Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

Thema: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

  • Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Hallo Leute!

    Bin grad über ein interessantes Studienergebnise "gestolpert" - und wollte euch daran teilhaben lassen:

    Pflanzen haben ja auch sowas wie ein Immun- oder Abwehrsystem. Wenn sie von Insekten u. a. Schädlingen belagert werden, produzieren sie mehr von den sogenannten Polyphenol-Komponenten, die auch als natürliche Pestizide wirken. Und diese Komponenten sind gleichzeitig wirksame Antioxidantien - und als solche auch für uns sehr gesundheitsfördernd.

    Aber wenn chemische Pestizide (-> herkömmlicher Anbau) benutzt werden, braucht die Pflanze ihre eigenen Wirkstoffe ja kaum und produziert auch weniger davon. Sie entwickelt also weniger Polyphenole und der Antioxidantien-Gehalt sinkt.

    Das ist das Ergebnis einer Studie der University of California - und irgendwie klingt das so logisch, dass man sich fragt, wieso das nicht längst bekannt ist. Oder ist es das - und ich wusste es bloß noch nicht? Wie auch immer - jedenfalls gibt es nun also noch einen guten Grund mehr für Bio-Gemüse & Co.!

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Man muss das Problem schon auch aus der Sicht des Bauern betrachten. Er ist derjenige der entscheidet, mit welchen Mitteln er seine Pflanzen behandelt. Nun hat er die Wahl, etwas natürliches oder etwas chemisches zu nehmen. Und siehe da, das chemische wird wohl effektiver und billiger sein. Also welches wird er wohl nehmen? Immerhin hat er auch Hunger und möchte auch davon leben können was er tut...

    Und häufig gibt es nunmal Schädlingsplagen, mit denen die Pflanze durch ihren natürliches Pestizid alleine nicht fertig wird. Dann muss der Bauer nachhelfen.

    Ach, ich hätte im Studium besser aufpassen sollen, dann könnte ich jetzt sichrlich besser begründen. Aber ich mag Pflanzen halt nicht so und hab da nicht so interessiert zugehört ;)

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Hmmm, also wenn ich mit den Leuten auf dem Hof unseres Vertrauens rede, klingt das nicht so. Nicht alles, was chemisch ist, ist wirklich billiger und effizienter. Oft helfen die natürlichen Mittel mind. genauso gut oder gar besser - und kosten an sich auch nicht mehr. Aber es braucht meist mehr personellen Aufwand, an Arbeitszeit und an Wissen und so. Auch deshalb sind Bio-Produkte ja meist teurer als herkömmlich hergestellte.

    Und was echte Schädlingsplagen oder auch echte Krankheiten oder so anbetrifft: Wenn man das Zeug nur dann einsetzen würde, wäre es sicher auch nicht so schlimm. Aber in der konventionellen Landwirtschaft wird ja vor allem auch präventiv gespritzt und gesprüht, was die Düsen nur hergeben. Und das ist einfach mal zu viel des Guten. Finde ich.

    In meiner Wohnung renne ich doch auch nicht zweimal täglich mit dem Desinfektionsmittel rum. Weils dann Hautkrankheiten, Allergien und sonst noch was gäbe. Und wenn es mal dreckig oder kalkig oder so ist - verwende ich ja auch nicht gleich die chemische Keule - sondern versuche erstmal natürliche Mittel.

    Und meinen Körper bepinsel ich auch nicht laufend mit allen möglichen Mitteln - sondern nehme nur was, wenn es Not tut. und dann möglichst was Natürliches. Nur bei schlimmeren Krankheiten oder wenn die anderen Sachen nicht mehr helfen oder so - dann eben "echte" Medikamente.

    Und ich persönlich gebe lieber (falls es wirklich mal teurer ist) etwas mehr Geld aus - und habe aber dafür auch das gute Gewissen, wertvolle und gesunde Nahrungsmittel zu kaufen.

    So jedenfalls sehe ich das. Aber das ist ja nicht die einzige Sichtweise - und das ist ja auch grds. gut so. ;-)

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Naja in meinem Studium (Agrarbiologie) lernen wir halt auch nochmal ein paar andre Sachen drüber.

    Ich hab hier übrirgens nochmal eine ganz andere - nicht ganzt ernst gemeinte - Meinung zum Thema Bio. Eigentlich wäre es ja was für die Gruppe "lustige Sachen" oder wie die heißt, aber das passt hier grade so gut dazu sehr gut

    Bio, wenn Ich das schon höre, Bio ist doch voll Retro, wir sind doch keine Höhlenmenschen mehr, die haben sich biologisch ernährt, aber die haben ja auch geologisch gewohnt und voll knorke biologische Felle aus Freilandhaltung getragen. Mach das mal Heute da steigen dir die Biofritzen aber aufs Dach. Mensch, wenn man aus Baumrinde und irgentwelchen Pilzen ein Erdbeeraroma herstellen kann das erdbeeriger als Erdbeeren schmeckt, wer braucht dann noch Erdbeeren? Seht das nicht falsch, Ich bin kein Naturfeind, im Gegenteil ich liebe die Natur, die Natur ist ne tolle Sache, sieht hübsch aus, schmeckt gut, brennt gut, hat schöne Dinge erfunden, leckere Gemüse, süße Öbste, leckere Tiere, alles was recht ist, sollte man es der Natur nicht dadurch danken dass man aufhört sie aufzuessen? Aber die Menschheit hat Angst vor dem Fortschritt, wenn jetzt ein dummes Flügelinsekt, dass sich mal lieber die Beine rasieren sollte, einen Enzymbrei auf seine Blütennektarvorräte kotzt und daraus wird dann zufällig Honig schreien direkt alle "Natur! Natur! Lecker! Lecker!". Wenn dagegen Menschen unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften und nach reiflichem Nachdenken, ausführlicher Verkostung und gründlicher Marktforschung aus Glutamat und Sägespänen wohlschmeckende Gerichte zusammenrühren, Sie sich also Gedanken machen und Mühe geben, dann ist das plötzlich Igittigitt. Und warum? Weil wir unseren Verstand eingesetzt haben anstatt einfach daruflos zu mümmeln was die Natur uns vor den Latz geknallt hat? Biopropaganda ist... Intelligensnegierung, warum hat die Natur uns denn das Gehirn gegeben wenn nicht weil sie selbst nicht in der Lage war zum Beispiel die Geschmacksrichtung "Schlumpfeis" hervorzubringen. Sie hat uns geschaffen um dieses Manko zu beheben.
    Im Übrigen esse Ich nur Fleisch aus Massentierhaltung, Ich finds nämlich total fies glückliche Tiere zu schlachten. Außerdem würde es die Tiere garnicht geben wenn Ich mit meinen Billigkäufen nicht den Bedarf an ihnen schaffen würde. Unsere hungrigen Mägen sind letztendlich ihre Lebensgrundlage und ist nicht jedes Leben besser als die Nichtexistenz? Und wenn mal was von übrig bleibt kann man aus den Rest ja auch auch noch Marmelade oder so machen, oder Knetmännchen, ist jedenfalls billiger als Knete aus dem Spielzeugladen, oder man dichtet ein paar Fugen damit ab, bei dem Preis.
    Des weiteren halte Ich mich aber auch streng an die Ernährungspyramide, ihr wisst schon das Ding das besagt man soll vorallem Getreideprodukte essen und nur ganz wenige Pralinen und Gummitiere und so. Also kommt beim mir auch hauptsächlich Fleisch auf den Tisch, Schweine, Rinder, Hühner, was gerade so anliegt, wird ja alles aus Futtergetreide hergestellt, Fleisch ist also so ne Art Getreidekonzentrat. Um nämlich ein Kilo Steak herzustellen braucht man etwa 125 Kilo Getreide. Und Bier natürlich!

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    *lach* Ist ja herrlich geschrieben! Echt!

    Dankeschön dafür!

    Und für Infos aller Art bin ich immer offen. Also falls Dir aus Deinem Studium doch noch was einfallen sollte ;-) - immer her damit!

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Ich habe mich gerade auch köstlichst über den Text "Bioprodukte" amüsiert. Der ist herrlich! Ich habe wirklich Tränen gelacht.

    Woher kommt der? Gibt es da noch mehr? Wer ist der Schreiber?

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    JA aber die Bauern sehen das nunmal anders Gänseblümin. Spritzt man Pestizide drauf wenn Schädinge schon da sind ist es meist schon fast zu spät.

    Außerdem sind die Bauern Wirtschafter und müssen auch auf ihre Kosten achten. Ich glaube nicht das sie das teurere Produkt meist vorziehen werden.

    Darüber hinaus: ist Bio heute nicht mehr gleich Bio. Und auch Bioprodukte rutschen durch ihre steigende Nachfrage immer mehr in den Negativbereich.

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Dat versteh ich nun jar nicht Bisonlein. Wieso is denn Bio nich mehr gleich Bio? Dat musste mir mal erklären bitte! Danke!

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Es gibt ja soviele Biosiegel. MAn sollte ich mal die Mühe machen und kucken was sich hinter denen alles verbirgt, Was die Bauern dürfen und was nicht. Daher komme ich auf diesen Trichter. Nur weil irgendwie was von Bio drauf steht, heißt das nicht, dass alles so passiert ist in der Lebensmittelkette wie wir uns das individuell vorstellen.

    Außerdem ist die Nachfrage auch so extrem gestiegen, dass die Landwirt nicht mehr mit dem gängigen "Bauernhofleben-Anbau" es garnicht mehr funktionieren kann. Es zu einer Art Massenproduktion mutiert. Das hat wiederrum die Folge das bestimmte Verfahren in der Produktion verändert werden müssen damit der BAuer (falls es sich dann überhaupt noch um diesen handelt) hinterherkommt mit der Produktion.

    DAs geht einfach logisch nicht. Ich weiß nicht. Da bin ich skeptisch.

    Man hat einfach nicht den Effekt wie von damals, was da wirklich Bio war: die Karotte die einfach ohne irgendwas in der Erde steckt und geerntet wird oder das Schwein das Jahre gemütlich im Matsch steht und leckeres Essen ißt und fröhlich ist...und dann aus dem Leben geht....

    Das kann man durch diese große Nachfrage alles garnicht verwirklichen...so ensteht dann auch bei Bio eine Massenproduktion...

    Für mich bedeuted Bio nicht nur: keine Chemie, sondern auch Eier oder Fleisch von Tieren die ein schönes Leben und auch artgerechtes Leben hatten/haben.

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Echt? Gibt es wirklich so viele Biosiegel? Ich kenne nur eines, nämlich das offizielle, was vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz nach EU-Norm zertifiziert ist. Was anderes kommt mir nicht in den Einkaufskorb. Andere Biosiegel kenne ich eigentlich nicht.

    Von welchen sprichst Du denn da, Bisonlinchen?

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