Die beiden Störungen treten oft nacheinander beim gleichen Menschen auf, oft kommt die Bulimie Monate oder Jahre nach der Anorexie. Frauen leiden unter dieser Störung ca. zehnmal häufiger als Männer. Anorexie beginnt meist im Jugendalter und tritt nur selten nach der Lebensmitte auf. Es ist eine Besonderheit der Anorexie, dass körperlich gesunde, junge Menschen allein durch selbstauferlegtes Hungern bis in den Bereich bedrohlicher Funktionsstörungen gelangen oder sogar sterben, obwohl der Tod keineswegs angestrebt und das Risiko des Todes zumindest nicht bewusst in Kauf genommen wird. Die Patientinnen verleugnen ihren körperlichen Mangelzustand und dessen Folgen vor sich und der Umwelt. Viele Menschen glauben, dass es ohne die Gesellschaft keine Magersucht gäbe. Ab Mitte der fünfziger Jahre hat die Magersucht erstaunlich stark zugenommen. Hervorzuheben ist, dass Magersucht vor allem in den oberen sozialen Gesellschaftsschichten vorkommt. Interessant ist auch, dass 90 bis 95% aller Magersüchtigen weiblichen Geschlechts und meist überdurchschnittlich begabt sind. Minderbegabte werden nicht magersüchtig, dies ging aus mehreren Studien hervor.
Die SYMPTOME für ANOREXIE (Appetitlosigkeit) sind:
• DIE QUÄLENDE ANGST, ZU DICK ZU WERDEN
• MINIMALE NAHRUNGSAUFNAHME
• HOCHGRADIGER GEWICHTSVERLUST UND MAGERKEIT
• EXESSIVE KÖRPERLICHE BETÄTIGUNG UND SPORT
• VERLUST DER MENSTRUATION (AMENORRHOE)





