Ich bitte hier euere Erfahrungen zu erzählen!
Danke!
lg Diana
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Hallo Diana!
Hmmm, also ich würde Dir ja gern auch so was Beruhigendes schreiben, wie Gabiklette hier: http://www.imedo.de/group/topics/show/53859-angst-vor-psychiatrie - aber leider sehen meine Erfahrungen alles andere als gut aus. Tut mir leid!
Zunächst die Eckdaten: Ich war im Sommer 2001 für 3 Wochen auf einer geschlossenen Station in einer Klinik für Psychiatrie. Anmerkung: Was dort unter einer "Geschlossenen" verstanden wurde - siehe hier: http://www.imedo.de/group/topics/show/53862-patienten Für die ersten etwa drei Tage (ich landete in der Nacht vom Sonntag auf den Montag dort) etwa war dieses völlige "Wegsperren" ganz okay - und ich dämmerte unter dem Einfluss der Medikamente so dahin. Der Anlass war mein völliger Zusammenbruch - verbunden mit diversen Selbstverletzungen. Akute Belastungsreaktion + psychische Dekompensation oder sowas stand dann später auf den Papieren.
Am Nachmittag des dritten Tages fing ich an nachzudenken - oder jedenfalls wollte ich das. Wegen der Medikamente fiel mir das aber extrem schwer. Doch in meiner Not und Hilf- sowie Ratlosigkeit rief ich in einem halbwegs hellen Moment wenigstens den Krankenhausseelsorger an - der sich auch netterweise noch am selben Tag eine Stunde Zeit für mich nahm. Mit ihm wurde dann deutlich, dass ich nun doch Hilfe brauche - und alleine nicht mehr weiterkomme (bis dahin hatte ich mit Therapien nix am Hut - und hatte schon viel alleine gelernt und erreicht). Und ich begriff, dass ich einen klaren Kopf brauchte, wenn ich was schaffen möchte - und also irgendwie diese Lahmlege-Mittel loswerden musste.
Am vierten Tag versuchte ich, mit einer Ärztin zu reden - und verweigerte morgens die Einnahme der Medikamente, bevor ich nicht ein solches Arzt-Gespräch führen könnte. Der Ärger war groß - und die Ärztin verklickerte mir klar und energisch, dass ich das Zeug weiternehmen müsse ... dass sie mich eben eine Weile dabehalten ... und wenn es mir wieder besser gehen würde - würde ich wieder nach Hause und zur Arbeit gehen können. So einfach wäre das - und damit Ende der Durchsage.
Dort auf dieser Station passierte etwa folgendes: Morgens liefen die Schwestern durch die Zimmer und weckten die Patienten ... dann hieß es anziehen - und zum Morgensport antreten ... währenddessen wurden kurz die Zimmer gelüftet (sonst waren die Fenster ja immer alle verriegelt und abgeschlossen) ... dann duschen, anziehen, Frühstück machen + essen ... irgendwann die Tische fürs Mittagessen decken + Mittag essen ... und noch irgendwann später Abendessen anrichten, Tische decken + Abendbrot essen ... dann schlafen gehen, Ende. Zwischendurch gab es zweimal die Woche Singen mit einer Frau, die meist vergeblich versuchte, aus den völlig sedierten Patienten mehr als einen Ton herauszulocken. Außerdem konnte man in der Ergotherapie Mandalas ausmalen - wo dann erwachsene Männer + Frauen mit verschleiertem Blick saßen, und angestrengt über der Frage brüteten, ob sie diese eine Fläche nun eher beige oder doch lieber orange oder dunkelgrün ausmalen sollten. Viel mehr fand nicht statt. Eine Therapeutin sah ich am letzten Tag beim Abschlussgespräch - sonst nie. Die Ärztin immerhin zweimal wöchentlich, wenn sie bei der Visite kurz durch die Zimmer segelte.
Ab dem 5. Tag wurde ich zum Spezialisten fürs Verschwindenlassen der Pillen - was mich in Verbindung mit den Gesprächen mit dem Seelsorger sicher gerettet hat. Denn wenn was klar war - dann das: Von allein würde ich nie und nimmer wieder wirklich und richtig fit werden - ich brauchte Hilfe. Und zwar professionelle - und auch nicht bloß ambulant oder mal 2-3 Wochen oder so. Außerdem wollte ich mich um meinen Sohn kümmern. Das Mittel der Wahl schien also ein Platz in einer Tagesklinik zu sein.
Dem Seelsorger sei heute noch Lob und Dank - denn er nahm mich auf seine Kappe manchmal mit raus in den Krankenhauspark ... gab mir Kleingeld zum Telefonieren ... und auch gleich die Rufnummern der einschlägigen Häuser der Umgebung ... und so telefonierte ich herum, auf der Suche nach einem Therapieplatz für mich ... zwischendurch erzählte ich mit ihm - und fing an, schonmal ein bissel vorzusortieren, was ich denn lernen und erreichen möchte, wo es klemmt, was schief läuft usw. usf.
Wäre er nicht gewesen - ich darf gar nicht drüber nachdenken, was dann aus mir geworden wäre ...
Außerdem war der Aufenthalt dort echt schlimm - jedenfalls ab dem Moment an, wo ich wieder klar im Kopf war, weil ich keine Pillen mehr schluckte und die schlimmste Krise überwunden hatte.
Das fing morgens beim Frühsport an: Da standen Leute im Kreis, die nichtmal richtig angezogen waren und ich sah Dinge und Körperstellen, auf deren Anblick ich echt gern verzichtet hätte - von den Schwestern interessierte das jedoch niemanden. Ich fand das irgendwie entwürdigend, für alle Beteiligten! Dann die Tatsache, dass man nie raus durfte, kein Fenster öffnen konnte, gar nichts - und das mitten im August bei schönstem Sonnenschein und wirklich heißem Wetter und überhitzten Zimmern. Schrecklich! Auch die Tatsache, dass einem alles weggenommen wird, man quasi eingesperrt und so ohne Ausweis usw. für die Gesellschaft eigentlich ein Nichts ist, man keinerlei aktiven Kontakt mehr zur Außenwelt hat bzw. haben kann, fand ich furchtbar. In meinem Zimmer war eine Patientin, die nachts oft ins Bett machte - doch es wurde nur morgens frisch bezogen, und wie gesagt: Fensteröffnen ging nicht ... das war eine Zumutung! Und dann eben auch die Tatsache, dass in therapeutischer Hinsicht dort rein gar nichts passierte. Die Leute wurden dort nur abgeparkt und weggeschlossen und zugedröhnt, so dass eigentlich alle mit mehr oder weniger glasigem Blick und mehr oder weniger abwesend über die Gänge schlurften bzw. stundenlang im Sessel saßen und Löcher in die Wände starrten. Oberätzend!
Ganz ehrlich: Wenn man da allzu lange bleibt/bleiben muss - wird man am Ende kränker als man je war und fühlt sich mieser und elender als je zuvor. Sowas geht ja nicht spurlos an einem vorbei, wenn man das Tag für Tag so sieht und erlebt.
Ich hatte da echt noch großes Glück: Irgendwann hatte ich dann wirklich einen Tagesklinikplatz. Ich bin also am Freitag der dritten Woche frühmorgens zu den Schwestern gegangen - und habe erklärt, dass ich bis spätestens Sonntag aus dieser Klinik raus will. Nach endlosem Gezeter und dem Einmischen des Seelsorgers, der sie daran erinnerte, dass sie mich gar nicht dabehalten dürfen, wenn ich auf der sofortigen Entlassung bestehe, begriffen sie dann, dass es mir ernst ist - und auch, dass ich ab dem folgenden Montag einen Tagesklinikplatz hatte. Irgendwann kam dann auch wirklich die Ärztin - die dann in ihrer Abschiedsrede an mich erklärte, dass sie ja schon immer gewusst hätte, dass ein Tagesklinikplatz das Beste für mich sei und es gut ist und sie sich freut, dass sie nun einen für mich gefunden hätte. ??? Ich war völlig perplex ob dieser dreisten Lügen - schwieg aber, weil ich nur noch weg wollte. Und beim Abschied sah ich dann auch sogar noch die Therapeutin, die eigentlich für diese Station zuständig sei - aber offenbar bisher im Urlaub war. Sie wünschte mir einfach nur Glück - und faselte wenigstens keinen Blödsinn.
Tja, und dann bekam ich draußen meine Sachen alle wieder - und durfte heimgehen. Endlich!!!
Aber ganz ehrlich: Ohne dem Seelsorger ... und ohne dem Tagesklinikplatz ... ich weiß echt nicht, wann ich da jemals wieder rausgekommen wäre ... und in welchem Zustand ... *kopfschüttel* Und ich will es auch lieber gar nicht wissen.
Sonnige Grüße von der Gänseblümin.
PS: Wie gesagt: Dies sind meine Psychiatrie-Erfahrungen - und nur diese waren so mies und so schlimm! Sowohl die Tagesklinik für Psychosomatik und Psychologie ... als auch die Reha/Traumatherapie in einer ähnlichen Klinik waren wirklich toll und sehr (!!!) hilfreich! Und dort hatte ich auch immer 2-3 Leute vom Personal, die ich richtig gut fand und mit denen ich prima arbeiten konnte und viel erreicht und gelernt hab. Aber die Psychiatrie war eben einfach nur schrecklich.
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Liebe Gaensebluemin!
Ich danke dir für deine Erfahrungsgeschichte!
So hab ich mir eine Psychiatrie eigentlich eh auch vorgestellt, daher auch die Angst vor der Psychiatrie.
Ich finde das wirklich sehr schade und ja auch traurig, dass die Patienten dort einfach nur zugedröhnt werden usw...denn das ist ja nun wirklich keine große Hilfe.
Aber Gott sei Dank hattest du diesen netten Seelsorger und Gott sei Dank konntest du von dort weg, in eine Klinik wo du wirklich Hilfe bekommen hast.
*Umarmung*
lg Diana
Tja, meine Erfahrungen liegen noch nicht allzu lange zurück. Bin am 13. Juli 2007 ins LKH Lüneburg gekommen, da ich einen psychischen Zusammenbruch aufgrund Depressionen hatte. Diese Zeit dort hat mir sehr, sehr gut getan. Ich war nicht auf einer geschlossenen sondern auf einer offenen Station. Wir hatten immer 2-3 Pfleger bzw. Pflegerinnen, die sich um uns gekümmert hatten. Und es waren immer ein Stationsarzt und zwei Psychologen für uns da. Jedem dort wurde eine Bezugsschwester und ein Bezugstherapeut zugeteilt, aber reden konntest du trotzdem mit jedem dort und jeder hat dir zugehört. Das schöne war auch, dass, wenn du lange Zeit nicht auf einen von den Leuten zugegangen bist, sie dann auf dich zugekommen sind und gefragt haben, wie es dir geht.
Ich war mit höchstens 2 anderen auf einem Zimmer, die vom Alter und der Krankheitserscheinung auch immer recht gut zusammengepasst haben.
Patientenmäßig war es super! Wir waren immer höchstens 25 Leute, was schon eine Ausnahme war. Geschlechter natürlich gemischt. Und der Alltag... einfach klasse!!! Es gab morgens Frühstück, worum sich immer zwei Patienten gekümmert haben. Zwei andere hatten die Tische gedeckt. Diese Dienste wurden immer zweimal die Woche eingeteilt.
Therapie hattest du höchstens3 Std am Tag. Es war wichtiger für die Therapeuten, dass wir Patienten untereinander unsere Erfahrungen austauschen, was auch bedeutend einfacher war, da man zu diesen Leuten ein viel größeres Vertrauensverhältnis entwickeln konnte aus zu dem Personal.
Wir hatten ein eigenes Haus für uns alleine. Für 25 Patienten!!! Und wir hatten sogar einen eigenen Ergotherapeuten, bei dem wir dann ebenfalls Kreativtherapie machen konnten. Okay, die 2 Std. musst du dann zwar noch auf die anderen beiden Std. drauf rechnen, aber die Therapien waren einfach klasse. Der Ergotherapeut war echt klasse!!! Der hat mir so viel um die Ohren geworfen... er war nie beleidigend oder hat mich jemals erniedrigt, doch er hat immer so super hinterfragt, dass ich oftmals das Gefühl hatte, dass er meine Gedanken lesen könnte. Ich habe da oft gesessen und geheult wie ein Schlosshund, doch es war einfach Klasse!!! Er hat mir über viele Sachen die Augen geöffnet.
Außerdem gab es noch Akupunktur zur Entspannung, was auch einfach super entspannend war. Und die gabs sogar täglich, genauso wie die Ergotherapie. Und dann gab es noch einmal die Woche die Achtsamkeitsgruppe. Dort haben wir Übungen gemacht um die Gedanken, die sonst immer unkontrolliert durch deinen Kopf schossen und du das Gefühl hattest, von Gedanken erschlagen zu werden, abzuwhren. Naja, nicht abzuwehren, das ist ein falscher Ausdruck. Wir haben Übungen gemacht, um die Gedanken einfach wahrzunehmen und sie wieder loszulassen. Aber das ist ein Thema für sich, über das ich stundenlang schreiben könnte. Auf jeden Fall haben mir diese Übungen sehr viel geholfen.
Hab ich schon erzählt, dass wir ein riesigen Park hatten? :o) Und Schwimmhalle und Sporthalle und Fußballkicker und Billiardtisch und Minigolf etc. Alles vorhanden.
Insgesamt war ich dort zwei Monate und ich kann sagen, es war eine super Zeit, die mich weiter gebracht hat, als die letzten 10 Jahre!!! Kann ich wirklich nur empfehlen :o)
So, hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
Liebe Grüße
Saku
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Schön, dass Du so supertolle Erfahrungen machen konntest! 
Eine Frage hab ich aber dazu: War das denn wirklich eine Klink für Psychiatrie - oder doch eher eine für Psychotherapie oder Psychosomatik oder sowas? Das erscheint einfach so ganz und total und völlig anders, als alle Psychiatrien, die ich bisher jemals irgendwo gesehen bzw. von denen ich gehört/gelesen hab - aber sehr, sehr ähnlich/gleich wie viele der Psychotherapie- oder Psychosomatik-Kliniken, die ich bisher erlebt hab oder von denen ich hörte/las. Die beiden letzterer Art, die ich bisher selbst erlebt hab, fand ich auch sehr, sehr hilfreich - aber hier wurde ja ausdrücklich nach Psychiatrie gefragt.
Skeptische Grüße von der Gänseblümin.
Nein, es war eine richtige Psychatrie. LKH Lüneburg. Landeskrankenhaus Lüneburg. Dort gab es ebenfalls geschlossene Abteilungen, wo auch Leute fixiert wurden oder mit Hadol und anderen Medikamenten vollgepumpt wurden, doch auf so einer Station bin ich nicht gewesen. Ich war, wie schon gesagt, auf einer offenen Station. Und ich war dort nur, weil ich einen depressiv psychischen Zusammenbruch hatte. Das ist der Unterschied.
Es sind auch zwei Leute von unserer Station auf die Geschlossene gekommen. Die eine wurde sogar fixiert, da sie stark suizidgefährdet war und die andere wurde eine Bedrohung für die anderen Mitpatienten. Sie ist sogar mit einem Messer auf eine andere Patientin losgegangen.
Aber im Großen und Ganzen waren es auf meiner Station alles "normale" Patienten. Also mit einem gesunden Menschenverstand, die wissen, was gut und was schlecht ist.
Es kamen halt nur Leute auf diese Station, die Depressionen hatten und aufgrund dessen in diesem Zeitrahmen mit ihrem Alltag überfordert waren. Das ist alles.
Wir wurden nicht mit Medikamenten vollgepumpt, denn sonst hätten sie ja nicht mehr mit uns arbeiten können. Und starke Medikamente wären somit ja auch nicht gerechtfertigt gewesen.
Außerdem war es damals eine staatliche Klinik. Sie ist regelmäßig von Vertretern des Staates überwacht worden. Und wenn da dann irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugegangen wäre, so wären die dann auch eingeschritten.
Zwar ist diese Klinik nun von der Stadt Lüneburg übernommen worden, doch im Prinzip hat sich nichts verändert. Nur der Name ist jetzt anders geworden. Aber du kannst ja gerne mal selbst im Internet nachschauen, ob du etwas über das LKH Lüneburg findest. Müsstest eigentlich noch genug zu finden, wo die Therapiemethoden der Klinik erklärt werden ;o)
Wünsche dir auf jeden Fall einen guten Rutsch ins Neue Jahr
Saku
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Meine Name ist Sabrina. Meine ganze Geschicht fing eigentlich im Januar 2005 an. Ich war noch im Erziehungsurlaub als ich meine erste Panikatacke bekam und anfing zu hyperventilieren. Ich hatte damals noch keine Ahnung von alle dem, ich war bis dahin ein glücklicher Mensch ( dachte ich ). Ich hab gedacht ich muss gleich sterben also rief ich meine Freundin an und die rief dann den Notdienst. Die mir das denn erzählten was das ist. Eine Woche später hatte ich wieder einen Anfall, und es passierte fast das gleich, nur das der Notarzt mir dann ein schöne Dosis Faustan spritzte. Und ab da ging es denn richtig abwärts mit mir. Ich konnte nicht mehr schlafen, Raus gehen geschweige denn meine Kinder in die Kita bringen. Mein ganzes Leben drehte sich nur noch um Angst vor Hyperventilation. Mein Mann brachte mich dann zum Arzt nach 3 Wochen. Und meine Hausärztin gab mir denn wider Faustan und eine Überweisung in die Tagesklinik. Wo ich dann ungefähr 8 Wochen war. Und ich lernte damit dann umzugehen aber nach 8 Wochen wurde ich dann rausgeschmißen, weil ja neue Leute kamen. Ich fand mich irgenwie überrollt.Nach demersten 1/2 ging esdann immer besser. Ich fand dann sogar Arbeit im Altersheim und mein Selbstbewusstsein stieg dann auch wieder, sogar so sehr das ich mich dann über etwas beschwerte und promt rausflog. Und ab da ging es denn wieder abwärts.
Im 01/07 hab ich dann ein Praktikum in einer Ambulanten Krankenpflege angefangen, wo mir versichert wurde das ich fest eingestellt werde. Aber nach 3 Monaten Mobbing und 12 Std. Schichten, wurde mir alles zu viel. Ich hatte einen totalen Nervenzusammenbruch. Mein Mann brachte mich dann in die Phsychatrie, wo ich auch die ersten 2 Tage in der geschloßenen Abteilung war. Aber nicht weil ich mir irgendetwas antun wollte oder der gleichen sondern weil alle Betten belegt waren. Da blieb ich dann 2 Wochen. Und ich muss sagen ich fand es gar nicht so schlimm, im gegenteil ich konnte raus wann ich wollte. Ich konnte sogar abends ins Kino und baden fahren und das Wochenende zu Hause schlafen.
Danach bin ich dann wieder in die Tagesklinik für 6 Wochen. Und hab den dummen Fehler gemacht, das ich gleich wieder arbeiten bin. Ich habe einen ganzen Monat durchgehalten, dann bin ich gegangen wurden. Im Oktober habe ich wieder an meiner alten Stelle im Altenheim angefangen. Dort bin ich dann auch wieder gegangen wurden. Ich weiß nicht, ich habe einfach kein Glück mit Arbeit. Ich weiß nicht was ich falsch mache. Inzwischen habe ich einen richtigen HOROR vor Arbeit.
Tja was soll ich sagen momentan hab ich mal wieder ein richtiges Formtief, aber ich bin am kämpfen. Ich werd jetzt erstmal eine Mutter- Kindkur machen mit meinen beiden Süßen. Und dann werd ich im August eine Weiterbildung machen. Mal schauen wie das klappt.
LG Brina
P.S. Einen kleinen Tip noch, Sport hilft bei Depressionen. Versuchts mal.
Antwort zu Meine Erfahrung mit der Psychiatrie
Hallo Gänseblümin!
Mein Name ist Julia Lesch und ich bin Online-Journalismus-Studentin an der Hochschule Darmstadt. Zurzeit recherchiere ich über die Situation und eventuelle Missstände in geschlossenen Stationen von Psychiatrien in Deutschland. In Ihrem Imedo-Erfahrungsbericht über den Aufenthalt in einer geschlossenen Station einer psychiatrischen Klinik, schreiben Sie unter anderem, keine psychologischen Therapieangebote (Verhaltentherapie, Psychoanalyse etc.) erhalten zu haben. Dies habe ich auch von Patienten aus anderen Kliniken erfahren und ich würde dieser Thematik gerne weiter nachgehen. Nun wollte ich Sie fragen, ob Sie bereit wären mir über E-mail oder telefonisch noch weitere Auskünfte zu geben. Sie würden mir damit bei meiner Recherche sehr helfen.
Mit freundlichen Grüßen,
Julia Lesch
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