Antwort zu Antwort: Herzinsuffizienz (Myokardinsuffizienz)
Antwort: Herzinsuffizienz (Myokardinsuffizienz)
Hallo joern!
Zweifellos gibt es Genmutationen, die mit der Anpassung des Körpers in Verbindung mit dem vorhandenen Genmaterial stattfinden. Aber unser Gehirn hat sich in den vergangenen Jahrhunderten nicht verändert. So zumindest habe ich es aus diversen Interviews mit Forschern in Wissenssendungen.
Es hat anscheinend lediglich seine Effizienz ausgebaut. Insofern kann ich Dir zustimmen, daß sich die Urreflexe wie z.B. Angstreaktionen nicht geändert haben. Eine komplette Neuordnung wird es in den nächsten Jahrhunderten vorerst nicht geben, da die Effizienzgrenze noch lange nicht erreicht ist.
Eine Art kollektives menschliches Gedächtnis gibt es jedoch nicht. Mutationen werden nur an Nachkommen weitergegeben, nicht an alle Menschen.
Verhaltensweisen, die wir nachahmen, also aufgrund von unseren oder anderer Erfahrungen, hängen jedoch damit nur teilweise zusammen. Zudem hast Du die Möglichkeit zu entscheiden, wen Du nachahmst oder gar eine völlig eigene Richtung einzuschlagen. Deshalb ist das Kind eines Rassisten nicht automatisch selber Rassist, selbst wenn die ganze Umgebung es ist.
Wie man sich verhält ist angeblich eine Kombination aus Genen, Psyche und Einfluß von außen. Grundreflexe sind genetisch, folglich ein universelles Fundament. Geistige Krankheiten, psychische Traumata und individuelle Erfahrungen im Guten und Bösen während der Kindheit und Jugend beeinflussen die Entwicklung der Psyche. Dazu kommen die theoretischen Werte, der Gesellschaft, in der man lebt und die praktische Realität.
Da Menschen aus gleichen Gesellschaften mit ähnlichen Erfahrungen vollkommen unterschiedliche Lebenswege einschlagen und Entscheidungen treffen, kann sich jedoch keiner mehr auf eine zwangsläufige Handlung berufen. Denn die letzte Entscheidung fällen wir selbst.
Und genau das ist freier Wille. Bewußt zu entscheiden, ob man etwas tut oder läßt. Dafür kann man sogar aus dem eigenen bisherigen Verhalten ausbrechen.
Insofern hat der Evolutionsbiologe Recht, was die Routine angeht, unbewußte Entscheidungen wie was esse ich jetzt oder Urtriebe. Jedoch den freien Willen hat er nie wirklich berührt.
Um zum Vergewaltiger zurückzukommen: niemand zwingt ihn eine Frau zu überfallen, ihr die Sachen runterzureißen, sie zu vergewaltigen und sie womöglich danach umzubringen oder ihr zu drohen. Nicht die menschliche oder männliche Genetik, nicht die schlimme Kindheit oder seine momentane Situation. Er entscheidet sich bei jedem einzelnen dieser Punkte für die Vergewaltigung.
Ein anderer Mann mit einer fast identischen Biographie sucht sich lieber eine Frau und führt ein erfülltes Familienleben.
Zum Glück sind nicht alle Menschen auf diese Art gleich.