Antwort: Was tun bei Vergiftung durch Antidepressiva?
Hallo!
Also zunächst mal: Ein Suizid durch eine Überdosis Antidepressiva ist im Grunde nur mit einem der älteren trizyklischen ADs möglich. Die neueren SSRI + SNRI gelten in dieser Hinsicht als "sicher". Diese beiden bergen zwar die Gefahr, dass insbesondere in den ersten Behandlungswochen die Suizid-Gefahr steigt (weil zwar der Antrieb besser wird - die Stimmung sich aber erst später aufhellt) - doch mit dem Mittel selbst ist es kaum (nicht?) möglich.
Anzeichen einer gefährlichen Vergiftung mit ebendiesen trizyklischen ADs äußern sich in Mundtrockenheit, Erregung, Krämpfen, Halluzinationen und Bewusstseinsstörungen. Auf das Herz-Kreislaufsystem bewirkt eine Überdosis den Abfall des Blutdrucks, was letztlich zum Herzinfarkt führen kann und damit auch zum Tod. Diese Mittel gelten übrigens als dritthäufigste Todesursache von allen durch irgendwelche Drogen/Mittel verursachten Suizide (insgesamt etwa 4-7 % aller Suizide) - also so unbegründet ist Deine Sorge echt nicht. Allerdings werden diese Mittel heute halt selten verschrieben.
Was man aber gegen derart drastische Auswirkungen als Laie tun kann - weiß ich jetzt auch nicht. Weißt Du denn zufällig, was für ein Mittel sie nimmt? Und vielleicht helfen ja aber die Tipps bei "normalem" Herzinfarkt weiter? Da gibts bestimmt irgendwo Verhaltensregeln + Tipps für Helfer. Und wenn da was von Blutdruckabfall steht - hilft sicher auch sowas wie beidseitig ins Gesicht klappsen, damit sie wach bleibt. Aber wie gesagt: Da müsste sich ein Fachmann dazu äußern - ich will ja auch nicht alles noch schlimmer machen mit meinen laienhaften Ideen.
Sonnige Grüße von der Gänseblümin.