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- Diagnose Hepatitis - was nun?
Diagnose Hepatitis - was nun?
Thema: Diagnose Hepatitis - was nun?
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Die Hepatitis Diagnose war für mich ersteinmal eine wie jede andere. Erst als ich mir des möglichen Ausmaßes der Krankheit bewusst wurde war es ein Tiefschlag. Hab schon ne Weile gebraucht um das zu verdauen und meiner Familie und den engsten Freunden beizubringen was das überhaupt genau bedeutet. Aber ich werde von allen unterstützt, nur anfangs waren sie etwas ängstlich im Umgang mit mir, haben aber mittlerweile erkannt dass die Hepatitis Ansteckungsgefahr bei genug Vorsicht doch relativ gering ist.
Sie sind recht interessiert, ich werde oft nach den Hepatitis Heilungsmethoden gefragt, nunja...
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Ich denke, so ergeht es den meisten! Als erstes sind sie sich dessen nicht bewusst, wie schwerwiegend eigentlich diese Krankheit ist, da man sich ja auch impfen lassen kann, aber nur weil das so ist, heißt es ja nichts...
Ich wünsche dir und deiner Familie aber alles gute! Du schaffst es! Und: positiv denken!
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geschrieben von dako vor mehr als 3 Jahren (11.08.2008 18:02)ich bin ungefähr mitte 2004 an hepatitis erkrankt. alles fing damit an, dass ich mich an meinem geburstag früher hinlegen musste, da mir übel war und ich das gefühl hatte, dass ich eine erkältung kriege. nach 1 wo ging es mir immer schlechter und meiner mum (arbeitet als ärztin) fielen meine leicht gelblichen augen auf. 2 tage später war ich im krankenhaus: diagnose hepatitis.
für mich war es nicht wirklich schlimm, da ich damals keine ahnung von hepatitis hatte. am ende kam heraus das ich wohl eine unterform einer a hepatitis hatte, ich weiss es nicht mehr genau. bei mir dauerte es ungefähr 5 monate von beginn der erkrankung in form von leichten kopfschmerzen bis hin zum ausbruch und der darauffolgenden heilung.
ich muss ehrlich gestehen das meine eltern damals mehr gelitten habe als ich. größtenteils habe ich meine krankheit sprichwörtlich verschlafen. ich durfte anfangs zuhause bleiben, weil die ärzte der meinung waren das ich als junger mensch (19 jahre) stark genug wäre, die hepatitis so zu überstehen. musste viel trinken und ruhen. das war allerdings auch nur möglich, da meine mum ärztin ist.
irgendwann kam ich dann an einen punkt, an dem ich nicht einmal mehr laufe konnte, ich wurde immer schwächer. zum ersten mal in meinem leben empfand ich ekel vor essen, ich konnte einfach nichts mehr, alles war eine last. ich ging auf die tolette, brauchte bestimmt 20min dafür und schlief danach 4 stunden. selbst der weg ins bad war am ende ohne hilfe nicht mehr möglich. 3 wo nach feststellung meiner krankheit kam ich zur sicherheit ins krankenhaus, ich bekam dort infusionen wegen flüssigkeit und medikamente.
es klingt jetzt vllt komisch, ich denke im nachhinein das die krankheit zur richtigen zeit kam. ich habe mich so elendig gefühlt, konnte nichts mehr ohne hilfe, war einfach so schwach, dass ich mir geschworen habe, dass ich nie wieder hilfe benötigen will, um alltägliche dinge zu erledigen. ich wollte stark werden! so bin ich zum sportjunkie geworden! ich habe vorher jahrelang nur schulsport gemacht, war eher pc fan als alles andere. heute gehe ich 4ma die wo ins fitnesstudio, bin 2 halbmarathons gelaufen und möchte 2009 meinen ersten marathon laufen.
ich glaube die krankheit hat mich körperbewusster gemacht. meine umgebung war einfach hammer, alle haben mich untersützt, zu dieser zeit wa rich gerade in der 12 klasse und habe 6 monate im abi endspurt verpasst. ich hab alles aufgeholt, mein abi 2005 gemacht und einfach umgedacht. kurz nachdem ich wieder einigermaßen gesund war, fielen mir total viele sachen auf, das grün vor unserer tür, das wasser, der wald vor unserer tür, ich sah meine eltern und freunde anders, alles hatte sich irgendwie verändert, es war nicht mehr nur normal, auch wenn es wie aus einem schnulzigen film klingt.
meine mum macht sich heute noch vorwürfe, da wir auf malta im urlaub waren und ich aus angst vor spritzen auf eine impfung verzichtet habe und meine mum bequatscht habe. im krankenhaus sagte man mir, dass man diese form der hepatitis nur durch:
1) ungeschützten sex
2) drogenmisbrauch (spritzn)
3) oder unsauberes essen bekommen kann.da ich die ersten 2 punkte ausschließen konnte, lags wohl an dem vielen fisch, den ich gegessen habe.
meine hepatitis ist inzwischen lange komplett und vollständig ausgeheilt, ich habe antikörper, mich dennoch aber nochmals impfen lassen.
weihnachten 2007 erzählten mir meine eltern, dass ich wohl fast ins leberkoma gefallen wäre und es wirklich sehr ernst war. ich erinnere mich an vieles nicht mehr, vllt habe ich es auch verdrängt, keine ahnung, mir war die erstnhaftigkeit nie so bewusst. heute gehts mir gut, ich bin gesund, fit und achte mehr denn je auf ernährung, sport und bewusstem leben. während meines zivildienstes habe ich noch mehr erfahrungen mit der kankheit gemacht und auch fälle erlebt, bei denen es anders ausging...
seit der krankheit und meinem zivi bin ich komplett anders, habe auch noch meine spaßige, kindliche seite, ich sehe die dinger aber auch ernster. sport ist meine droge geworden, mein allerheilmitte gegen sress, ärger, wut.. gegen alles.
medikamente hin oder her, ich denke die einstelung macht vieles aus. konflikte mit sich oder anderen, krankheiten oder herausforderungen löst man zuerst im kopf. wenn die einstellung passt, kann das ergebnis im rahmen der eigenen voraussetzungen nur gut werden!
bleibt gesund! gruß david

