Sprachtherapie

Thema: Sprachtherapie

  • Antwort: Sprachtherapie

    Hallo!

    Wie/Von wem wird eure Tochter denn tagsüber betreut? Also geht sie in den Kindergarten, ist sie bei der Oma oder sowas? Und wie lange ist denn da die Zwischenzeit, bis ihr daheim seid? Und was passiert dort an Förderung und Kommunikation?

    Oder ist sie allen Ernstes wirklich den ganzen Tag allein? Das kann ich mir nicht vorstellen. Sie braucht doch Betreuung und Aufsicht und eben einen Ansprechpartner.

    Mein Sohn war auch recht selbständig und in Einzelfällen mit 5-6 Jahren auch schonmal ein Weilchen allein daheim (und auch dann nur mit genug netten Nachbarn im Haus, wo er jederzeit hätte hingehen können) - aber nicht oft und schon gar nicht als Dauerlösung. Da ist ein Kind in dem Alter doch völlig überfordert - auch wenn es noch so "reif" und selbständig ist. Finde ich jedenfalls.

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

  • Antwort: Sprachtherapie

    Nachtrag:

    Also einerseits ist eine Tagesmutter, ein Babysitter oder sowas sicher eine Lösung für die Nachmittage. Und auch die Idee mit der Logopädin ist auf jeden Fall hilfreich.

    Parallel dazu finde ich es aber auch wichtig, dass ihr beide euch regelmäßig Zeit für sie nehmt. Das muss ja nicht jeden Tag sein - aber eben regelmäßig.

    Ich habe mir damals z. B. (ich war alleinerziehend - und brauchte meinen Vollzeit-Job also auch dringend) dreimal die Woche mind. 1 h für meinen Sohn Zeit genommen. Also z. B. am Mittwoch, am Freitag und am Sonntag oder so. Da haben wir dann das gemacht, worauf er Lust hatte: Bücher angucken ... was spielen ... spazierengehen ... herumalbern ... Seifenblasen pusten ... basteln ... usw. usf. Und dabei haben wir Lieder gesungen, kurze Reime oder Kindergedichte gelernt und vor allem einfach viel erzählt, Wortspielchen gemacht und so.

    Ihr seid sogar zwei Eltern - da lässt es sich doch ganz sicher irgendwie einrichten, dass jeder von euch ein- oder zweimal die Woche sich intensiv mit dem Mädel beschäftigt. Damit es auch seine Eltern kennt und kennenlernt - und ihr einfach eine echte Beziehung aufbauen könnt. Spätestens in der Pubertät werdet ihr diese dringend brauchen, denke ich mal so. ;-)

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

  • Dieser Beitrag wurde von Chrisi vor mehr als 4 Jahren gelöscht
  • Antwort: Sprachtherapie

    @ SisterHelp: Ich lese seit ca. 1 Jahr 1x in der Woche u.a. in einem Heim für sprachgestörte Kinder vor. ( oder lass auch die Kinder lesen, wenn sie möchten) Ich habe dort die Hortgruppen. Ein Teil der Kinder geht dort nur zur Schule und dann bis 16 Uhr in den Hort. Da habe ich auch durch Unterhaltungen mit den Erzieherinnen und der Heimleiterin gehört, dass es wirklich die unterschiedlichsten Ursachen dafür gibt. Auch da sind u.a. Kinder von Eltern mit akademischen Berufen. Das Wichtigste ist sicher, jetzt zu reagieren. Die Kinder sind dort in dieser Schule nur, bis der Fehler/ die Behinderung behoben ist und werden dann in die sog. normale Schule übernommen. Fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, finde ich immer richtig. Das entbindet einen selbst ja nicht von dem Beitrag, den man als Eltern selbst leisten kann. ( siehe auch Vorschlag von Gaensebluemin und eigene Erkenntnis von Dir und Deinem Mann)

    Ich lese außerdem noch in der kinderchirurg. Klinik "Gute-Nacht-Geschichten" vor. Da merke ich auch den Unterschied sehr deutlich. Dort muss ich mich jedoch oft wundern, wie wenig Interesse eigentlich die größeren Kinder am Lesen haben. Da haben auch viele erzählt, dass sie auch zu Hause nichts von den Eltern vorgelesen bekommen. Die Arbeit mit dem Buch ( es muss nicht immer "lesen" sein-siehe auch gaensebluemin) fördert die Sprachentwicklung sehr.

  • Antwort: Sprachtherapie



    Ursprüngliche Nachricht von gelsen

    @ SisterHelp: Ich lese seit ca. 1 Jahr 1x in der Woche u.a. in einem Heim für sprachgestörte Kinder vor. ( oder lass auch die Kinder lesen, wenn sie möchten) Ich habe dort die Hortgruppen. Ein Teil der Kinder geht dort nur zur Schule und dann bis 16 Uhr in den Hort. Da habe ich auch durch Unterhaltungen mit den Erzieherinnen und der Heimleiterin gehört, dass es wirklich die unterschiedlichsten Ursachen dafür gibt. Auch da sind u.a. Kinder von Eltern mit akademischen Berufen. Das Wichtigste ist sicher, jetzt zu reagieren. Die Kinder sind dort in dieser Schule nur, bis der Fehler/ die Behinderung behoben ist und werden dann in die sog. normale Schule übernommen. Fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, finde ich immer richtig. Das entbindet einen selbst ja nicht von dem Beitrag, den man als Eltern selbst leisten kann. ( siehe auch Vorschlag von Gaensebluemin und eigene Erkenntnis von Dir und Deinem Mann)

    Ich lese außerdem noch in der kinderchirurg. Klinik "Gute-Nacht-Geschichten" vor. Da merke ich auch den Unterschied sehr deutlich. Dort muss ich mich jedoch oft wundern, wie wenig Interesse eigentlich die größeren Kinder am Lesen haben. Da haben auch viele erzählt, dass sie auch zu Hause nichts von den Eltern vorgelesen bekommen. Die Arbeit mit dem Buch ( es muss nicht immer "lesen" sein-siehe auch gaensebluemin) fördert die Sprachentwicklung sehr.



    Habe ebenfalls ähnliche Beobachtungen gemacht, die teilweise schon soweit gehen, dass in manchen Bundesländern auf Gymnasien kein einziges Buch gelesen worden ist! Ich war ehrlich schockiert, als ich jene Person kennenlernte, weil es ja schon diverse Literatur gibt, die zur Allgemeinbildung zählen.

    Ich denke, man muss Kinder von klein auf für Bücher begeistern. Ein Buch ist etwas anderes als Lebertran, man kann als Kind also da viel mit Spass arbeiten, etc. Auch finde ich es schade, dass nur noch wenige Eltern sich die Zeit für eine Gute-Nacht-Geschichte nehmen. Das gehört doch einfach dazu, aber das schaffende Volk schafft heutzutage nicht mehr alles. Auch wenn es verlangt wird. Es ist halt schwer, da den richtigen Pfad zu finden.

  • Antwort: Sprachtherapie

    Ja, das stimmt. Ich könnte bei diesem Thema auch immer ein bisschen "heftig reagieren"....weiß auch nicht... Ich habe auch die Wirkung des vielen "Geschichtenerzählen und Vorlesen" beim Unfall meiner Tochter ( als sie 5 war) festgestellt. Sie war 4 Wochen bewußtlos. Als ich auf der ITS ihr die Geschichten vorlas, die sie schon kannte, waren deutliche Reaktionen ( Bewegung der Augenlider und heftigere Atmung ) zu erkennen. Wenn ich aufhörte, hörten auch die Reaktionen auf. Allerdings klappte das auch bei Liedern, die ich ihr vorsang und die sie schon kannte.

    Das hat mich dann später sehr beeinflusst. Deshalb bin ich auch dem Verein beigetreten, der sich damit beschäftigt, Kindern die Bücher wieder näher zu bringen. Man merkt aber, dass es nur da leicht ist, wenn die Kinder eben auch sonst sich mit Büchern beschäftigen. Ansonsten dauert es....

    In der Schule , auch am Gymnasium, habe ich bei meiner Tochter auch festgestellt, dass dort die Literatur recht stiefmütterlich behandelt wurde. Habe mich da stellvertretend immer über einen Aufsatz lustig gemacht, der da im Deutschunterricht geschrieben wurde. Der hieß: "Das Ende eines Joghurtdeckels". ( hätte vielleicht eher in ein anderes Fach gepasst) Aber Bücherlesen, Nacherzählungen, Verwendung von Sekundärliteratur u.s.w. fand nicht statt. Nur 1x Steven King: "Friedhof der Kuscheltiere" am Gymnasium.

    ....den richtigen Pfad zu finden....als schaffendes Volk...: ja aber wenn mehrere Bezugspersonen für das Kind vorhanden sind, findet sich doch sicher immer einer, der mal Zeit zum Lesen oder zum Geschichten-Erzählen hat. Und als Elternteil muss man dann vielleicht Prioritäten setzen...Mein Mann und ich haben beide studiert ( allerdings nacheinander) und es ging auch. gaensebluemin als alleinerz. Mutter schafft es auch...und es gibt bestimmt noch mehr Beispiele hier...

    Das Motto meines Vereins lautet: "Überall ist Platz für eine Geschichte"

    und wenn ich mir Alltagssituationen vorstelle, glaube ich das auch: im Auto bei längeren Autofahrten, im Wartezimmer, als Ritual vorm Zubettgehen, beim Spazierengehen, im Lokal, wenn man aufs Essen warten muss, beim "Badengehen" im Bad oder am Strand u.s.w. (allerdings muss man die Geschichten dann wenigstens vorher selbst gelesen haben, wenn man sie erzählen will ;-) ) Denke allerdings auch, dass das -einfach nur Erzählen- in den Familien überhaupt ein Problem ist, da immer weniger Zeit zu bleiben scheint. Aber: woher sollen es die Kinder denn sonst lernen, richtig zu reden. Habe mal den Vortrag eines Neurologen aus Freiburg gehört. Der hat eine größere Arbeit zu diesem Thema vorgetragen. Seinen Untersuchungen zufolge, sind zu über 80 % die Eltern an diesem "Dillemma" schuld.

    Also können wir uns alle nur MÜHE GEBEN !

    -Du meine Güte, und das zum frühen Morgen ! So viele Worte, wo ich doch ein Morgenmuffel bin...

    Schönen Wochenanfang!

  • Bücherliebe?

    Hallo!

    Hmmm, dass ich besonders Dir, gelsen, zustimme, ist sicher eh klar. ;-)

    Und dennoch ist man als Mutter (oder eben Eltern) nur EIN Einfluss auf das Kind. Das musste auch ich leider einsehen.

    Ich habe meinem Sohn nun (würde ich sagen) relativ viel vorgelesen. Abends immer ein Mini-Kinderbuch ... oder eine einzelne Geschichte aus einem größeren ... und ab ca. 4-5 dann längere Geschichten in Fortsetzungen: Astrid Lindgren, Erich Kästner, Michael Ende, Sven Nordqvist, Grimm, Hauffe, Andersen, Musäus, Janosch, Wilhelm Busch, Leselöwen usw. ... meine Kinderbücher von früher ... später dann Karl May, Charles Dickens, Jules Verne, Isabell Allende, Alexandre Dumas, Jack London, Sir Arthur Conan Doyle usw. usf. Im Wartezimmer bei Ärzten ... beim Zugfahren ... im Urlaub (wo ja kaum Haushalt zu erledigen ist) ... bei irgendwelchen Freunden zu Besuch (da immer gleich auch den anderen Kindern mit - die das liebten) ... egal, jedenfalls oft mehrmals täglich. Und er hat es geliebt! Noch als er 12 war, habe ich jeden Abend vorgelesen (außer ich war grad nicht da) - und vor allem noch immer im Urlaub + auf Reisen. Wenn wir die Rucksäcke oder Koffer packen - gehört immer auch mind. 1 dickes Buch hinein, ohne geht gar nicht. Als er selbst lesen lernte - haben wir auch immer mal abgewechselt. Er konnte gut lesen - keine Frage. Und auch er schaut nicht nur zu Wikipedia, wenn er was recherchiert - sondern auch oder gar erst in unsere Bücher.

    Doch meine Liebe zum Lesen hat er nicht wirklich "geerbt". Nun ist er 14 - und hat die ganzen Jahre nie wirklich selbst gelesen. Er findet Bücher toll, liebt Geschichten, interessiert sich für vieles - solange sie ihm vorgelesen werden oder er nur kurz was nachschlägt. Einzig seine Geolino - die las er im Laufe des Monats dann wirklich durch. Vielleicht, weils kein Buch ist - sondern "nur" eine Zeitschrift? Er ist ein Kind des Computerzeitalters - trotz meines "guten Vorbildes". Was sich auch niederschlägt: Er kann sich mündlich super ausdrücken, hat einen enormen Wortschatz, hält tolle Kurzvorträge und spricht auch wirklich prima - schriftlich aber ist sein Ausdruck eher mies und die Rechtschreibung erst Recht. Erst jetzt so seit etwa einem Jahr beginnt er, selbst Bücher zu lesen, weil er Wolfgang Hohlbein entdeckt hat. Und nun wird auch sein Schrift-Deutsch langsam besser.

    Ich beklage mich nicht, ich freue mich, dass Bücher zumindest eine Art feste Größe in seinem Leben sind und er immerhin jetzt doch selber liest - ich möchte aber damit sagen, dass man eben nicht der einzige Einfluss ist/bleibt. Was keine Entschuldigung ist, es gar nicht erst zu versuchen - denn eben gerade gegen den massiven (und oft eben eher ungünstigen) Einfluss von außen braucht es die Eltern (+ Großeltern, Paten o. ä. - sofern vorhanden), die dann eben "noch stärker" ihre Positionen und Werte vertreten und leben. Und wenigstens hat er durch mich einen großen Fundus an Geschichten, Bildern, Vergleichen, Stilmitteln und so im Kopf - die wir auch immer gern mit in Gespräche und Diskussionen oder so einbeziehen und aktualisieren.

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

  • Antwort: Sprachtherapie

    Na, das ist mir schon bewusst. Jeder kann es nur versuchen und sich Mühe geben. Die Einflüsse von aussen sind sicher nicht zu vernachlässigen....

    Im Übrigen ist es mir oder uns mit Musik so gegangen. Schon mit 3 Jahren haben wir unsere Tochter zu Konzerten mitgenommen ( kindgerechte Konzerte, wo man herumlaufen konnte, das Kind abwechselnd "huckepack" nehmen konnte, auch reden durfte und die Musiker anfassen konnte u.s.w.)

    Dann später halt altersentsprechende Angebote genutzt. Zu Hause auch klassische Musik gehört. Aber das hat überhaupt keinen Einfluss gehabt. Sie hat bis heute nix mit "klassischer Musik am Hut" um es mal so zusammenzufassen.

    Und was den Erfolg unserer Bemühungen angeht wird man sehen. Ich kann mich an eine Zeit erinnern, in der meine Tochter 2 Jahre gebraucht hat, ein bestimmtes Buch zu lesen. Während meines Studiums habe ich selbst auch wenig anderes ,außer Fachbücher, gelesen. Es wird immer solche und solche Zeiten geben, denke ich. Aber wenn der Grundstein gelegt wird, finden unsere kids dann sicher später, wenn die Zeit reif ist, besseren Zugang zu Büchern und finden es sicher normal auch ihren Kindern vorzulesen.

    Und der Grundstein ist doch bei Dir gut gelegt worden, denke ich -Gut



    ( war übrigens gerade Laufen, war sehr schön und meine Freundin konnte Sorgen mit ihren Zwillingen los werden... und ich habe ihr von Euch hier erzählt)

    einen schönen Montag...

  • Antwort: Sprachtherapie

    Redder hat es schon geschrieben,ich möchte es aber noch mal aufgreifen,ist abgeklärt was es nicht sein kann,also zb Hör oder Wahrnehmungstörungen,ADHS usw

    Ich würde reale Selbsthilfegruppen wie Eifer ev usw kontaktieren





© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen