Antwort zu Patientenverfügung - Ja/Nein?
Antwort: Patientenverfügung - Ja/Nein?
Hallo Alois, vor ettlichen jahren ist meine Oma in einem Pflegeheim (ich sag mal elendig) gestorben. Meinen Vater hat das besonders mitgenommen. Klar, es war ja seine Mutter.Damals hat er mir gesagt, das er so nie enden will.... Ziemlich genau vor 4 Jahren ist mein Vater dann mit Gehirnbluten zusammen gebrochen. Bis dahin hatte sich aus unserer Familie niemand Gedanken über eine Patientenverfügung gemacht. Mein Vater konnte kaum sprechen, die rechte Seite nicht bewegen und solche Sachen wie schlucken oder essen schon mal gar nicht. Für meine Mutter und mich war ziemlich klar, das er (wenn er es überlebt) als Pflegefall würde leben müssen. Ob zu Hause oder in einem Heim, die Entscheidung haben wir nicht treffen müssen.... aber dazu später mehr. Aus dem Krankenhaus wurde er nach 7 Wochen künstlichem Koma und 2 Wochen auf einer "normalen" Station in die Reha verlegt. Also wie ich meinen Vater da so haben liegen sehen, hat mich hart getroffen. Zu dem Zeitppunkt habe ich mir erinnert, das mein Vater gesagt hat, das er so nie enden will...ich muss dazu sagen, das mein Vater immer ein sehr agiler Mensch und sändig in Bewegung war. Zu dem Zeitpunkt habe ich schon über eine Patientenverfügung nachgedacht, aber nicht so intensiv; denn man hatte doch irgendwie andere Sorgen. Heute bin ich froh, das ich mich an die Worte meines Vaters erinnert habe und auch das ich die Kraft hatte ihm zu sagen, das er sich keine Sorgen um meine Mutter und mich machen muss und das ich denke, das er genau weiß, wie er in Zukunft leben muß. Und wenn er das nicht wollen würde, das er beruhigt "gehen" dürfte. Unglaublich. Mein Vater hat mich in den Arm genommen, als wenn er danke sagen wollte und eine Stunde später ist er schlußendlich an Herzversagen gestorben. Als dann alles, was dann so auf einen zu kommt vobei war und ich etwas zur Ruhe gekommen bin, hatte ich auch etwas mehr Zeit mir darüber mal Gedanken zu machen. Ich hatte auch lange Gespräche mit meiner Mutter darüber. Ich würde für mich nie so in einem Krankenhaus oder in einem Pflegeheim lieben wollen und habe mich entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen. Habe kurzerhand erkundigungen eingezogen,wie man da vorgehen muss und habe nun nächste Woche einen Notartermin um meine Patientenverfügung und mein Testament zu machen. Ich bin froh, das es sowas gibt. Finde es aber schade, das man alles gaz genau bennenen muß. Einfach Lebeneserhaltende Maßnahmen abzulehnen reicht ja leider nicht. Aber das werde ich zusammen mit dem Notar hinbekommen.
So...auch wenn ich viel drumherum erzählt habe, wollte ich mal meine Meinung dazu kund tun.
Lieben Gruß
Kameo