Diagnostik und Therapie
Die Diagnostik hatte bei mir fast 30 Jahre gedauert. Deshalb wundert es mich, daß man bei Euch in so jungen Jahren schon auf diese Diagnose gekommen ist. Typischerweise ist der Beginn in der Adoleszens. So war es auch bei mir. Ich bin jetzt fast 50 Jahre alt und litt ununterbrochen an dieser Symptomatik. Vorher hatte man mal Depression, Neurasthenie und CFS diagnostiziert. Die Diagnose Depression hat mich am meisten geärgert, da man sich über Krankheitssymptome normalerweise nicht freut, und man über seinen Zustand auch mal niedergeschlagen sein kann. Außerdem bin ich oft so müde, daß ich gar nicht in der Lage wäre depressiv zu sein. Jedenfalls haben mir die Antidepressiva, egal welche, eher geschadet als genutzt. Und Psychotherapie (auch VT) vertane Zeit. So versuchte und versuche ich weiterhin durch`s Leben zu kommen. Leztlich muß ich mich mit meiner geringen Leistungfähigkeit abfinden. Wichtig scheint mir den Schlaf-Wachrythmus einzuhalten. Ich brauche wesentlich mehr Erholung als Andere. Ich nehme öfter Schlafmittel und auch das Stimulanz Ritalin. Alles vom Neurologen verschrieben. Aber ich kann nur Ritalin im begrenzten Ausmaß und mit Pausen nehmen, weil ich sonst Migräne bekomme. Es besteht bei ideopathischer Hypersomnie keine Gefahr der Abhängigkeit von Stimulantien, weil diese leider nicht so durchschlagend und auf Dauer helfen.