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Gesund durch Bakterien
Thema: Gesund durch Bakterien
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Hallo Netti.
Habe erst vor kurzem darüber einen Bericht gelesen, dass Mirkoben unsere Gesundheit beeinflussen. Ungefähr 100 Billionen Bakterien bilden die Darmflora. Ungefähr 500 bis 1000 verschiedene Arten von Mirkoben leben im Darm und einige davon wirken positiv auf die Gesundheit. Durch die Einnhame der entsprechenden Probiotika sollen gute Bakterein in den Körper gelangen und damit die Darmflora positiv verändern.
LG
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Ich denke nicht, dass der Körper probiotische Joghurts und Drinks braucht. Bei einer ausgewogenen Ernährung sind solche Lebensmittel überflüssig, es ist meiner Meinung nach nur rausgeschmissenes Geld und dient nur Nestle und Co. Bei empfindlichen Menschen können diese sogar Schäden verursachen.
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Hallo, ich klinke mich auch mal ein. Also, Ihr habt alle irgendwie recht. Diese Probiotika sind ja Darmbakterien, die in einer gesunden Darmflora leben. Durch schlechte Ernährung, Antibiotikagabe, Pilz - oder Parasitenbefall etc. kann das Gleichgewicht jedoch gestört werden, was Beschwerden verursacht. Bakterien in Joghurts und Drinks sind umstritten, da sich die Frage stellt, ob sie die Magensäure überstehen. Die Magensäure eliminiert über 90% der Bakterien, die mit der Nahrung aufgenommen werden. Deshalb wird eher empfohlen, Probiotika in Form von Tabletten aufzunehmen. Und auch hier ist auf die richtigen Stämme (und die richtige Anzahl dieser) zu achten. L. casei defensis und so weiter, da weiß ich nicht wirklich, ob die tatsächlich was wert sind. Auf jeden Fall Acidophilus sollte dabei sein. Empfehlenswert ist die Einnahme vor allem nach Antibiotikagabe, aber auch bei diffusen Hautbeschwerden (funktionell) ohne pathologischen Hintergrund (wie Nierenerkrankungen oder Diabetes), Verdauungsbeschwerden (Meteorismus, Flatulenzen, Durchfall, Bauchschmerzen, Obstipation, Völlegefühl...) und vor der Reise in ein Land, wo die Hygienevorschriften etwas fragwürdiger sind als bei uns. Probiotika können auch bei Unverträglichkeiten helfen wie Laktoseintoleranz, so dass man ab und zu auch mal ein Milchprodukt verzehren kann sowie bei der Stärkung der Abwehrkräfte, gerade von Intestinalinfekten. Allerdings sollte man die Tabletten über einen je nach Beschwerdebild längeren Zeitraum einnehmen. Zwei Monate sind das Minimum. Die Darmbakterien müssen sich schliesslich erst einmal dort ansiedeln und "wohl fühlen". Dann sollte man ihnen natürlich eine geeignete Nahrung anbieten, also vor allem prebiotische Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie etc. Zucker vertragen sie nicht gut (dafür aber die Hefepilze -> Candida albicans). Auch bei Candida können Probiotika helfen, da sie diese verdrängen können. Ich habe mit Probtioka sehr große Erfolge erzielt, eine ausgezeichnete Verdauung und so gut wie nie Blähungen oder Bauchschmerzen mehr, und Verstopfung ist auch kein Thema mehr. Ich habe sie ein halbes Jahr genommen (allerdings immer ein bisschen weniger dosiert) in Verbindung mit guter Ernährung. Ich hatte früher einen unerklärlichen Juckreiz, auch der ist verschwunden.
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geschrieben von Gaensebluemin vor mehr als 4 Jahren (07.06.2007 17:00)Antwort zu Antwort: Gesund durch Bakterien
Hallo!
Ich schließe mich Silica grds. an!

Was diese probiotischen Joghurts usw. anbetrifft, hab ich aber auch einige (wirklich glaubhafte - weil neutrale) Studien usw. gelesen. Und danach ist es wohl so, dass für einige sehr wenige dieser angepriesenen Bakterien wirklich Studienergebnisse vorliegen, die eine positive Wirkung bestätigen.
Aaaaber: Dafür ist es nötig, genau dieses Bakterium (bzw. diesen Joghurt) dann über viele Wochen lang täglich zu verzehren - und außerdem wirkt jedes Bakterium nur für sehr eng umgrenzte Gebiete. Eines also tatsächlich für die Infektabwehr - und eines eher für eine gute Verdauung.
Wenn also das exakte Bakterium auf der Verpackung angegeben ist - am besten mal danach googeln. Wenn nicht - ist es eh sinnlos.
Und wenn dafür eine Wirkung erwiesen und angegeben ist, die man anstrebt - muss man diesen Joghurt oder so dann aber auch wirklich viele, viele Wochen lang jeden (!) Tag essen.
In der Mehrzahl aller Fälle jedoch sind diese Joghurts zwar möglicherweise ganz lecker - aber nicht sinnvoller/gesünder als jeder andere Joghurt auch. Oder sogar ungesünder - wegen des Zucker- und Chemiegehaltes. ;-)
Dann schon eher (wenn es nötig ist - und wie Silica schon sagte) Probiotika aus der Apotheke - und prebiotische Ballaststoffe im Essen. Zu letzteren zählen z. B. Inulin bzw. Oligofruktose. Natürliches Inulin kommt z. B. im Chicoree, in Schwarzwurzeln, im Spargel und ganz besonders auch in Topinambur vor. Aber auch in anderen pflanzlichen Nahrungsmitteln, die wenig oder am besten gar nicht verarbeitet wurden.
Prebiotika dienen nicht übrigens nur den Darmbakterien als Nahrung, sondern führen auch durch die Erhöhung des Stuhlgewichts zu einer besseren Darmtätigkeit. Sie verbessern zudem die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung und senken den Cholesterinspiegel. Damit Prebiotika ihre gesundheitsfördernden Wirkungen ausüben können, sollten regelmäßig etwa 4-5 g am Tag verzehrt werden.
Wird aber zuviel aufgenommen (= mehr als 10 g/Tag), kann es auch zu Unverträglichkeiten, wie Krämpfen, Durchfällen und Blähungen kommen. Vorsicht also mit künstlich zugesetzten Prebiotika (wie z. B. in modernen Getreideprodukten o. ä.)! Hier muss unbedingt auf die zugesetzten Mengen geachtet werden.
Sonnige Grüße von der Gänseblümin.
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geschrieben von Bisonlinchen vor mehr als 3 Jahren (13.11.2008 16:06)Antwort zu Antwort: Gesund durch Bakterien
ISt ja alles schön und gut mit den netten Bakterien. Aber ihr müßt schon sehr sehr viele Jogurtbecher am tag essen damit genug bakterien im Darm ankommen um ihre positive arbeit zu verrichten.
In den Bechern sind aber erstens nicht sovile drin (ihr müßtet schon 50 bis hundert Becher essen) und zweitens werden viele Bakterien schon im Magen abgetötet.
Daher halte ich diese Jogurts für Quatsch und Geldverschwendung.(Die Industriebosse freuen sich aber)

