jahren davongerannt.
Wie kann man nur an so etwas denken, meine Ärztin rastete förmlich aus. Wie soll denn das gehen, wenn ich mindestens 3 mal die Woche die starken Spritzen bekomme? Ich sagte nur, dass ich schon gelesen hätte, wenn Asthmatiker Sport treiben, würde das Asthma mit der Zeit auch besser werden. Sport wäre keine Schwangerschaft wurde mir gesagt, basta.
Es war eine Fügung des Himmel, als ich dann ungewollt schwanger wurde. Sofort war jeder Arzt, ob Hausarzt oder Klinkarzt der Ansicht, dass diese Schwangerschaft beendet werden sollte. Ich war nicht der Ansicht, wollte das durchziehen, und siehe da, mein Asthma war gar nicht mehr so schlimm. Es ging mir von Woche zu Woche besser, lediglich die Anstrengung der Geburt war ein bischen viel.
Gegen den Willen aller Ärzte, wollte ich mein Kind nicht als Einzelkind aufwachsen lassen. Was einmal gut gegangen ist, muss kein zweites Mals gutgehen. Wir werden sehen, sagte ich mir! Auch in dieser Schwangerschaft konnte ich mit relativ wenig Medikamenteneinsatz, (nur Sprays) sehr gut leben.
Ich kann nun sagen, dass es mir nach jeder Schwangerschaft um ein Vielfaches besser ging!
Jetzt war auch meine Hausärztin besänftigt, und meinte, nun noch 2 bis 3 Kinder und das Asthma ist weg. War eigentlich verlockend, aber leisten muss man sich das ja auch können.
Ich habe mein Asthma nie richtig wegbekommen können, aber ich kann auch dank Atemtechniken und Ruhe, sehr viel erreichen. Im Krankenhaus war ich wegen des Asthmas schon seit den Geburten nicht mehr. Meine Medikamente bestimme ich schon lange selbst, auch weil mein derzeitiger Arzt meint, dass ich das wohl am Besten wisse, was ich brauche.
Ich habe einfach mit den Jahren auch eine ganz besondere Einstellung zu meiner Krankheit gewonnen, deshalb kann ich damit wohl ganz gut umgehen.
Stichworte (Tags): allergie, Asthma, atemnot, Bronchitis, Husten, Schwangerschaft, Tierhaare
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor etwa 1 Jahr
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