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seltsam
Thema: seltsam
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geschrieben von der_Sucher vor mehr als 4 Jahren (19.10.2007 22:09)Stichworte (Tags):
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geschrieben von Biggy13 vor mehr als 4 Jahren (19.10.2007 22:22) -
geschrieben von X-ray vor mehr als 4 Jahren (19.10.2007 22:31)Ich bin eine Adoptierte. Allerdings nur von meinem Stiefvater. "Gültet" das ? ;-);-)
Aber das war ziemlich unspektakulär, da wir uns alle gut verstanden haben und es auch keine Schwierigkeiten bei der Adoption gab. Ich vermute mal, das ist aber hier gar nicht gemeint, oder?
Du meinst sicher Eltern, die gemeinsam ein Kind adoptieren wollen oder schon adoptiert haben und adoptierte Kinder... ???
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geschrieben von der_Sucher vor mehr als 4 Jahren (22.10.2007 20:22) -
geschrieben von der_Sucher vor mehr als 4 Jahren (22.10.2007 20:24)Antwort zu Antwort: seltsam
*lach*
es gilt alles, was adoptiert ist!
und NEIN!, ich meine alles, was mit Adoption zu tun hat. ich freu mich drüber, dass es dir gut ergangen ist!!
lg
der sucher
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geschrieben von X-ray vor mehr als 4 Jahren (23.10.2007 07:07)Na, wenn das auch gilt, werd ich`s mal erzählen.
Als ich 11 war, ließen sich meine Eltern scheiden. Die Männer, die meine Mutter danach kennenlernte, gefielen mir meistens nicht. Meine Mutter hat mich auch bei jedem Mann danach gefragt. (sie hat auch gesagt, sie würde nie einen neuen Mann nehmen, mit dem ich nicht klar käme)Dann lernte sie meinen späteren Stiefvater kennen, der mir auch gefiel.
Er hat sich mir gegenüber ganz normal und selbstverständlich verhalten. Und er war mir eben sympathisch. Er hatte einen Sohn, der auch noch mit mir in eine Klasse ging. Und da lag dann bei mir das Problem....mit ihm verstand ich mich nicht. Es hat zumindest eine ganze Weile gedauert, bis er mich akzeptierte. Ich wollte gern, dass er nett zu mir ist. Deshalb habe ich mich bei ihm "eingeschleimt". Als ich dann "Jungsspiele" mit ihm machte (z.B. Indianer, Eisenbahn, Auto`s...), war ich dann sozusagen "gedultet". Die Erwachsenen heirateten, als wir 13 waren. Richtig gut haben wir uns dann verstanden, als wir so 17, 18 waren und gemeinsam Motorrad fuhren, um die Häuser zogen u.s.w. Da haben wir auch jedem erzählt, wir wären Zwillinge (da ja gleichaltrig) Wir haben auch so getan, als gehörten wir schon immer zusammen. Seine Mutter war verstorben und meine Eltern halt geschieden. Meine Mutter und mein Vater ( er war für mich immer mein Vater) haben uns das alleine austragen lassen, und sich nicht eingemischt. Nur ganz am Anfang, als mich mein "Bruder" vor der Wohnungstür stehen ließ, die Tür abschloss und den Fernseher ganz laut stellte
( nach der Schule, die Eltern waren noch nicht zu Hause...) da hatten sie "eingegriffen".Meinen leiblichen Vater habe ich dann erst durch Zufall einmal wieder getroffen als ich schon erwachsen war, verheiratet und ein Kind hatte. Unsere Tochter war gerade erst geboren. Mein Mann wollte keinen Kontakt mit ihm, da sein Schwiegervater eben der jetzige Vater war. So hatte ich mich allein ( mit Baby) mit ihm getroffen. Und ich kann seit dem Treffen nur sagen :"Gott sei Dank hat er meine Mutter verlassen"
Das war`s.....also gut gegangen...
Schwieriger stelle ich es mir vor, wenn beide Elternteile sozusagen "fremd" sind. Auch: wenn man als Ehepaar ein Kind adoptieren möchte.
In beiden Fällen kann es doch aber auch ganz o.k. sein, wenn sich die "Richtigen" gefunden haben.!?
Wie war es denn bei Dir, Frank ?
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geschrieben von der_Sucher vor mehr als 4 Jahren (23.10.2007 20:28)also, jetzt bin ich dran
zuerst muss ich sagen, dass ich vieles nur aus erzählung und/oder akten kenne.
fest steht, dass meine erzeugerin 17 jahre war, als sie mich bekommen hat und irgend so ein depp hat die Vaterschaft anerkannt.
sie meinte, er hat sie verführt, ich denk eher, es war ein Geben und Nehmen.
Ich denke, meine Erzeugerin war mit mir überfordert, denn angeblich wäre mien erstes Wort Opa und nicht Mama gewesen.
Als 2 Jahre später mein Bruder geboren wurde ist sie mit uns und dem Vater meines Bruders abgerückt. Als wiederum 2 Jahre später meine Halbschwester geboren wurde (wieder von einem anderen Mann) kamen wir Jungs ins Heim. Angeblich waren wir zurückgebleiben und wohl auch ziemlich verwahrlost.
Ich bin dann mit 6,5 Jahre adoptiert worden. Mein Bruder blieb bis zu seinem 19 Lebensjahr im Heim.
Ich hatte eine finanziell und intellektuell gesicherte Kindheit und Jugend. Leider haben es meine Eltern (denn das sind sie für mich) nicht geschafft, mir den emotionalen Halt zu geben, den ich gebraucht hätte.
Im gegenteil, sie haben es nur noch verschlimmert. In guter Absicht haben sie zu mir gesagt: "Du bist nicht adoptiert, Du bist unser Kind!" Dabei musste ich mich aber jeden Tag in der Schule mit dem Makel Heimkind auseinander setzen.
Meine Erzeugerin habe ich jetzt einmal gesehen und von ihr kommen keinerlei Emotionen, was mich betreffen. Laut einem Brief meiner Schwester, tut alles immer noch weh! Ja was denn??
Meinen Bruder habe ich auch wieder gefunden. Leider haben wir zu verschiedene Lebenswelten, als dasss wir engeren Kontakt haben. Zumal er nciht mehr wusste, dass er einen Bruder hatte. Ich schon.
Weiß nicht, was ich noch erzählen soll. Fragt einfach.
Liebe grüße
der sucher
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anonym geschrieben vor mehr als 4 Jahren (07.12.2007 23:15)eine sehr bewegendende geschichte, ich bin auch adoptiert, ich habe das sehr früh erfahren, weiss nicht wer meine erzeugerin ist, meine ma ist eine übermutter, womit ich nicht klar komme. ich habe mich nie geliebt gefühlt, auch wenn sie sehr viel für mich gemacht hat, auf ihre karriere verzichtet, mich versorgt, aber ich habe immer das gefühl nicht so geliebt zu sein, wie ihr leibliches kind. ausserdem glaube ich, hat sie ein problem damit das ich übergewichtig und lesbisch bin. weiterhin kriege ich meinen studienabschluß nicht gebacken. ich werde wohl nie ein normales verhältnis zu ihr haben. auch wenn ich das gerne möchte.
fühle mich dir verbunden.
S.

