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Erfahrungsbericht: Milzbrand - Anthrax als modernes Schreckgespenst
- Was ist zuerst passiert?
- Erregerentdeckung
- Wann ist es passiert?
- Erfindung von Antibiotika
- Was ist sonst passiert?
- terroristische Anschläge
- Wie endete es?
- Infektionskrankheit ist unter Kontrolle
Die Krankheit Milzbrand (Anthrax), im Englischen anthrax, ist eine im 19. Jahrhundert entdeckte vom Tier zu Mensch und Mensch zu Mensch übertragbare bakterielle Infektionskrankheit.
Der Bacillus anthracis hat seinen Schrecken in der heutigen Zeit verloren, da die Behandlung mit Penicililin in recht hohen Dosen ihn Einhalt geboten hat. Desweiteren werden unsere Nutztiere ebenfalls gegen verschiedene Bakterien geimpft, mit Antibiotika behandelt und das letztendlich gewonne Fleisch ebenso nochmals kontrolliert, so dass eine Infektion mit zum Beispiel Darmmilzbrand in westlichen, aber auch in den noch nicht hochindustrialisierten Ländern kaum mehr relevant ist. So wurden zum Beispiel nach dem letzten Bericht des Robert-Koch-Instituts lediglich 70 Fälle aus Rumänien bestätigt, bei denen passierte Rinderherzen oder enger Kontakt zu den Tieren zu leichten Fällen von Milzbrand führten. Eine gute Kontrolle von Lebensmitteln, schnelle Meldung bei Verdacht, prophylaktische Impfungen bei Angestellten mit häufigen Kontakt zu Nutztieren und gut wirksame Antibiotika haben den natürlichen Bacillus zurückgedrängt.
Gefahr droht daher heutzutage eher aus gänzlich unerwarteter Quelle. Anthrax wurde bereits in den 50er Jahren als möglicher, leicht zu produzierender biologischer Kampfstoff erforscht. Dazu werden die Bakterienkulturen wirksam und teils gegen einfache Antibiotika resistent gezüchtet und Sporen verdichtet, welche leicht über die Luft in die Lungen gelangen können.
Einmal in der menschlichen Lungen angelangt, beträgt die Ausbruchzeit von Lungenmilzbrand wenige Stunden bis einige Tage. Hierbei entsteht eine mittlere bis schwere Bronchopneumonie (schwere Entzündung der Bronchen und umliegenden Lungengewebes, mit dementsprechenden Atemgeräuschen und Beschwerden) und durch die schnelle Überschwemmung des Blutkreislaufs mit den Bakterien zu einer schweren Reihe von Entzündungen im ganzen Körper (multiple Sepis, Blutvergiftung). Dazu kommen hohe Fieberschübe, die bei Verstorbenen häufig gesehene brandige Verfärbung der Milz (daher der Name), allgemeiner Kräfterverlust und bei anhaltender Entzündung zu entsprechenden Herzschwächen.
2001 wurde der Schrecken von Anthrax das bisher letzte Mal in der Medienwelt bekannt, als mit Briefe versehene Sporen in den USA an einige Vertreter aus Medien und Politik gingen, wobei eher die Wirkung von Hautmilzbrand - eitrig, fiebrige Pustelbildung der Haut an Kontaktstelle -, denn das beabsichigte Lungenmilzbrand auftrat.
Die jedoch größte Gefahr nebst möglichen Einsatz als terroristisches Mittel, besteht eher in der mögliche Fehldiagnose durch den jeweiligen Arzt, da die Symptome am Anfang recht diffus, ungenau sein können.
Zeit und somit Schnelligkeit ist bei Ausbruch der Symptome in jeden Fall die größte Heilungschance.
Fazit: Man sollte sich über die Existenz solcher Infektionkrankheiten wie Anthrax als Auslöser von schweren Entzündungen auf der Haut, diffusen, schweren Darmerkrankungen und Lungenerkrankungen mit multipler Sepsis, die unbehandelt tödlich enden können, bewusst sein. Ist jedoch die Indikation recht schnell und die Behandlung mit Pencillin eingeleitet, so sind die Heilungschancen sehr gut, womit es in der westlichen Welt weiterhin nur ein Schreckgespenst bleiben wird.
Nähere Informationen finden sie unter anderem auf den offiziellen Seiten des Robert-Koch-Instituts: http://www.rki.de/
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Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren
Dieser Erfahrungsbericht wurde 402 mal angezeigt.
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