Erfahrungsbericht: Aus dem Leben aussperren? VORSICHT STARKE TRIGGER GEFAHR!!!!!!!!!!

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Nachdenklichkeit
Wie endete es?
Mit diesem Bericht

seit einigen tagen lese ich die berichte mobbing und mutter bilder und werde immer trauriger aber auch wütender.

ich konnte meiner mutter nicht verzeihen das sie uns kinder im stich gelassen hat, das ein neuer partner ihr wichtiger war als wir. ich ham mir fest vor du machst es anders, wenn du irgendwann kinder hast, dann lässt du sie nicht im stich.

ich bekam kinder drei jungen und ein mädchen. und jetzt sollte ich zeigen das ich meine vorsätze auch einhalten würde.

schon der erste stellte mich auf eine harte probe, er war ein schreikind, ich weiß nicht wieviele stunden in den ersten 1,5 jahren ich ihn durch die gegend getragen oder geschoben habe.

meine tochter machte schon bei ihrer geburt klar, das es nicht einfach würde, sie quälte mich mit 72 stunden heftiger wehen bevor sie endlich die warme höhle verliess.

dann kam eine bilderbuchschwangerschaft und geburt. aber auch er schrie jede nacht, kam nur zur ruhe wenn ich ihn zu mir ins bett nahm.

die letzte schwangerschaft würde ich am liebsten streichen. es begann schon in der vierten schwangerschaftswoche. mein frauenarzt riet mir das kind weg machen zu lassen. ich würde mit dieser schwangerschaft mein leben gefärden. damals war mir mein leben sowieso nichts wert. ich bestand also darauf das kind aus zu tragen. ab dem vierten monat immer blutungen, die restliche zeit liegen. wie bei drei schon vorhandenen kindern? ich versorgte sie, machte den haushalt, liegen und schonen war nicht drin. die quittung kam dann anfang des siebten monats. ich wurde nach einem blutsturz nachts wach, ab in die klinik. vier wochen tropf und strengste bettruhe. doch dann ging es nicht mehr , die herztöne des kleinen setzten immer wieder aus, kaiserschnitt, brutkasten.

ich habe meine vier so gut es ging groß gezogen, trotz chronischen geldmangel durch die sucht meines mannes. trotz dem ganzen drum herum. es war nicht leicht. dann 1991 die erste wirklich große probe.

ich war zuhause geflüchtet, mit meinen kindern. doch nachdem ich eine nacht zur ruhe gekommen war, sagte mir die leiterin des frauenhauses, das meine kinder nicht dort bleiben könnten. sie hätten zuwenig platz. sobald sie plätze für die kinder gefunden hätte müssten sie ins heim, bis eine wohnung für uns gefunden wäre. meine kinder ins heim? keine minute habe über legt. nein ich packte unsere sachen und ging zurück.

1998 schaffte ich dann endlich den absprung, ich ließ den kerl der wohnung verweisen. und er durfte sich mir nicht mehr nähern. meine tochter, die eizige die von ihrem vater wirklich geliebt und vergöttert wurde, konnte mir dies nicht verzeihen. unser verhältnis kühlte ab, sie wurde bockig, frech und dreist. es endete als sie die hand gegen mich hob. sie kam in eine wohngruppe für jugendliche( 2000). der jüngste kam mit 15 in falsche kreise, drogen und diebstähle waren nun seine freizeitbeschäftigung. ich mußte auch zuhause alles weschliessen was irgendwie wertvoll war. hilfe vom jugendamt? lach......ich bin hin, habe die situation geschildert, sie fragten IHN ob er hilfe wolle, er verneinte.......damit war das ding gestorben. erst nachdem ein richter ihn dazu verdonnerte jugendhilfe in anspruch zu nehmen kam diese in gang. er wurde dann in eine einrichtung eingewiesen, doch geändert hat es nichts. nach wie vor verkehrt er in diesen kreisen, nach wie vor kommt es immer wieder zu irgendwelchen übergriffen. gerade hatte er wieder eine verhandlung, und wieder bekam er "nur" bewährung.

was ist aus meinen vorsätzen geworden? immer für meine kinder da sein? ihnen eine freundin sein?

ich habe es nicht geschafft, bin gescheitert, und das verzeihe ich mir nie.

Stichworte (Tags): Kind, Mobbing, Mütter, Trauma

Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren

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Kommentare

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  • dazu fällt mir folgendes ein

    nämlich: all das was nicht geklärt und verarbeitet worden ist, taucht unwiderruflich in der nächsten Generation auf....all das was du nicht für dich geklärt hast, gibst du an deine KInder weiter, ob du wilst oder nicht...und glaub mir: mir gehts ganz genauso, das was meine Mutter mit mir damals getan hat, tut nun die Behörde mit meinen Kindern...sie durchleben also genauso das gleiche wie ich damals, und mein Sohn hat sogar die gleichen psychosomtischen Anzeichen wie ich sie als Kind hatte...du brauchst dir aber keien Vorwürfe zu machen, wie du siehst gibt es auch Fälle, in denen man gar keine Macht zur Veränderung hat, und es trotzdem passiert.

    Es ist ein Naturgesetz....

  • der neuste stand der dinge

    mit meiner tochter und auch mit dem zweitjüngsten habe ich seit einiger zeit wieder engeren kontakt. es läuft ganz gut.

    aber der jüngste, hat es doch tatsächlich geschafft mich wieder zum weinen zu bringen. er schrieb mich vor ein paar tagen wegen einem antrag an, und ich habe ihm geantwortet. habe ihm auch fragen gestellt, von mir und meinen gefühlen erzählt. in einer seiner mails kam dann diese antwort:



    ja du hast wircklich alles richtig gemacht,ich kann mir nicht vorstellen
    das es deine
    fehler waren,Mama ich schwöre dir ICH ich GANZ allein trage daran
    schuld.
    DU trägst keinerlei schuld an meinem Verhalten,du hättest in deiner
    Erziehung
    zu mindest zu mir nichts anders machen können.

    Du gabts mir immer das Gefühl das du für mich da warst wircklich immer
    Doch ich möchte ehrlich zu dir sein,wie du mit Achim zusammen gekommen
    bist
    Und er dann auch noch bei UNS einzog ab dem Tag an hatte ich das gefühl
    ich sei
    dir egal ab dem tag an hatte ich das gefühl er sei dir wichtiger als
    ich.
    Ich hatte das Gefühl er hat mir nicht nur meine Mutter genommen sondern
    auch
    meine Beste Freundinn.

    Hättest du damals auf die Leiterin gehört dan glaube mir dann wäre echt
    alles anders gekommen
    ich kann dir gerne mal Jugendliche vorstellen die ihr lebenlang im Heim
    gelebt haben
    Mama ich wäre dann nicht der Mensch den du als Krümel kennst ich wäre
    von anfang an
    ein Assozialer Mensch gewesen,und ich muss noch ganz ehrlich sein
    Hättest du uns/mich damals ins Heim gegeben würde ich dich Hassen wen
    ich im Heim
    aufwachsen hätte müssen.Ich würde dich hassen dafür und da du es nicht
    getan hast liebe ich dich"

    als ich dies las musste ich weinen, habe auch die hoffnung das wir wieder enger zusammen finden werden.

    gabi
    des so mehr.
  • lienchen ich danke dir, auch wenn ich gerade schlucken musste. denn so ähnlich äusserte sichderthera in der reha auch. er meinte ich solle nicht alles negativ sehen sondern ich solle positiv an die vergangenheit denken. ich fühlte mich völlig unverstanden, bin dann nach draussen habe mich in eine ecke verzogen.

    am nächsten tag stellte ich ihn zur rede, und erst da erklärte er mir was er gemeint hätte. nämlich das ich an meine stärke denken solle, was ich alles trotzdem geschafft habe. dies seien positive dinge auf die ich stolz sein könnte.

    heute sage ich mir schon öfter, ich habe mein bestes gegeben.

    naja und was hilfe von aussen anbelangt.......da kann ich nur drüber lachen, die helfen erst wenn der zugschon abgefahren ist. aber das hast du ja selber erfahren.

    aber dafür verbessert sich der kontakt zu meiner tochter und einem meiner söhne im moment, und das tut unwahrscheinlich gut.

  • Vieles kenne ich aus eigener Erfahrung.

    In einem bin ich etwas weiter als Du.Ich weiss,dass ich alles Mögliche versucht habe und mehr geschafft hätte,wenn öffentliche Stellen(wie bei Dir-Jugendamt)mich nicht hätten allein hängen lassen.Mein Sohn hatte mit 13 Jahren 42 Gerichtsverfahren hinter sich,kam in den offenen Vollzug und ich durfte zahlen,weil er der Arme war und ich die Versagerin.Ich weiss nicht mehr,wieviele Fernseher,Kameras,Bargeld...er aus unserer Wohnung versilbert hat.

    Du musst Dir einfach klar machen,dass Du alleine solche Situationen nicht schaffen kannst.In der ganzen Zeit mit meinem Sohn hat nicht einer mal nach dem Vater gefragt.

    Du hast getan,was Du konntest!Sei stolz darauf!Auch,wenn Du Dir für Deine Kinder etwas anderes vorgestellt hast.

    Ganz liebe Grüße

    lienchen

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