Antwort zu Blutalkohol
Hallo, das sind zwei ganz verschiedene Sachen.
Beim Blutabnehmen nimmt man zur Untersuchung des Patienten Blut ab, meist nur einige Röhrchen.
Beim Blutspenden werden meist 400-600ml abgenommen. Die Spender müssen vorher einen Gesundheitscheck machen, der Eisenspiegel muss in Ordnung sein. Man darf keine chronische Krankheiten (z.B. Hepatitis, HIV) haben und muss auch unterschreiben, dass man keine Drogen nimmt. Schwangere und Stillende dürfen nicht spenden. Das Mindestgewicht des Spenders sollte bei 50kg liegen.
Unser Körper besitzt die Fähigkeit, seine Blutproduktion selbst zu steuern. Die roten Blutkörperchen (die Erythrozyten) leben etwa 120 Tage, danach gehen sie kaputt und der Körper produziert neue. Dieser Prozess läuft ständig ab. Wenn nach einer Blutspende zuwenige Erys vorhanden sind, kurbelt der Körper die Neuproduktion wieder an. Dies geschieht übrigens über ein bestimmtes Hormon: Erythropoetin (kurz EPO).
Die Erys sind extrem wichtig für die Sauerstoffversorgung des Körpers, besonders das Gehirn. Deshalb fühlt man sich nach einer Spende manchmal kurzfristig schlapp und müde. Aber der Körper kriegt das schnell wieder in die Reihe.
Außerdem sollte man sich klar machen, dass nach einer Spende etwa 500ml weniger Flüssigkeit in den Gefäßen ist. Da sinkt der Blutdruck zwangsläufig und man fühlt sich nicht so super, wie man es gewohnt ist.
Ich gehe auch regelmäßig spenden und finde gut, dass man anderen helfen kann. Jeder, der die Kriterien erfüllt, sollte spenden gehen. Es ist ein Akt der Nächstenliebe.
Vor ca 1 Jahr fühlte ich mich auch immer total schlapp, bis mein Hausarzt einen hohen Eisenmangel gefunden hat. Zuerst versuchte ich ihn mit eisenhaltigen Lebensmitteln wieder in den Griff zu bekommen, leider ohne Erfolg :o(. Es dauert ja auch einige Monate, bis das Eisen im Körper wieder einen normalen Wert hat und stabil bleibt. Jetzt nehme ich seit 4 Monaten ein eisenhaltiges Medikament und langsam geht es wieder aufwärts. 
