Zwanglose und brutale Zahnspangen-Arten

Thema: Zwanglose und brutale Zahnspangen-Arten

  • Zwanglose und brutale Zahnspangen-Arten

    Liebe Zahnspangen-Opfer und Davongekommene,

    die fiesen Außenspangen, wie die hier im Thema „Zahnspange“ mit gleich 2 Opfern vertretene Gesichtsmaske (Delaire-Maske) und der umgekehrt wirkende Headgear, sind älter und primitiver als alle Arten Doppeldecker-Spangen (Aktivator, Bionator, Fränkel, Bimler, ..), die eine schmerzlose Hilfestellung zum Gesundwachsen leisten und damals auch meinen Überbiss des Kalibers „da passt ja ein Finger rein“ (ca. 10 mm) gesunden ließen. Selbst die sperrige Art Schuhspanner-in-den-Backentaschen (Funktionsregler nach Fränkel) ist da noch humaner und gibt sehr stabile Ergebnisse. Bei ihrer rechtzeitigen Anwendung wächst manchmal auch Platz für die Weisheitszähne, die in der heutigen Kieferorthopädie sonst nur Opfermasse sind.
    Aber dieser mittelalterliche Außenspangen-Schrott steigt beharrlich wieder aus der Gruft, in die er gehört, weil er mit den festen Bracket-Spangen so kompatibel ist.
    Vor 25 Jahren hatte erst 1 Schüler pro Klasse eine feste Spange oder Außenspange. Und in der DDR gab es bis zur Vereinigung praktisch keine festen Spangen. Normale Behandlungsdauer war damals 3 Jahre (schwere oder hartnäckige Fälle länger).

    Feste Spangen wälzen die Risiken von Schmerzen, Karies, Wurzelschäden und Verletzungen der empfindlichen Mundschleimhaut auf Kinder (und erwachsene Patienten) ab. Auch die in diesem Forum (sollte es hier nicht um Gesundheit gehen?) genannte Fa. Elmex bereichert sich am Drumherum des Bracket-Businesses.
    Sie formen die Zahnreihen oft unter Schmerzen weiter um, als es für ein ordentliches Gebiss wirklich nötig wäre. Zur Blütezeit der (kostengünstigeren) losen Spangen war man darauf beschränkt, nach der individuellen Anatomie des Patienten zu arbeiten.

    Ich habe meine damals immer freiwillig getragen (15 /24 h waren verlangt), und habe seitdem (bin jetzt 40) eine gesunde Zahn- und Kieferstellung. Nach dem Nachstellen waren nur einige Zähne einige Tage empfindlich (sie bekamen ja Erholungspausen) – bis sie dem Druck der Drähtchen nachgegeben hatten. Eine feste Spange beschert dagegen allen Zähnen nach jedem Nachspannen wochenlang schmerzhaft gequetschtes Zahnhaltegewebe.

    Hätte es damals schon Internet gegeben, hätten Zahnspangen-Forenbeiträge statt von Schmerzen, Brei essen, Kariesgefahr und hohen Zuzahlungen wohl mehr von der richtigen Psychologie gehandelt: wie motiviert man Kinder .... Patentrezepte für die richtige Kindererziehung heute kann ich zwar auch nicht geben, aber es hapert wahrscheinlich schon daran, dass Eltern und Kinder weniger Zeit als früher miteinander verbringen.

    MEHR DETAILS:
    Herausnehmbare Spangen sind ja nicht abgeschafft, und sind heute oft schicker und dünner als damals, ABER viele Kieferorthopäden lassen heute Funktionen daran weg, um allen Kindern (und nicht nur Problemfällen) eine profitable feste Spange hinterher einzubauen. So kommt es auch, dass, obwohl feste Spangen theoretisch schneller wirken als lose, die gesamte Behandlung nicht schneller wird (außer bei einigen teuren Spezialisten).
    Behandlungs-Beispiele mit Vollversionen loser Spangen stehen im Fallbeispiele-Kapitel meiner Seite
    www.sanfte-zahnklammern.de
    Frisch aktualisiert ist das Alternativen-Kapitel.

    Anders als Autohändler u.a. Verkäufer haben Ärzte einen Weißkittel-Autoritäts-Bonus. Auch solche, die nur die Methode anbieten, an der sie am meisten verdienen.
    Hier gilt es, einen Kieferorthopäden zu finden, der auch sanfter kann. Allgemein gilt dabei, je jünger der Patient, desto einfacher und kostengünstiger (also desto weniger profitabel pro Patient) ginge die Behandlung. V.a. bei Engständen sollte man früh mit losen Spangen die Kieferentwicklung anregen (bekannt waren sog. Dehnplatten zum wöchentlichen Weiterschrauben), statt nichts zu tun und später gesunde Zähne zu ziehen.

    Solche Kieferorthopäden, die erst anfangen wollen, wenn alle Milchzähne weg sind und die Zahnkarambolage komplett ist, wollen wohl auch nur allen Bracket-Spangen einbauen – egal, ob es leichtere Fälle sind, und wie kooperationswillig sie mit losen Spangen wären.

    Unklare Behandlungspläne sollten abgeklärt, und bei geplanten Brutalitäten weitere Meinungen eingeholt werden. Soviel Vorarbeit sollte eine so lange, teure Prozedur mit lebenslangen Folgen doch wert sein. Schon gemachte Röntgenbilder u.a. Unterlagen würden dabei weitergegeben. Notfalls geht auch ein späterer Wechsel bei laufender Behandlung (theoretisch kassengezahlt, praktisch manchmal nur mit Zuzahlung).
    Damit man nicht blind suchen muss, habe ich eine wachsende Weiße Liste mit derzeit ca. 90 sanfteren Adressen für Deutschland, und einigen drumherum. Aber nicht online, sondern nur telefonisch / per e-mail.

    Viele Grüße,
    Hordeotech

  • Antwort: Zwanglose und brutale Zahnspangen-Arten

    Also ich selber hatte eine feste Spange und ich hatte kein wochenlangen Schmerzen! Ich fand das gar nicht so schlimm.

    Dieser Beitrag hört sich für mich mehr nach einer Werbung, als Hilfe an!

  • Antwort: die verschiedenen Sicherheitsaspekte

    >Dieser Beitrag hört sich für mich mehr nach einer Werbung, als Hilfe an!<

    Dito. Wieviel wird heute für feste Spangen geworben und verharmlost. Nicht dass ich dir nicht glauben würde. NUR: man weiß nicht vorher, wie schlimm eine feste Spange wird. Und ist sie erstmal eingebaut, wird man sie schwer wieder los. Lose Spangen sind auch in dieser Hinsicht nicht so riksikgeladen.

    MfG, hordeotech

  • Antwort: Zwanglose und brutale Zahnspangen-Arten

    Also, ich muss auch sagen, dass ich zuerst eine feste Spange und dann eine lockere hatte. Und ich bin auch froh, dass ich eine Zahnspange hatte. Natürlich sind superschöne Zähne nicht so wichtig, weil weniger auch schon "funktionelle" Zähne? Gerade in der heutigen Gesellschaft, wo das Erscheinungsbild so wichtig geworden ist. Natürlich könnte man sagen: Das sind nur Äußerlichkeiten, aber es ändert nichts daran, dass Firmen darauf wert legen. Auch bei der Partnersuche ist ein wirklich schönes Gebiss von Vorteil ;-)

  • Die Konsumwelt der Oberflächlichkeit?

    Aaalso,
    (ich dachte, man kriegt hier eine Nachricht, wenn jemand antwortet?),

    in meiner Branche ist es egal, ob man schneeweiße Zähne in perfekter Stellung hat, oder nicht. Die Professorin hatte schiefe Zähne, mein Sportlehrer hat schiefe Zähne, und unsere Damen und Herren Politiker haben sicherlich auch nicht die perfektesten ...
    Wer sich zur Ware degradieren lässt, darf sich nicht wundern, irgendwann zum alten Eisen geworfen und entsorgt zu werden.

    Jedoch habe ich den Eindruck, dass Entscheidungsträger eher kräftige Kauleisten haben, und keine Mäuschen-Gebisse, wie sie leider oft nach Zähneziehen-und-feste-Spange resultieren. Rechtzeitige Anregung der Kieferentwicklung wäre bei Platzmangel die bessere Alternative.
    Nun bin ich selbstständig und habe als David gegen Goliath zwar ein Marketingproblem, aber glaube nicht, dass mir ein Kunde wegen meiner nicht-perfekten Zahnstellung oder -farbe wegläuft. Kiefergelenksprobleme, Knirschen oder Schnarchen habe ich nicht.

    Nebenbei, hört man immer noch von Kieferorthopäden, die – wie meiner damals - selber schiefe Zähne haben.
    Viele Grüße, hordeotech

  • Antwort: Zwanglose und brutale Zahnspangen-Arten

    Ich denke auch nicht, dass man jemanden grundsätzlich nicht mag, wg. seiner Zahnstellung, aber ich auch denke, dass, wenn mir ein hübscher junger Mann mit schönen Mundwerk über den Weg läuft, "ach, das ist ja mal was nettes".



© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen