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seit einigen tagen lese ich die berichte mobbing und mutter bilder und werde immer trauriger aber auch wütender.
ich konnte meiner mutter nicht verzeihen das sie uns kinder im stich gelassen hat, das ein neuer partner ihr wichtiger war als wir. ich ham mir fest vor du machst es anders, wenn du irgendwann kinder hast, dann lässt du sie nicht im stich.
ich bekam kinder drei jungen und ein mädchen. und jetzt sollte ich zeigen das ich meine vorsätze auch einhalten würde.
schon der erste stellte mich auf eine harte probe, er war ein schreikind, ich weiß nicht wieviele stunden in den ersten 1,5 jahren ich ihn durch die gegend getragen oder geschoben habe.
meine tochter machte schon bei ihrer geburt klar, das es nicht einfach würde, sie quälte mich mit 72 stunden heftiger wehen bevor sie endlich die warme höhle verliess.
dann kam eine bilderbuchschwangerschaft und geburt. aber auch er schrie jede nacht, kam nur zur ruhe wenn ich ihn zu mir ins bett nahm.
die letzte schwangerschaft würde ich am liebsten streichen. es begann schon in der vierten schwangerschaftswoche. mein frauenarzt riet mir das kind weg machen zu lassen. ich würde mit dieser schwangerschaft mein leben gefärden. damals war mir mein leben sowieso nichts wert. ich bestand also darauf das kind aus zu tragen. ab dem vierten monat immer blutungen, die restliche zeit liegen. wie bei drei schon vorhandenen kindern? ich versorgte sie, machte den haushalt, liegen und schonen war nicht drin. die quittung kam dann anfang des siebten monats. ich wurde nach einem blutsturz nachts wach, ab in die klinik. vier wochen tropf und strengste bettruhe. doch dann ging es nicht mehr , die herztöne des kleinen setzten immer wieder aus, kaiserschnitt, brutkasten.
ich habe meine vier so gut es ging groß gezogen, trotz chronischen geldmangel durch die sucht meines mannes. trotz dem ganzen drum herum. es war nicht leicht. dann 1991 die erste wirklich große probe.
ich war zuhause geflüchtet, mit meinen kindern. doch nachdem ich eine nacht zur ruhe gekommen war, sagte mir die leiterin des frauenhauses, das meine kinder nicht dort bleiben könnten. sie hätten zuwenig platz. sobald sie plätze für die kinder gefunden hätte müssten sie ins heim, bis eine wohnung für uns gefunden wäre. meine kinder ins heim? keine minute habe über legt. nein ich packte unsere sachen und ging zurück.
1998 schaffte ich dann endlich den absprung, ich ließ den kerl der wohnung verweisen. und er durfte sich mir nicht mehr nähern. meine tochter, die eizige die von ihrem vater wirklich geliebt und vergöttert wurde, konnte mir dies nicht verzeihen. unser verhältnis kühlte ab, sie wurde bockig, frech und dreist. es endete als sie die hand gegen mich hob. sie kam in eine wohngruppe für jugendliche( 2000). der jüngste kam mit 15 in falsche kreise, drogen und diebstähle waren nun seine freizeitbeschäftigung. ich mußte auch zuhause alles weschliessen was irgendwie wertvoll war. hilfe vom jugendamt? lach......ich bin hin, habe die situation geschildert, sie fragten IHN ob er hilfe wolle, er verneinte.......damit war das ding gestorben. erst nachdem ein richter ihn dazu verdonnerte jugendhilfe in anspruch zu nehmen kam diese in gang. er wurde dann in eine einrichtung eingewiesen, doch geändert hat es nichts. nach wie vor verkehrt er in diesen kreisen, nach wie vor kommt es immer wieder zu irgendwelchen übergriffen. gerade hatte er wieder eine verhandlung, und wieder bekam er "nur" bewährung.
was ist aus meinen vorsätzen geworden? immer für meine kinder da sein? ihnen eine freundin sein?
ich habe es nicht geschafft, bin gescheitert, und das verzeihe ich mir nie.
Stichworte (Tags):
Kind, Mobbing, Mütter, Trauma
Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren
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