Leute, helft mir. Ich werde nämlich sonst wahnsinnig. Ich drehe echt durch!
Ich weiß ehrlich gesagt nichtmal ob ich in der Ohrengruppe richtig bin, aber aufgrund der aktuellen "Theorie" hab ich es jetzt mal hier rein gesteckt.
Angefangen hat alles vor 5-6 Wochen. An einem Freitag abend. Mir war leicht schlecht, unwohl eben. Ich dachte ich hätte was falsches gegessen, so hat es sich zumindest angefühlt. Nach etwa 1 Stunde war es weg, alles in Ordnung. Als ich dann 3-4 Stunden später im Bett lag und schlafen wollte ging es erst richtig los. Ich lag also so im Bett und näherte mich dem Einschlafpunkt. Grade in dem Moment, in dem ich vermutlich normalerweise eingeschlafen wäre schreckte ich hoch mit einem wahnsinnigen Brechreiz. Nur für wenige Sekunden, dann war er wieder weg. Das selbe passierte dann noch 3-4 Mal bis ich endlich einschlief.
Diese Nacht war folglich kurz. Musste leider sehr früh aufstehen und fuhr mit anderen Leuten weg. Mit dem Auto, eine längere Strecke, ich saß hinten. Hatte schon seit dem Aufstehen ein komisches Gefühl, dennoch normal gefrühstückt. Im Auto wurds mir dann aber nach ner halben bis ganzen Stunde so richtig übel. Wir mussten ein paar Mal anhalten, ich durfte zum Glück dann vorne sitzen und mein einziger Strohhalm an den ich mich klammern konnte war eine Plastiktüte. Es gab für mich kaum ein schöneres Gefühl als nach gut 3 Stunen endlich am Ziel anzukommen. Die ersten paar Minuten waren dann auch ok, ein bisschen Laufen an der frischen Luft. Aber das hielt nur kurz an dann wurde es wieder richtig schlimm. Ich brauch dann auch regelrecht (nervlich) zusammen. Schwindel und Tränen, da ging gar nichts mehr. Folglich wurde ich aufs Hotelzimmer gebracht und legte mich ins Bett. Es wurde langsam besser. Ich versuchte zu schlafen, aber dreimal dürft ihr raten, ich schreckte immer wieder mit üblem Brechreiz hoch. Trotzem ging es mir nach etwa 2 Stunden gut genug um wieder aufzustehen. Hab dann später auch gegessen und alles, ging schon. Etwas mulmig noch, aber ging. Bis abends zum Schlafen gehen war es so gut wie weg. Aber auch hier wieder das Hochschrecken. Inklusive Brechreiz.
Am nächsten Tag war mir nicht schlecht, ich fühlte mich nur einfach nicht so gut. Da hatte ich dann auch erstmals dieses würgende gefühl im Hals. Es ging den ganzen Tag nicht weg. Die Heimfahrt überlebte ich ganz ok. Deutlich besser als die Hinfahrt.
Von da an begleitet mich das Würgegefühl im hals noch ein paar Tage. Das nächtliche Hochschrecken mit Brechreiz überkam mich alle 4-6 Tage. Teilweise kam die Übelkeit auch ganz spontan und machte mir die Freude am Leben auch mal ganz nett mittem im Supermarkt oder Restaurant zunichte. Ich wollte gar nicht mehr aus dem Haus gehen. Da fing es dann auch langsam an, gerade beim Autofahren extrem schlimm zu werden.
Das nächtliche Hochschrecken blieb nach ca 2 Wochen komplett weg. Dafür hab ich seit ca 3-4 Wochen JEDEN MORGEN dieses Unwohlsein bis Übelkeit. Vor allem - jetzt kommts - beim U-Bahn fahren. Wie schön dass ich jeden Tag mit der U-Bahn zur Arbeit fahren muss..... ES MACHT MICH WAHNSINNIG!
So sitze ich also seit 3 Wochen jeden Morgen in der U-Bahn und hoffe, irgendwie anzukommen. Es gibt kein schöneres Gefühl als auszusteigen! Mein Strohalm an dem ich mich zur Zeit mehr denn je festklammere ist die Tatsache, dass ich mich trotz übelster Übelkeit dennoch noch nie wirklich Übergeben musste. Also hoffe ich dass es auch weiter so bleibt. Aber mitmachen kann ich das trotzdem nicht mehr lange. Ich hab sogar schon angefangen schon um 7 arbeiten zu gehen, weil ich dann mit dem Auto gehen kann weil ich dann noch einen Parkplatz bekomme. Ich WILL nicht mehr Ubahn fahren. Es macht mich wahnsinnig!
Autofahren ist im übrigen auch richtig schlimm wenn ich mitfahre. Beim selbst fahren hält es sich in Grenzen. Der einzige Lichtblick.
Achja, selbstverständlich nahm ich das nicht einfach so hin. Ich war nun schon mehrmal bei meinem hausarzt. der probierte es mit verschiedenen Magenmitteln die natürlich allesamt exakt GAR NICHTS gebracht haben.
Interessant zu wissen: Lenkt mich jemand in der UBahn ab (Frage nach richtiger Station oder so) "vergesse" ich dass es mir schlecht geht. Aber eben nur für die Zeit der Ablenkung. Danach ist die Übelkeit direkt wieder da. ein Bonbon im Mund kann auch wunder wirken, leider nicht jedes Mal. Aber ist bisher die "beste medizin".
Neueste Theorie einer Ärztin ist, dass es mit dem Gleichgewichtsorgan zusammenhängen könnte. Daher auch das Thema HIER. Dazu kommen verstärke Ohrgeräusche ohne erkennbaren Grund (kein Lärm oder so), die meine HNO-Ärztin allerdings nicht weiter interessiert haben (ein grund, dass ich mir einen neuen HNO gesucht habe). Ich denke, und HOFFE, dass es zwischen diesem ganzen Zeug einen zusammenhang gibt.
Nachher habe ich einen Arzttermin eben beim HNO und ich lege meine ganze Hoffnung in diesen Mann dass er eine Diagnose für mich hat und mir meine Lebensqualität wieder zurückgeben kann. Das einzige was ich zur Zeit nämlich mache ist mir einzureden, dass es mir doch gar nicht schlecht ist. Zu hoffen, dass ich meine U-Bahnstation bald erreicht habe. Möglichst das haus nicht zu verlassen, wer weiß wann mich die nächste Übelkeitsattacke überkommt. Lange mach ich das so nicht mehr mit.

