Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

Thema: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Es ist lustig, wie die Medien Menschen beeinflussen können.

    Dieser ganze Bio-Wahn ist doch der größte Schwachsinn den uns die Industrie hat auftischen können und die meisten sind drauf reingefallen. Ich meide jedes Bio Produkt im Supermarkt einfach aus Respekt den hungernden Menschen dieser Welt und werde es auch weiterhin tun!

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Das ist aber echt eine starke Polemik, die Du hier kund tust! Ganz starker Tobak allerdings!

    Die grüne Biowelle als Schwachsinn zu bezeichnen zeigt schon mal, dass Du wenig davon zu verstehen scheinst, denn wüsstest Du nämlich, dass nicht nur die Verbraucher gesündere und NATÜRLICHERE Lebensmittel bekommen, sondern auch die Erzeuger einen fairen Preis für ihre Produkte. So ist das nämlich.

    Und das Menschen auf der Welt hungern, hat so rein gar nichts mit der Biowelle zu tun. Menschen in Entwicklungsländern haben (im 20. Jhd.) schon immer hungern müssen, das war auch so, bevor die grüne Biowelle über die westliche Welt rollte. Guck Dir mal den Film "We feed the World" an, dann wirst Du nämlich erfahren, was das tatsächlich Problem des Hungerns in z.B. Afrika ist: ein Verteilungsproblem nämlich. Die Welt produziert tagtäglich genügend Lebensmittel, um alle Menschen auf dieser Welt satt zu machen. Nur kommen die Lebensmittel nicht immer an den richtigen Stellen an.

    Das Argument, Bio sei Gift für die Hungernden dieser Welt ist absoluter Blödsinn und miese Propaganda der konventionell arbeitenden Lebensmittelhersteller, die ihre Felle davonschwimmen sehen.

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Ich bin erst heute der Gruppe beigetrerten und habe die Beiträge in diesem Forum gelesen, auf Grund meier Erfahrung, Ich habe 55 Jahre auf einem Bauernhof gelebt, zunächst Landwirtschaft gelernt, und dann im Rahmen meiner Ausbildung zum Juristen als Referendar mit Lebensmittelüberwachung zu tun gehabt; möcht ich ein paar Gedanken zum Ausdruck bringen:

    Die hier geführte Diskusion ist desshalb schwierig weil die Sache komplex ist und jeder mit seineem Teilwissen irgentwo recht hat. Tatsächlich ist es so, dass jede Anbauform besondere Vor- und Nachteile hat. Biio steht für bestimmte Regeln beim Anbau, konventioneller Anbau bedeutet, dass jeweils der neueste Stand der Erkenntnise beim Anbau brücksichtigt wird, wobei auch Irrtümmer zu Fehlentwiklungen führen kann. Was die Unbedenklichkeit betrifft, sind die Gesundheitsrisken bei jeder Anbauform gegeben, bei Bioanbau entstehen andere Risiken etwa höhere Pilz und Gifpflanzenanteil, als bei Eisatz Chemischen Pflanzenschutzes, dafür weniger Rückstände, Bei beiden Anbauarten werden diese Risiken durch strenge Kontrollen so gering wie möglich gehalten.

    Zwischen diesen beiden Anbauarten gibt es den integrierten Landbau ( soviel Bio wie möglich, soviel Chemie wie nötig) Durch immer bessere Kontrollen werden unsere Lebensmittel immer risikoärmer, wobei auch hier nur vom derzeitgen Kenntnisstand ausgagen wird.

    Die Menschheit hat Jahrtausende überlebt mit größeren Belastungen wie heute. Wenn die Meinung vertreten wird, heute werde mehr geschummelt als früher stimmt das schon deshalb weil esunendlich mehr Vorschriften gibt die man übertreten kann, dafür waren die Folgen der Schummeleien damals schlimmer.

    Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass nach meiner Auffassung das Schüren von Ängsten schwerwiegenedere (psychische) Folgen hat, als die Risiken aus unserer gutüberwachten Nahrungsmittel.

    Ich könnt zu meinen Behauptungen viele Beispiele nennen, de aber den Rahmen hier sprengen würden, diese können im Einzelafall nachgetragen werden.



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  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Danke für deine Antwort karlanton. Mich würden aber einige Beispiele von dir schon interessieren, einfach um die Unterschiedlichen Aspekte besser verstehen zu können.

    @Urlauberin:
    Wenn du glaubst, dass Bio fairer sei, dann irrst du dich aber gewaltig. Wenn du wirklich Lebensmittel zu fairen Preisen haben willst, dann solltest du Produkte kaufen mit der Aufschrift Gepa, denn hier steht der faire Handel vor allem mit Entwicklunsländern im Vordergund. Allerdings wirst du überrascht sein, wie teuer dann eine "faire" Tafel Schokolade sein kann...

    Und es hat nichts mit Polemik zu tun, wenn man diese verdrehte Welt kritisiert. Du kaufst Lebensmittel ein, die man in gleicher Qualität für weniger Geld und mit geringer Nutzung von Agrarflächen haben kann. Aber nein, weil Gesund drauf steht rennen gleich alle, wie die bekloppten hinterher. Gleiches Beispiel ist der Schwachsinn mit Mineralwasser. Nur die wenigsten wissen, dass deutsches Leitungswasser gesünder und unbedenklicher ist als jedes Mineralwasser, dass man kaufen kann, egal ob es aus irgend einer Vulkanquelle kommt oder nicht... aber Hauptsache mehr Geld dafür ausgegeben, schließlich bewirkt dieser psychologische Effekt extrem viel, wie in vielen Tests bewiesen wurde.

  • Beispiele

    Lanny Du hast nach Beispielen gefragt, aber nicht gesagt zu welcher Behauptung: z.B. Rückstände bei Bio- Produkten, In bekannten Biobetrieben konnte die Milch nicht zu Käse oder Butter verarbeitet werden, wegen eines zu hohen Penescilingehaltes; dazu muss man wissen, dass Penescilin aus Schimmellpilzen gewonnen wird, diese kamen über Getreide iun die Kuh und in die Milch, ein anderes Beispiel Schwermetalle, diese können als Verunreinigungen mit organischem Dünger, aber auch mit bestimmten Mineraldünger auf die Felder gelangen, Sticksoffeintrag ins Grundwasser, ist bei Minelaldünger zwar möglich, bei Anreichrung im Boden durch Leguminosenanbau kommt es zu Konzenrationen die ein Vielfaches der Intesievsten Düngung ausmachen, bei Ginsterbewuchs sind Nitratüberschüsse von 600kg/ha gemessen worden. Oder interessiert Dich mehr Schwindel mit Nahrungmittel aus Omas Zeiten, etwa möchtegern Nobelrestaurants, die angammeltes Rindfleisch in einer Wildbeize zu "Wild" umfunktionier haben.

    Wie gesagt ich könnte die Beispiele beliebig erweitern, aber bitte konkret fragen: Auch muss man bedenken, dass der Körper in einem gewissen Umfang Bakterien braucht, die in größerer Zahl wieder kränk machen, andere Krankheitserreger braucht der Körper ständig um Wiederstandskräfte zu entwickeln usw.( Was uns nicht umbringt, macht uns härter)

  • Antwort: Beispiele

    Ich habe Beispiele "gegen" Bio-Produkte gemeint und du hast sie mir geliefert...

    Wow vieles davon war mir noch gar nicht bewust. Die negativ Auswirkungen von Massentierhaltung, Monokulturen usw. sind ja hinreichend bekannt, aber über Bio-Produkte wird geschwiegen als wäre es ein Heiligtum. Deshalb finde ich solche Beispiele wirklich sehr interessant. Wenn du weitere dazu hast, dann schreib sie bitte nieder, dass würde alle Bio-Fanatiker vielleicht mal die Augen öffnen.

    Was hälst du eigentlich von Genmanipuliertem Gemüse/Obst?

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    nur mal so als kleine Notiz am Rande. Das heißt Penecillin Gut

    ich finde bei gewissen Produkten kann und darf es gern Bio sein. Jedoch brauch ich keine Bionudeln oder so was...

    Genmanipuliertes Gemüse möchte ich jedoch nciht auf dem Teller haben, und ihr?

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Woher kommt eigentlich diese allgemeine Ablehnungshaltung gegenüber Gen-Gemüse und -Obst?

    Ist es die Angst vorm Unbekannten oder weil uns die Medien fleißig diese Angst eingeredet haben?

  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Hallo Lanny, die Frage nach Gen-Gemüse und -Obst beziehungsweise Gen-Pflanzen allgemein ist recht koplex. Zum einen eröffnet Genveränderung von Planzen Möglichkeiten von denen man früher nur träumen konnte, zum andern sind dem menschlichen Forscherdrang keine Grenzen gesezt, sodass hier sich schon erhebliche Gefahren auftun. Wenn eine Nutzpflanze Giftstoffe gegen Planzenschädlinge produziert, kann das auch in die Nahrungskette gelangen. Die eigntliche Gefahr besteht darin, dass sich diese Pflanzen durch die Besteubung mit herkömlichen Pflanzen kreuzen können, sodass eine unbeabsichtigte Verbreitung möglich ist.

    Wenn man dann noch herkömliche Nutzpflanzen zur Produktion von Arzneimittel nutzt, erkennt man, dass hier ein erhebliches Gefahrenpotenial steckt. Obwohl ich dieser Technologie durchaus positiv gegenüber stehe, habe ich schon Verständnis für die Ängste vieler Menschen zum einen, weil viele Menschen nur unzureichen informiert sind, zum anderen weil durch Unachtsamkeit, aber auch durch krimminelle Machenschaften eine tatsächliche Gefahr besteht.





  • Antwort: Noch ein Grund für Bio-Gemüse & Co.

    Ja Verständis für die Ängste habe ich auch. Wenn ich über die Kunst-Käse und Kunst-Schinken Debatten denke, die es im Moment gibt, weil aufgrund des Preisdrucks Firmen es vorziehen künstlichen Käse/Schinken zu verarbeiten ohne den Verbraucher in Kenntniss zu setzen, dann habe ich natürlich auch Angst davor, dass sie unzureichend erforschtes Gengemüse/Genfleisch auch einsetzen werden. Einfach aufgrund der Geldgier nach dem Motto "Koste es was es wolle" hauptsache es springt der maximale Gewinn bei raus.

    Einzig und allein davor hätte ich Angst, weil die Forschungsabteilungen sonst recht vorsichtig arbeiten und auch beim Genmais dafür gesorgt haben, dass die Pflanze nicht fortpflanzungsfähig ist.

    Bleibt dann nur die Frage, was passiert, wenn sie es durch Genmutationen auf ein Mal doch wird? ^^

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