Erfahrungsbericht: Enuresis bei Jungen

Was ist zuerst passiert?
ich war zuerst ratlos, was ich wohl machen könnte und woran es liegen konnte, hatte aber einen kleinen Verdacht...
Wann ist es passiert?
er war vorher in der nacht nie trocken
Was ist sonst passiert?
Verschiedenes wurde versucht (steht im Text)
Wie endete es?
Er ist seit einem Jahr trocken ohne Medizin

Mein Sohn hatte das Problem gehabt und hat ins Bett gemacht, bis er 14 war (heute ist er 15). Das hörte mit einem Schlag auf.

Zur Vorgeschichte:

Mein Sohn ist ohne Vater aufgewachsen. Er war nie trocken in der Nacht. Ungewöhnlich war zuerst auch, dass er am Tag nicht immer trocken war. Ich hatte immer das Gefühl, dass es vielleicht doch psychisch ist. Man untersuchte ihn und meinte, dass es nicht psychisch sei. Da ich aber auch damals ein wenig Ahnung über gewisse psychische Vorgänge und deren Auswirkungen auf den Körper hatte, aber erst etwas später meine Ausbildung begonnen hatte, konnte ich meinen Verdacht sagen, aber man hatte nicht auf mich gehört

Man hatte fleissig Dinge verschrieben, von denen ich wusste, dass sie nicht der Ursache auf den Grund gehen, sondern nur sie Symthome ausschalten wollten. Medizin wurde verabreicht (Mictonetten). Dann die bekannte "Klingelwindel", die mein Sohn aber gegonnt ausschaltete. Dann das Blasentraining. Er sollte am Tag so lange den Urin einhalten, bis die Schmerzgrenze erreicht sei und dann urinieren. Aber das brachte auch nichts. Dann nichts mehr trinken eine Std bevor er schläft. Brachte alles nichts.

Dann überwies man ihn in die Essener Uniklinik.

Man wollte seine Blase vermessen und die Kapazität seiner Blase. Zu dieser Untersuchung musste er einige Tage in der Klinik bleiben.

Die Prozedur ist für die Kinder zwar etwas schmerzhaft, aber die einzige Möglichkeit auszuschliessen, dass es was organisches ist.

es wird ein Röhrchen in den Harnweg eingeführt und eins in die Bauchdecke zur Blase. Dan wird die Blase bis zum Anschlag gefüllt. Man untersucht die Blasenmuskulatur und auch die Harnwegslänge und die Schliessmuskeln.

Man hat mei meinem Sohn nichts besonderes festgestellt. Nur, dasss es sein kann, dass der Harnweg innerlich etwas länger sei. Zu dem Blasentraining meinte der Arzt scherzhaft, dass ich das mit meinem Sohn nicht mehr machen müsse, da die Blasenmuskeln die den Muskeln von Arnhold Schwarzenegger glichen. Hahahaha.

Ok, dann wieder zum Urulogen.

Ich hatte schon den Gedanken gehabt in die Nähe meines Freundes nach Norddeutschland zu ziehen, wir hatten uns vor 3 Jahren kennengelernt durch einen Zufall. Mein Sohn und er verstanden sich sehr gut.

Und mein Sohn fand den Gedanken Klasse, bald in seiner Nähe zu sein.

Mein Sohn bekam noch die Medikamente Nacutil und Oxybutynin.

Davon blib er trocken.

Als wir hier nach Norddeutschland gezogen sind, setzte mein Sohn selbst die Tabletten ab. Ich wusste das nicht.

Sein väterlicher Freund war die wichtigste Person. Ist es heute noch.

Er meinte, als ich ein neues Rezept beantragen wollte, dass er das nicht mehr brauche, da er sie schon lange nicht mehr nimmt.

Klasse.

Wie gesagt, ich denke, man sollte die psychische Seite nicht aussen vor lassen.

Es ist nicht unnatürluch, das Jungen so lange einnässen. Aber leider wird es wie viele Dinge einfach todgeschwiegen.

Sollte nicht so sein. Ich kenne Eltern, die das Problem auch haben mit deren Sohn. Mein Kind ist selbstbewusst damit umgegangen. Und das hilft halt auch. Denn er ist so, wie er ist ok.

Ich bin aber sehr froh, dass es nun vorbei ist.

Stichworte (Tags): Enuresis

Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren

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Kommentare

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  • Enuresis

    mein Sohn wird jetzt im Dezember 14 Jahre alt. Du beschreibst genau das, was ich auch mit ihm durch habe. Wir habe auch sämtliche Untersuchungen durch, aber alles OB. Bei ihm hängt es mit der Schule zusammen. In den Ferien schafft er es halbwegs trocken zu bleiben, es sei denn es gibt hier zu haus zu viel Stress. Doch so bald die Schule wieder anfängt, nässt er nacht für nacht ein.

    Mein Sohn hat auch leider keine männliche Bezugsperson. Von seinem Vater wird er immer nur runter gemacht. Vor allem zeigt er keinerlei Emotionen seinem Sohn gegenüber von wegen mal in Arm nehmen oder so.

    Ich hoffe es ändert sich bald.

    Liebe Grüße Caancito

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