Thema: so hab ichs erlebt

  • Re: so hab ichs erlebt

    Tja, ich bin ein doppeltes Scheidungskind. Mit meinem ersten Lebensjahr hat sich meine Mutter von meinem leiblichen Vater getrennt. Klar, ich habe da nicht so viel mitbekommen, aber trotzdem ist es sehr traurig. Bis zu meinem dritten Lebensjahr hab ich dann bei meinem Vater gelebt. Danach hat mich meine Mutter abgeholt und mich in die neue Familie gebracht. In ihre neue Familie. Sie hat einen neuen Mann kennen gelernt, den ich heute Papa nenne. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich mit meiner Mama und meinem neuen Papa im Bett lag und ich sie beide immer mit Vornamen genannt habe. Meine Mutter hat dann immer gesagt: Nein, wir sind deine Eltern. Das ist Papa und ich bin deine Mama. drei Jahre später haben sie geheiratet. In der Zeit und auch schon in der Zeit vor der Hochzeit habe ich Bettgenässt. Bis zu meinem 11. Lebensjahr. Die Psychologen meinten, dass es wegen meinem biologischen Papa sei und weil meine Mama und mein neuer Papa mir nicht genug Liebe geben. Meine Mama hat sich immer vor der Wahrheit gedrückt. Heute weiß ich, sie gab mir zu wenig Liebe. Und warum ich aufgehört habe, Bett nachts zu nässen? Wir sind in eine Nagelneue Wohnung gezogen. Ich fühlte mich einfach gut und frei. Fühlte mich geliebt. Nicht von meinen Eltern, aber von damaligen "Freunden". Ach ja, meinen richtigen Papa hab ich seit meinem dritten Lebensjahr nicht mehr gesehen. Nun ja so lebte ich einige Jahre glücklich und zufrieden. Bis zu meinem 14. Lebensjahr. Ich wusste, dass meine Mama immer mal wieder Affairen hatte. Aber dann hat sie sich von meinem "Papa" getrennt. Wegen einem anderen Mann. Sie ist dann 200 km weit weg gezogen. Ich bin mit ihr mit gezogen. Es ist ja schließlich meine leibliche Mutter. Außerdem hat mein Papa immer Männer eingeladen, zum Bier trinken. Ich hatte da einfach Angst. Sie wollten, dass ich auf ihrem Schoß mich hinsetze oder sonst was. Haben mich auch teilweise unsittlich berührt oder mir Komplimente gemacht haben, à la hast du eine schöne Oberweite. Was dann davon die Folgen waren, weiß ich nicht. Danach ging es auf jeden Fall berg ab. Mobbing, ständiger streit mit meiner Mutter, sogar rohe Gewalt. versuchte Vergewaltigung. Heute lebe ich ohne Eltern.

  • Antwort: so hab ichs erlebt

    das ist ja eine krasse geschichte!

    hast du den noch jeglichen kontakt zu deinen eltern?

  • @ Chrisi

    Nein Chrisi, ich habe überhaupt keinen Kontakt zu ihnen. Ich weiß, dass meine Mutter, mit ihrem neuen Mann und ihrem Kind, das so ca 2-3 Jahre alt sein dürfte, in die Nähe gezogen ist. Mit in der Nähe meine ich eine Stadt, die ca 8 km von mir entfernt ist. Und ehrlich gesagt, ich habe Angst, dass ich sie wieder sehen könnte.

    Zu meinem Stiefvater habe ich kaum Kontakt, wenn ich den einmal im viertel Jahr sehe ist das oft. Aber ich habe auch gar keine Lust, Kontakt zu ihm zu haben. Auch wenn es mir Leid um meine beiden jüngeren Schwestern: 10 un 8 Jahre tut, aber ich werde immer nur ausgenutzt und wie der letzte Penner läuft er auch noch rum und das sagt jeder, der ihn mal sieht.

    Ich lebe zur Zeit bei den Eltern meines Stiefvaters, aber ich bin froh, wenn ich hier raus bin. Ständig das genörgel und gefragt werde ich auch ständig, wann ich denn mal ausziehen will. Deswegen geb ich alles, dass ich meine Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen und dann endlich zur Ruhe kommen kann, in meiner eigenen schönen Wohnung. Und mein eigenes Leben führen kann.

    Wenn es die Möglichkeit gäbe, dass ich in eine WG ziehen kann, würde ich das sofort machen.

    Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe null Kontakt und ich bin auch froh darüber, auch wenn ich gerade vor hab, evtl meinen leiblichen Vater mal kennen zu lernen, da ich den ja seit meienm 3. Lebensjahr nicht mehr gesehen hab.

  • Antwort: so hab ichs erlebt

    was glaubst du, wirst du wieder fühlen, wenn du deine mutter zufällig wieder triffst?

    ich kann mir denken, dass du auf den kontakt keinen wert legst, aber willst du, dass es ewig so weiter geht?

  • Antwort: so hab ichs erlebt

    Hallo ihr Lieben!

    Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 2 1/2 Jahre alt war. Mein Vater hatte hinter dem Rücken meiner Mutter etwas mit einer 13 Jahre jüngeren Arbeitskollegin von ihr... er wollte sich nicht scheiden lassn und hätte eine zeit lang wohl am liebsten beide Frauen gehabt... Naja meine Mutter wollte jedenfalls, dass mir nichts fehlt und deshalb war ich an Wochenenden bei meinem Vater. Später auch mal unter der Woche. Jetzt woch erwachsen bin und die Sache über 20 Jahre her, muss ich ehrlich zugeben, dass dieses Gezerre an mir garnicht gut für mich war. Ein einziges Zuhause hätte besser dazu geführt, dass mir nichts fehlt.

    In meiner Therapie musste ich herausfinden, dass die frühe Trennung sehr wohl spuren hinterlassen hat, in Bezug auf die Entwicklung von Vertrauen zu anderen - auch heute noch. Außerdem habe ich zwar inzwischen eine eigene Wohnung, bin aber ständig ruhelos und möchte alles gleichzeitg richtig perfekt machen...

  • Antwort: so hab ichs erlebt

    würdest du also behaupten, dass du erst im nachhinein "spuren" feststellst? das ist schon krass... oder? ich mein, wenn man glaubt, alles zu haben und dann feststellt, dass da doch was "war" ist schon hart. ist bei mir ähnlich, nur nicht in form einer scheidung.

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