Patientenverfügung - Ja/Nein?

Thema: Patientenverfügung - Ja/Nein?

  • Patientenverfügung - Ja/Nein?

    Langsam wird man alt, man ist nicht mehr im besten Alter und muss sich langsam fragen, was passiert, wenn es mal nicht so gut läuft, wie jetzt vielleicht!

    Mich würde Ihre Meinung dazu interessieren.

    Ich habe mir schon öfter darüber Gedanken gemacht, wenn ich mal von dem Fall ausgehe, dass ich irgendwann ans Bett gefesselt bin, immer Pflege brauche und das Leben um mich herum garnicht mehr mitbekomme, dann würde ich nicht mehr leben wollen. Ich würde doch nur meiner Familie zur Last fallen, hätte auch nichts vom Familienleben und die Familie nichts von mir! Für mich wäre das ein Grauen, wenn ich nur daran denke.

    Hat jemand schon Erfahrung gemacht? Auch im Gespräch mit seinen Angehörigen?

  • Antwort: Patientenverfügung - Ja/Nein?

    Ich kann verstehen, dass du darüber nachdenkst. In den letzten Jahren hat meine Mutter immer mehr abgebaut, und es wird auch nicht besser. Irgendwann wird sie auch zu einem Pflegefall, wenn der liebe Gott sie nicht schon gnadenvollerweise vorher zu sich nimmt. Und da habe ich anfangen, ebenfalls darüber nachzudenken. Ich sehe das genauso wie Sie! Nur muss man bei sowas ja mehr beachten, als einem lieb ist, da z.B. das Testament als solches nicht zählt!

  • Antwort: Patientenverfügung - Ja/Nein?

    Das wissen wahrscheinlich die meisten Menschen nicht, die über sowas nachdenken!

  • Antwort: Patientenverfügung - Ja/Nein?

    Ich habe mir auch schon eine machen lassen. Ich will eine schwere Entscheidung ja auch nicht auf meine Verwandte abwälzen. Das ist irgendwie ungerecht, denke ich!

    Ich habe auch schon mit meinen Kindern darüber gesprochen, sie verstehen meine Beweggründe, auch wenn sie mich gerne pflegen würden, wenn es hart auf hart kommt, aber wenn ich es sowieso nicht aktiv mitbekomme, dann hat das Leben für mich keinen Sinn.

  • Antwort: Patientenverfügung - Ja/Nein?

    Hallo, ich habe auch schon oft über eine solche Verfügung nachgedacht, denn ich möchte es meiner Familie nicht zumuten in solch einer Situation zu entscheiden, was mit mir passieren soll. Sterbehilfe ist ja in Deutschland nicht erlaubt, aber wenn der entsprechende Patientenwille dokumentiert wurde, dann ist die legale Sterbehilfe möglich. Wenn ich dann nur noch von geräten abhängig bin, dann möchte ich auch nicht mehr leben, auch um meiner Familie keine Last zu sein.

  • Antwort: Patientenverfügung - Ja/Nein?

    Hallo Alois, vor ettlichen jahren ist meine Oma in einem Pflegeheim (ich sag mal elendig) gestorben. Meinen Vater hat das besonders mitgenommen. Klar, es war ja seine Mutter.Damals hat er mir gesagt, das er so nie enden will.... Ziemlich genau vor 4 Jahren ist mein Vater dann mit Gehirnbluten zusammen gebrochen. Bis dahin hatte sich aus unserer Familie niemand Gedanken über eine Patientenverfügung gemacht. Mein Vater konnte kaum sprechen, die rechte Seite nicht bewegen und solche Sachen wie schlucken oder essen schon mal gar nicht. Für meine Mutter und mich war ziemlich klar, das er (wenn er es überlebt) als Pflegefall würde leben müssen. Ob zu Hause oder in einem Heim, die Entscheidung haben wir nicht treffen müssen.... aber dazu später mehr. Aus dem Krankenhaus wurde er nach 7 Wochen künstlichem Koma und 2 Wochen auf einer "normalen" Station in die Reha verlegt. Also wie ich meinen Vater da so haben liegen sehen, hat mich hart getroffen. Zu dem Zeitppunkt habe ich mir erinnert, das mein Vater gesagt hat, das er so nie enden will...ich muss dazu sagen, das mein Vater immer ein sehr agiler Mensch und sändig in Bewegung war. Zu dem Zeitpunkt habe ich schon über eine Patientenverfügung nachgedacht, aber nicht so intensiv; denn man hatte doch irgendwie andere Sorgen. Heute bin ich froh, das ich mich an die Worte meines Vaters erinnert habe und auch das ich die Kraft hatte ihm zu sagen, das er sich keine Sorgen um meine Mutter und mich machen muss und das ich denke, das er genau weiß, wie er in Zukunft leben muß. Und wenn er das nicht wollen würde, das er beruhigt "gehen" dürfte. Unglaublich. Mein Vater hat mich in den Arm genommen, als wenn er danke sagen wollte und eine Stunde später ist er schlußendlich an Herzversagen gestorben. Als dann alles, was dann so auf einen zu kommt vobei war und ich etwas zur Ruhe gekommen bin, hatte ich auch etwas mehr Zeit mir darüber mal Gedanken zu machen. Ich hatte auch lange Gespräche mit meiner Mutter darüber. Ich würde für mich nie so in einem Krankenhaus oder in einem Pflegeheim lieben wollen und habe mich entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen. Habe kurzerhand erkundigungen eingezogen,wie man da vorgehen muss und habe nun nächste Woche einen Notartermin um meine Patientenverfügung und mein Testament zu machen. Ich bin froh, das es sowas gibt. Finde es aber schade, das man alles gaz genau bennenen muß. Einfach Lebeneserhaltende Maßnahmen abzulehnen reicht ja leider nicht. Aber das werde ich zusammen mit dem Notar hinbekommen.



    So...auch wenn ich viel drumherum erzählt habe, wollte ich mal meine Meinung dazu kund tun.



    Lieben Gruß

    Kameo

  • Patentenverfügung ja/nein

    ich war froh das wir eine patientenverfügung/vorsorgevollmacht hatten als es meinen mann immer schlechter ging und keinerlei behandlung mehr angeschlagen hat. (für die ärztin im krankenhaus war er ja nur noch ein versuchskaninchen, ) er wollte dann auch nichts mehr, konnte selbst aber kaum noch sprechen, durch die verfügung konnte ich sagen schluß keine chemo mehr, ich nehme ihn mit nach hause. unsere hausärztin hat uns dabei auch sehr unterstüzt. und alles so geregelt wie mein mann das festgelgt hatte.sie meinte auch das es richtig so war denn alles andere wäre nur ein qualvolles verlängern von seinem leiden gewesen.so konnte er wenigstens noch ein paar wochen in der geborgenheit und liebe seiner familie verbringen.und er hat viel liebe von uns allen bekommen.er hatt sich zuhause auch merklich wohler gefühlt und konnte etwas zur ruhe kommen

    ohne patientenverfügung wäre er an maschinen gehängt worden was er absolut nicht wollte

  • Antwort: Patientenverfügung - Ja/Nein?

    Hallo!



    Ich bin für eine Patientenverfügung, habe aber selbst noch keine. Wenn ich eine anfertige, möchteich sicher sein, daß sie auch umgesetzt wird. Ich meine das wichtigste ist daher die Auswahl eines Betreuers, der dem gewachsen ist.

    Schöne Grüße

    f1

  • Antwort: Patientenverfügung - Ja/Nein?

    Ich arbeite seit 30 Jahren im Rettungsdienst und Krankentransport,so wie mancher Patient dahin siecht und vom Leben nicht mehr viel hat,so möchte ich nicht weiter leben z.B. mit Hilfe der künstlichen Ernährung.Als Patient im Wachkoma möchte ich nicht über Jahre in einem Heim leben müssen.Bei so dramatischen Not- oder Unfällen mit irreversible Schäden möchte ich mit Freuden gehen dürfen.Mein Sarg sollte schön bunt sein,die Kleidung an der Beerdigung in frohen Farben,die Todesanzeige nicht schwarz umrandet sondern in mediterranen Farben.Zum Abschluß sollten Ballone hochsteigen mit Wünschen und Gedanken der anwesenden Menschen.

    Liebe Grüße Christian



  • Antwort: Patientenverfügung - Ja/Nein?

    Das wichtigste was man machen sollte --und nicht erst weil man Angst vorm Alter hat auch i jungen Jahren kann ein Unfall oder eine böse Krankheit passieren .. wo man dann vll. nimmer selbst entscheiden kann ! Eine Patientenverfügung beinhaltet ja auch was man in so einer Situation möchte auch ohne sterben zu wollen !! Eine Person des Vertrauens muss benannt sein . die sich FÜR EINEN* einsetzt und redet!!! Nie vergessen eine 2 und gar dritte Person zu benennen denn es kan passiern das die erste person krank wird oder stirbt .. und dann kann der Patient der nimmer schreiben und reden kann -- nicht mehr neu bestimmen !!Die Person des Vertrauens hat somit das Recht sämtliche aufgeführten Wünsche usw .. zu erfüllen .. ebenso mit den Ärzten reden dürfen , was sehr sehr wichtig ist ! Denn sonst kann es nur der Vater oder Mutter . nicht mal die Geschwister dürfen es !! Es gibt gut Formulare die man mit einem hausarzt ausfüllen sollte.. !

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