Wespengiftallergie
Hallo, ich habe eure Diskussion verfolgt und weil ich selber betroffen bin, möchte ich euch meine Geschichte erzählen.
Ja, es gibt eine Allergie gegen Wespengift. Ich reagiere darauf mit dem Anstieg des Histamins im Körper, dem sicheren Nachweis einer Allergie. Ich bekomme einen anaphylaktischen Schock (Kreislaufkollaps; Atembeschwerden, weil der Kehlkopf anschwillt; der ganze Körper bekommt Ausschlag und Pusteln und schwillt an; Lymphknote schwellen an), wenn mich eine Wespe sticht. Letztmalig geschehen vor ca. 3 Jahren. Wegen der Lebensgefahr habe ich mich zur Desensibilisierung entschlossen. Das war eine Woche Krankenhaus und täglich megrere Giftinjektionen unter Abschirmung von Kortison und Antihistamina. Danach ambulante Therapie, erst wöchentlich zur Injektion, dann 14-tägig, danach monatlich. Die ganze Therapie dauert 3 Jahre. Ich bin fast fertig, zum Schluss wird nochmal die Reaktion des Körpers ermittelt und festgestellt, ob die Therapie genutzt hat.
Ich habe ein Notfallset, das aus Antihistamin- u. Kortisontabletten sowie einem Autoinjektor mit Epinephrin besteht. Sollte mich eine Wespe stechen, muss ich zuerst die Tabletten nehmen. Bringen die nichts, muss ich mir das Epinephrin spritzen. In jedem Falle muss ich sofort zur Notfallbehandlung.
Auch wenn die Desensibilisierung langwierig und unangenehm ist, würde ich jedem Wespengift-Allergiker dazu raten. Die Allergie ist zu gefährlich, die Reaktionen nehmen mit jedem Stich zu. Irgendeiner kann dann doch der letzte sein!