Krebsfrüherkennung: HPV-Test oder klassischer Pap-Test?

Thema: Krebsfrüherkennung: HPV-Test oder klassischer Pap-Test?

  • Krebsfrüherkennung: HPV-Test oder klassischer Pap-Test?

    Hallo Leute!

    Hab grad ne dpa-Meldung (von heute) gefunden, die ich echt interessant finde - vielleicht interessierts euch ja auch?

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    Der HPV-Test weist das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zuverlässiger nach als die Zytologie - aktuelle Studienveröffentlichung im New England Journal of Medicine

    Hilden (ots) - Der HPV-Test als alleiniger Screeningtest weist Krebsvorstufen oder Krebs am Gebärmutterhals um fast 40 Prozent zuverlässiger nach als die konventionelle zytologische Untersuchung (Pap-Test). Zu diesem Schluss kommt eine in der heutigen Ausgabe des New England Journal of Medicine veröffentlichte randomisierte Kontrollstudie aus Kanada, die erstmalig in Nordamerika die beiden Methoden als Screeningtests direkt vergleicht.

    Mehr als 10.000 Frauen im Alter zwischen 30 und 69 Jahren nahmen an der Studie "Canadian Cervical Cancer Screening Trial" (CCCaST) teil. Die Autoren unter Leitung von Marie-Hélène Mayrand, Abteilung für Onkologie, Epidemiologie und Biostatistik von der McGill Universität, Montreal, konnten eine Sensitivität des HPV-Tests von 94,6 Prozent für die Identifikation gefährdeter Frauen mit Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs und Krebs zeigen. Beim Pap-Test wurden lediglich 55,4 Prozent der Fälle identifiziert. Neben der deutlich höheren Sensitivität des HPV-Tests konnte mit dieser Studie auch gezeigt werden, dass die Spezifität, also die Wahrscheinlichkeit mit der positiv getestete Frauen auch tatsächlich Anzeichen für eine Krebserkrankung am Gebärmutterhals entwickeln, nur geringfügig niedriger ausfällt als beim Pap-Test (94,1 Prozent vs. 96,8 Prozent).

    Eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Am 4. September 2007 wurde ein vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) über das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Auftrag gegebener Health Technology Assessment (HTA)-Bericht zur HPV-DNA-Diagnostik bei der Zervixkarzinomfrüherkennung veröffentlicht. Die Autoren schlussfolgern: "Nach Bewertung der medizinischen Evidenz ist die Fragestellung nicht mehr ob, sondern in welcher Weise der HPV-Test (bei der Zervixkarzinomfrüherkennung) genutzt werden sollte."

    Über HPV und Gebärmutterhalskrebs

    Weltweit erkranken jährlich 400.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, der nach Brustkrebs zweithäufigsten Krebserkrankung bei Frauen. Gebärmutterhalskrebs wird durch die Hochrisiko-Typen des humanen Papillomavirus (HPV) verursacht. Diese Virustypen werden bei Sexualkontakten übertragen. Es wird geschätzt, dass sich rund 80 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV infizieren. In der Mehrzahl der Fälle heilt die Infektion jedoch ohne gesundheitliche Folgen von allein aus. Nur eine persistierende Infektion mit Hochrisiko-HPV-Typen führt zu Zellveränderungen, die sich - wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden - zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln können.

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    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

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