Antwort: Gladem
Hallo.
Ich bin neu hier und habe auch unterschiedliche Erfahrung mit Sertralin dem Wirkstoff von Gladem.
Letzten Sommer wurde mir von einer Psychiaterin Sertralin gegen meine depressiven Phasen und Angstzustände verschrieben. Sie sagte mir ich sollte die Tablette abends einnehmen, weil ich dann besser schlafen könnte. Ich konnte 3 Tage nichts essen, weil mir so übel war und lang nachts wach, konnte nicht schlafen, war aber zu schwach um aufzustehen. Ich dachte ich müsste sterben. Ich hab an einem Tag auch noch gearbeitet und hatte Probleme nicht umzukippen. Ich hab die Tabletten dann am 4 Tag abgesetzt, weil ich es nicht mehr aushielt. Ich hatte dann noch 2 Tage Entzugserscheinungen. Ich sprach mit der Psychiaterin, die meine Beschwerden nicht ernst nahm und sich wunderte das die Dosis von 50 mg, welche angeblich Kinder ohne Probleme vertrugen, solche Probleme bei mir verursacht hatte. Ich war danach nie wieder bei dieser Psychiaterin.
Einige Monate später musste ich es wieder mit Medikamenten probieren. Mir wurde von meinem Hausarzt Adjuvin (Sertralin) verschrieben, ich begann mit 25 mg und nahm zusätzlich noch Trittico zum schlafen. Außerdem nahm ich das Adjuvin morgens, was sinnvoll ist, weil es anregend wirkt. Die erste Woche war unangenehm, aber nicht so schlimm wie beim ersten Mal. Mir war übel und benebelt war ich auch, auch Schwindelanfälle traten wieder auf. Aber diese Woche ist nichts im Vergleich zu 3 Monate lähmender Depression. Ich habe mittlerweile meine Adjuvindosis auf 50 mg erhöht, danach hatte ich wieder ein paar Tage Nebenwirkungen, das war aber nicht so schlimm, weil ich wusste es geht vorbei.
Momentan habe ich eigentlich keine Nebenwirkungen, außer ich trinke Cola, einen 2. Kaffee oder Alkohol, dann werde ich etwas benebelt. Aber ich reagiere auch stark auf Aspirin, wenn ich keine Ads nehme. Ich bin da halt ziemlich empfindlich.
Ich gebe zu das Sertralin ein starker Wirkstoff ist. Einmal nahm ich meine Tablette 4 Stunden später ein als üblich und mir war 2 Tage schwindlig.
Aber ich sehe das Medikament als Krücke an. Irgendwann werde ich es schaffen ohne es auszukommen. Momentan schützt es mich davor vollständig in die Depression abzustürzen.
Ich hoffe das ist für jemanden eine Hilfe.
lg Sabine