Antwort: Autounfall
Hallo Musikus/Gert!
Ich hab Deine Zeilen leider erst jetzt gefunden - deshalb auch erst jetzt eine Antwort von mir.
Ich weiß nicht, wie es Dir inzwischen geht ... wie Dein Leben aktuell gerade aussieht ...
Ich weiß aber, dass Du den ersten Schritt schon mit diesen Zeilen hier getan hast. Denn Reden heilt am besten die Schmerzen der Trauer.
Ich würde Dir auch gern irgendwas Hilfreiches, irgendwas Wohltuendes sagen ... doch was? Trauer ist immer etwas sehr Persönliches, sehr Privates. Und niemand kann wissen, wie es gerade Dir jetzt damit geht. Und wie kann ich etwas Tröstliches sagen - wenn ich nicht wirklich fühlen kann, was Du fühlst?
Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du nicht allein bist ... dass Du Raum und Zeit hast, über alles zu reden, was Dir gerade so im Kopf und im Bauch herum geht ... auch wenn Männern das sonst oft eher fremd ist ... reden ist oft der erste Schritt, etwas loslassen zu können. Ich wünsche Dir also, dass es immer, wenn Dir danach ist, jemanden gibt, der sich die Zeit nimmt, Dir zuzuhören.
Und ich wünsche Dir Kraft und Langmut! Damit Du auch die alltäglichen Hürden meisterst ... damit Du die Kraft findest, morgens aufzustehen, die Zähne zu putzen, die wichtigsten Dinge zu tun usw. - ohne Dich zu überfordern.
Und ein bisschen Phantasie wünsche ich Dir auch. Damit Du einen für Dich gangbaren Weg findest, Deinem Sohn zumindest jetzt noch die Dinge mitzuteilen, die Du ihm unbedingt noch sagen möchtest. Ich bin ganz sicher: Er wird es hören!
Und ich wünsche Dir, dass irgendwann die Zeit der Tränen vorbei ist - wann auch immer das für Dich eben "dran" ist. Denn eines möchte Dein Sohn ganz sicher nicht: Dass Du Dein Leben nun weniger genießt oder gar Dich aufgefressen fühlst. Vielmehr wird er sich wünschen, dass Du einen anderen Halt für Dich findest. Und dafür wünsche auch ich Dir viel Erfolg!
Wenn Du magst - melde Dich mal wieder und erzähl, wie es Dir geht!
Sonnige Grüße von der Gänseblümin.