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Erfahrungsbericht: Gelbfieber - Impfen lassen vor Reisen nach Südamerika oder Afrika
- Was ist zuerst passiert?
- Entdeckung des Überträgers von Gelbfieber
- Wann ist es passiert?
- 1881
- Was ist sonst passiert?
- 1937 Entdeckung des Impfstoffes
- Wie endete es?
- stärkste Ausbreitung in Südamerika und Afrika
Das Gelbfieber, auch Ochropyra oder Schwarzes Erbrechen genannt, ist eine virale, akut fieberhafte und meldepflichtige Infektionskrankheit, die aufgrund ihres Überträgers in den subtropischen bis tropischen Gebieten Afrikas, also alles südlich der Sahara und in Mittel- bis Südamerikas auftritt, jedoch nicht in Asien. Gelbfieber wird sie daher genannt, weil im späteren Verlauf die ausgelöste Gelbsucht (Ikterus) zur Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute beim Infizierten führt.
Überträger des Gelbfieber-Virus (Flavivirus) wird von einer Stechmücke auf Affen und Menschen übertragen. Die Aedes aegypti oder Haemagogus erhielt 1881 bei Entdeckung des Übertragungsweg den Beinamen Gelbfiebermücke.
Der silvatische Übertragungsweg ist Affe-Stechmücke-Affe und befällt nur manchmal den Menschen als unachtsamen Zwischenwirt. Die jedoch urbane Übertragung erfolgt direkt von Mensch-Stechmücke-Mensch, als Wirt.
Der Verlauf kann sehr stark von Mensch zu Mensch unterschiedlich (variierend) und ist recht rasant sein (schwankend). Es kann beginnen mit scheinbar leichten Kopfschmerzen, 1 bis 2 Tage nach dem Stich der Mücke, bis hin zu plötzlichen Fieber von 39 bis 40 Grad Celsius. Gleichzeitig treten viele diffuse Symptome auf, die eher an einen schlimmen Infekt erinnern, als an eine virale Infektionskrankheit:
1. Stufe - Virämie
- leichte bis starke Kopfschmerzen
- Fieberschub
- Gliederschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Abgeschlagenheit
Abrupt bricht dann der Fieberschub um den 3. bis 4. Tag ab, so dass sich die Infizierten je nach Verlauf scheinbar besser fühlen, zum Beispiel den Rückflug nach Deutschland antreten. Nach dieser kurzen Remission kommt es dan mit etwas Verzögerung meist nach 12 oder spätestens 24 Stunden zum erneuten Fieberanstieg mit Organbefall:
2. Stufe - Organmanifestation
- Leberschwellung
- Ikterus (Gelbsucht)
- hierbei Beteiligung der Nieren
- es kann zum Kreislaufkollaps kommen
- Gefäßschädigung (kann passieren)
- Darmblutung (kann auftreten)
- seltener zu Blut im Urin (Hämaturie)
Die mögliche Gefäßschädigung führt dazu, dass je nach Lokalisation, die Patienten ihr Blut aus den geschädigten Gefäßen im oberen Schluck- und Verdauungstrakt erbrechen. Welches auch dem Gelbfieber den Beinamen schwarzes Erbrechen (Vomito negro) einbrachte.
Das Problem der Erkrankung ist zum einen, dass ihr Verlauf unberechenbar ist und es zum anderen um eine Viruserkrankung handelt. Anders als bei bakteriellen Infektionen hilft bei viraler Infektion kein Antibiotika. Man kann daher bei Infektion und somit fehlender Impfung des Patienten die Symptome der Erkrankung behandeln:
- Fieber senken
- Gefäßschädigung duch verschiedenste Medikamentationen abwenden
- Leberschäde verhindern
- die Gelbsucht bekämpfen...
Das heißt, der Körper des Patienten muss den Virus aus eigener Kraft besiegen. Dies ist im Allgemeinen, wie bei einer Grippe sehr kräftezehrend, so dass die Menschen danach oft Monate benötigen, bis sich ihre Körper wieder gänzlich erholt haben. Hat der Infizierte die Krankheit jedoch besiegt und dabei noch überlebt, so besteht eine lebenslange Immunität gegen Gelbfieber.
Die Immunisierung kann man jedoch auch ohne sich der Todesgefahr auszusetzen, durch eine Schutzimpfung erwerben. Vor allem wenn man eine Urlaubsreise nach Mittel- und Südamerika und besonders nach Afrika plant, sollte man sich dringendlich impfen lassen. 90 Prozent aller Todesfälle der Gelbfieberinfektion sind in Afrika statistisch festgehalten.
Zum Schluss des Berichtes gilt noch einmal der strikte Hinweis. Die Virusinfektion mit Gelbfieber und der Krankheitsverlauf ist individuell sehr verschieden:
- Im ungünstigen Fall folgt nach Krankheitsausbruch in zwei Wochen der Tod!
- Bei günstigem Verlauf, heilt die Erkrankung meistens vollständig aus, trotzdem liegt die Letalität auch hier bei 10 Prozent.
Daher ist die sicherste Methode eine einmalige Impfung gegen Gelbfieber vor dem Urlaubs- oder Reiseantritt in die Subtropen und tropischen Gebiete Afrikas, Mittel- und Südamerikas.
Gelbfieber ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, nähere Informationen finden Sie auf den offiziellen Seiten des Robert-Koch-Instituts: http://www.rki.de/
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Vor mehr als 3 Jahren erstellt, letzte Aktualisierung vor mehr als 3 Jahren
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