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Essattacken überwinden?
Thema: Essattacken überwinden?
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Hallo minime,
versuche erstmal herauszufinden was die Auslöser für deine FA`s sind. Kommen sie z.B. vor wenn du gestresst bist, wütend bist oder wenn dir langweilig ist? Vielleicht führst du einfach mal eine Art Tagebuch in dem du deine Gefühle dabei aufschreibst.
Auslöser für solche Attacken ist auch der Nähstoffmangel deines Körpers, wenn dem Körper wictige Vitamine und Mineralstoffe fehlen kommt es zu Heißhunger. Am besten ist es, wenn du versuchst regelmäßig kleine Portionen zu essen. Das ist leichter gesagt als getan, ich weiß. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft deine FA`S in den Griff zu bekommen.
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geschrieben von Silvergreen vor mehr als 4 Jahren (02.09.2007 07:46)Hallihallo,
Was auch helfen kann, ist eine sogenannte Liste mit Alternativen. Du schreibst dir einfach mal auf, was du gerne machst. Also z.B.: Lesen, Malen, Spazieren gehen, Musik hören (einige Leute können keine FA's bekommen, wenn sie in dem Moment ganz bestimmte Musik hören ... mir geht das auch so, sogar mit bestimmten Filmen, da habe ich dann so eine Stimmung, dass ich mich gar nicht vollstopfen könnte).
Diese Liste der Alternativen holst du sofort raus, wenn du merkst, dass gleich eine FA ansteht und überlegst dir, was du außer Essen machen könntest. Wenn du den ersten Drang überwunden hast und dich wieder sicher fühlst, solltest du versuchen, heraus zu finden, warum du jetzt essen wolltest.
Dabei kann eine Hilfe sein, wenn du ganz genau betrachtest, womit du dich vollstopfen wolltest. Chips und Salziges können z.B. für Frustabbau stehen, sowie Schokolade und Süßes für Verlangen nach Liebe, Zuwendung vom anderen Geschlecht ... Die Symbolik musst du dir für dich selber herausfinden.
Bei mir kommt es u.a. dazu, dass ich Heißhunger auf Brot, Brötchen etc. bekomme, wenn ich mit meinen Leistungen unzufrieden bin. Fruchtig Süßes esse ich, wenn mir meine Familie und meine Freunde fehlen. Schokolade und Salziges stehen bei mir für eben jenes, was ich oben beschrieben habe.
Seitdem ich das herausgefunden habe, fällt mir einiges leichter, denn ich denke dann, wenn sich eine FA ankündigt: "Halt! Schokolade?! Wie wäre es, wenn du, anstatt dich voll zu stopfen, deinem Schatz eine Nachricht schickst, wie sehr du ihn vermisst. Wenn er dir dann zurück schreibt geht es dir gleich viel besser, im Gegensatz zu einer FA!"
Oder ein anderes Beispiel: "Du brauchst gar nicht mit deinen Leistungen unzufrieden sein! Du weißt doch selber, dass du dir ein Ziel gesteckt hast, das nicht zu erreichen war, also darfst du jetzt auch nicht unzufrieden sein. Versuche lieber das etwas distanzierter zu betrachten und das nächste Mal, realistischere Anforderungen zu stellen! Dann gehts dir besser und du bekommst keine FA!"
Auch, wenn dein Beitrag schon eine Weile her ist, hoffe ich, dass ich dir eventuell helfen konnte. Ich bin erst seit gestern in dieser Gruppe, aber vielleicht hat es trotzdem noch was gebracht.
GLG
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geschrieben von Silvergreen vor mehr als 4 Jahren (07.10.2007 12:11)Nach einiger Zeit hatte ich beschlossen, die ES überwinden zu wollen. Da ich am Anfang noch niemanden aus meiner Familie davon erzählen wollte, konnte ich also nicht in ein Therapiezentrum gehen (bin Studentin und immer noch über meinen Vater krankenversichert). Außerdem habe ich nicht geglaubt, dass ich mich dabei wohl fühlen würde. Ich habe daher mir ein Buch nach dem anderem gekauft. Am meisten hat mir am Anfang das Buch von Christopher G. Fairburn "Essattacken stoppen" geholfen. Es hat ein gutes Programm und hat mir geholfen das Gröbste zu überwinden. Ich hatte eine ganze Zeit keine Ess-Brech-Anfälle mehr und habe täglich mindestens 1600 kcal gegessen ohne zu- oder abzunehmen und vor allem ohne ein schlechtes Gewissen. Es war sehr hilfreich, dennoch bin ich rückfällig geworden nach ein paar Monaten (nach dem Sommerurlaub). Das Problem war, dass das Buch nur darauf zielt, einen geregelten Essrhythmus zu bekommen. Man hat auch Strategien gelernt, wie man Essattacken vorbeugen kann, bzw. wie man wieder Sachen essen kann, die eigentlich als "verboten" gelten ... Alles hat sich auf das Problem essen konzentriert.
Die Sache ist nur die, dass das ja eigentlich nicht mein Problem gewesen ist. Mein Probleme waren Uni, Familie, Heimweh, Liebessehnsucht, Einsamkeit ... Natürlich war mir das klar, und auch das das die Gründe für die ES waren, soviel wurde aus dem Buch (und anderen) schon deutlich, aber es gab ja auch Momente, wo ich nicht einsam war, oder kein Heimweh hatte, oder in der Uni es einigermaßen gut lief ...
Im Sommer war ich mit meinem Freund im Urlaub. Es war kein so toller Urlaub, es gab viel Zoff und Stress, und ich merkte, wie bei mir alles essenstechnisch wieder aus dem Lot lief. Zwar nur halb so schlimm wie am Anfang, aber ich wollte rechtzeitig die Notbremse ziehen.
Ich habe dann ein weiteres sehr hilfreiches Buch gelesen. Es heißt: "Die Frau, die im Mondlicht aß". das wschöne hierbei ist, dass es kein Programm ist. Es geht die ganze Problematik ganz anders an. Es benutzt Metaphern, Märchen, Sagen ..., um auf Probleme hinzuweisen. Es sagt auch, genau das, was ich herausgefunden habe. Essen ist nicht das Problem. Es ist eine Metapher für die Probleme, denen wir aus dem Weg versuchen zu gehen.
Wenn man eine ES hat, beschäftigt man sich andauernd mit der ES. Im Kopf ist dann kaum noch Platz für etwas anderes. Das hat auch einen Sinn, denn mit anderen Dingen kann man sich nicht auseinandersetzen. Man weiß ja nicht, wei man die Dinge angehen soll. Es hat auch mal etwas von dem Zusammenhang zwischen Schokolade und Sexualität genannt. Dadurch bin ich aufmerksam geworden.
Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich beobachtet. Wenn ich Lust auf eine Essattacke hatte, dann habe ich mich gefragt, worauf ich wirklich Appetit habe und dann noch, was vorher in meinem Leben passiert ist. Was für andere Gefühle außer dem Verlangen nach dem Essen ich hatte. Nach und nach hat sich ein Muster rausgestellt, was für mich auch logisch war. Obst z.B: Ich liebe Obst. Es ist süß, gesund, hat viel Vitamin C, was man brauch, um zu überleben, ... Genauso ist es mit meiner Familie: ich liebe sie, es ist immer lustig und angenehm, wenn wir zusammen sind (mein Leben wird versüßt dadurch) und ich brauche meine Familie, denn sonst bin ich einsam, und meine Mutter eine meiner besten Freundinnen (sie weiß auch von der ES) ... nahezu überlebnswichtig ... das waren die Parallelen.
Vielleicht denkt der ein oder andere, das das weit hergeholt ist, aber bei mir stimmt es. Seitdem gehts mir besser. Klar, am Anfang war es dann noch nicht gleich so, dass ich gemerkt habe: "oh, es bahnt sich eine Essattacke an, auf Salziges, jetzt muss ich sehen, worauf ich Frust habe und esse nicht". Am Anfang habe ich, obwohl mir klar war, was der Grund war, gegessen, aber es war nicht so ausgeprägt wie früher. Irgendwann habe ich mich dann auch mit einem Stück Schokolade zufrieden gegeben und habe mich dann an das eigentliche Problem gemacht. Schwierig ist auch, dass man machmal, am liebsten viele Dinge durcheinander essen möchte, dann muss man halt jedes einzelne herausfinden.
Das Schöne an dem Buch ist, dass es eine ES nicht als Sucht darstellt, vonder man nie geheilt werden kann, sondern als Krankheit. Jede Krankheit ist heilbar. Wie kann es auch eine Sucht sein? Uns verlangt es ja nicht wirklich nach Essen, sondern nach anderen Dingen, die sich nur im Essen äußern. Eine Sucht wie z.B. Alkohol kann man nur in den Griff bekommen, wenn man ni´cht mehr trinkt, also das suhcthervorrufende Mittel meidet. Wir können nicht auf Essen verzichten!
Ich wäre nicht so weit gekommen, wie ich es jetzt bin, wenn ich nicht alle Bücher gelesen hätte. Hätte ich als erstes gleich "Die Frau, die im Mondlicht aß" gelesen, es hätte nicht den Erfolg gehabt, denn vorerst musste ich wieder einen normalen Essrhythmus haben (oder zu mindestens wieder lernen, wie der auszusehen hat). Damit ist das Buch "Essattacken stoppen" unglaublich hilfreich. ich habe noch vieles anderes gelesen. Nicht nur bezüglich ES, sondern Bücher, um wieder zu sich selbst zu finden. Es war ein Prozess, der nicht hätte verschnellert werden können, und hätte ein Schrítt gefhlt, dann wäre ich noch nicht so weit.
So, ich hoffe, dass das nicht zuviel gewesen ist.
GLG Silvergreen
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Antwort zu Wie ich das geschafft habe ...
nein das war nicht zu viel... das war genau richtig... in schlimmen zeiten bin ich froh zu hören das es doch noch antworten auf alles gibt ... und das es irgendwann wieder normal weiter gehen wird...
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geschrieben von andrea2112 vor mehr als 4 Jahren (17.02.2008 16:45)also ich trinke jetzt immer mal ganz viel wasser wenn ich glaube mich nicht im griff zu haben, der hunger verschwindet und die attacke damit, klappt seit 3 jahren
ja und außerdem habe ich noch im kopf wie ich nach der letzten attacke nur mehr blut gekotzt habe, denk an so was, dann vergehts dir vielleicht auch

