Thema: Mein Onkel und seine Mutter

  • Mein Onkel und seine Mutter

    Hallo!

    Mein Onkel ist 29 Jahre alt und ist mit dem Down-Syndrom auf die Welt gekommen.

    Er lebt seitdem bei seiner Mutter, die ihn liebevoll umsorgt, allerdings fing er vor ein anderthalb Jahren einfach so an, wie ein Furie abzugehen. Er schrie teilweise über Stunden hinweg, und raubte meiner Oma damit den letzten Nerv! Die ganze Verwandtschaft war dann schon leicht angenervt, allerdings als wir dann mit ihm zum Arzt gingen, verschrieb der nur Tabletten, wovon mein Onkel nur schläfrig und leicht agressiv wurde. Er nimmt jetzt nur noch Johanniskraut, aber im Prinzip hat sich nicht viel geändert und meine Oma musste deswegen auch schon zum Therapeuten, da sie echt am Ende ist.

    Ich kenne mich mit dem Krankheitsbild nicht so richtig aus, aber ist das vielleicht eine typische Entwicklung?

    Vor allem: Er benimmt sich besonders in der Gegenwart seiner Mutter so "kindisch", aber wenn er nur unter uns (den restlichen Verwandten) ist, dann ist er ganz normal!

  • Antwort: Mein Onkel und seine Mutter

    Weiß denn hier niemand was? Sehr schlecht

  • Dieser Beitrag wurde von maus vor mehr als 4 Jahren gelöscht
  • down-syndrom kreischen

    Hallo,

    um etwas zum Thema zu sagen, müßte ich wissen, wie schwer sich die Trisomie 21 auswirkt. Die Schwere der Behinderung kann von sehr leicht bis schwerstbehindert reichen. Manche Menschen mit DS können den Grundschulsabschluß schaffen, andere können evtl. nicht einmal die Sprache beherrschen. Ist das evtl. bei dem 29jährigen Betroffenen ebenfalls so? Auf jeden Fall ist es eine "Äußerung" + zeigt, daß der behinderte Mensch ein Bedürfnis äußern möchte, jedoch dafür nicht die richtige Kommunikationsform findet.

    Grüße von angmartina

  • Antwort: Mein Onkel und seine Mutter

    Naja, ich würde behaupten, dass er die Grundschule schon hätte machen können, aber wirklich was rausgekommen, wäre da wahrscheinlich auch nichts. Gibt es denn bestimmte Skalen, wie man die Schwere einteilt? Ich würde schon behaupten, dass es sich bei ihm schon relativ schwer aufzeigt, aber so genau einschätzen kann ich das jetzt auch nicht. Er ist ja so ziemlich der einzige mit DS, den ich kenne...

    Normalerweise kann er sich schon äußern, aber es steht ja im Bezug zu seiner Mutter: Insbesondere in ihrer Anwesenheit, wird er in den letzten Monaten zum kleinen Trotzkopf! Als ob er ihr das Leben schwer machen will...

  • Mein Onkel und seine Mutter

    Was Sie von Mutter + Sohn schreiben, zeigt ganz deutlich, daß der junge Mann - unabhängig von der Schwere seiner Behinderung - etwas ANDERES (als das was bisher läuft) möchte. Da ich die familiäre Situation nicht kenne, rate ich dringend zu einem Beratungstermin bei der Lebenshilfe und sozialpädagigische Einzelbetreuung des jungen Mannes im Rahmen der Ambulanten Familienhilfe der Lebenshilfe e.V.(die entspr. Beratungsstelle erfahren Sie über www.lebenshilfe.de ).

  • Antwort: Mein Onkel und seine Mutter

    Ich habe viele Jahre unseren schwerstbehinderten Sohn betrwut (kein Down).
    Ich kenne solche Phasen. Ich mußte lernen, etwas loszulassen.
    Nach großen Schwierigkeiten hatten wir dann die Möglichkeit ihn 4 Stunden am Tag in eine Fördergruppe der Lebenshilfe zu bringen.
    Das hat uns beiden unheimlich gut getan. Meinem Sohn hat es in der Gemeinschaft ausnehmend gut gefallen und ich habe die freien Stunden auch genossen.

    Christel

  • Antwort: Mein Onkel und seine Mutter

    Er vertrug die Medikamente nicht die ihm sein Arzt verschrieben hat, ich rate euch mit dem Arzt zu reden, dass er ihm etwas andere verschreibt. Denn Johannis hilft zum beispiel bei einer leichten Depression, es ist ein natürliches,leichtes Präparat und in meinen Augen nicht sehr wirksam für ihn.

  • Antwort: Mein Onkel und seine Mutter

    Danke für eure Beiträge.

    Mittlerweile sind beide in einer gemeinsamen Therapie, die Gründe für sein Verhalten sind zwar noch nicht ganz geklärt, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung!

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