Neurodermitis mit 1 1/2

Thema: Neurodermitis mit 1 1/2

  • Neurodermitis mit 1 1/2

    Hallo an alle!

    Mein kleiner Patensohn hat jetzt mit 1 1/2 JAhren Neurodermitis diagnostiziert bekommen. Der arme kratzt sich immer und hat ständig offene stellen! Wir behandeln ihn mit Fettcreme für die besonders schlimmen Stellen und täglich gibts kate Umschläge.

    Hat noch wer nen Tip, was wir noch machen könnten?



    Gruß, Gundl

  • Antwort: Neurodermitis mit 1 1/2

    Also wichtig ist, dass man die gesamte Haut immer (!) eincremt mit möglichst fetthaltigen Cremes. Auch wenn es gerade ansonsten ganz gut ist. Das beugt der Neubildung solcher stellen vor.

    Hab gelesen man kann auch Tabletten geben aber da nehme ich auch an dass es bei so kleinen Kindern eher vermieden werden sollte. Ist der kleine nicht in ärztlicher Behandlung?

  • Fettcreme?!

    Hallo Gundl! Die Fettcreme solltet ihr nur drauftun, wenn die Entzündung ageklungen ist und sic eine Hornhaut gebildet hat. Wenn ihr die Salbe auf die entzündeten Stellen auftragt, wo die Neurodermitis gerade auf dem Höhepunkt ist, dann verschlimmert ihr das ganze nur! In so einem Nährmedium fühlen sich Bakterien besonders wohl und es wird nur schlimmer...

    Lasst das lieber mit der Creme und bringt deinem Patenkind bei, dass es nicht kratzen, sondern draufklatschen soll. Lindert den Juckreiz, verletzt aber nicht die Haut.



    Gruß,

    --jkadauke

  • Antwort: Neurodermitis mit 1 1/2

    Oh je, der arme kleine. Ich kenne auch eine Familie deren Kind ist auch betroffen, der kleine juckt und kratzt sich auh ständig, so dass es fast nicht möglich ist dass die Stellen heilen können, weil sie sich immer wieder entzünden. Die Eltern ziehen dem kleinen nachts baumwollhandschuhe an, damit er nicht alles aufkratzt.

  • Antwort: Neurodermitis mit 1 1/2

    Huhu! Tip von mir: Baumwollhandschuhe für den Kleinen (war doch ein Junge, oder?) für nachts, das verletzt die Haut beim Kratzen weniger und die Umgebung schön Allergenfrei halten (Staub, Tierhaare, Gräser, Milben etc.)



  • Antwort: Neurodermitis mit 1 1/2

    @pippi: 2 dumme 1 gedanke ;-)

  • Antwort: Neurodermitis mit 1 1/2

    hallo und danke für eure Antworten! Das mit der Fettcreme werd ich jetzt nochmal beim Arzt nachfragen, nicht das wir was falsches machen!

    Baumwollhandschuhe? Ok, habe sowieso noch nichts für Nikolaus, danke!

  • Antwort: Neurodermitis mit 1 1/2

    Wichtig bei Neurodermitis ist auch die Ernährung. Meine Bekannten haben dann voll auf die Fertigmenüs aus den Glässchen verzichtet und alles selber gekocht, vor allem allergenarm und keine scharfen Gewürze und reizende Lebensmittel mehr.

  • Antwort: Neurodermitis mit 1 1/2

    Hallo Gundl, vielleicht weißt Du ja was zu der Vererbbarkeit. Haben die Eltern oder einer davon auch Probleme damit oder woher kam das denn bei dem Kleinen?

  • Antwort: Neurodermitis mit 1 1/2

    Hallo auch hier! ;-)

    Neben den Baumwollhandschuhen (die wirklich gut + wichtig + hilfreich sind!) fällt mir noch ein:

    Jedes Kind mit Neurodermitis reagiert auf andere Dinge besonders oder auch gar nicht. Wenn diese Diagnose neu ist - fängt also vor allem eine (anstrengende, ich weiß *tröstendguck*) Test-Zeit an. Testen heißt, wenn es ein neues Nahrungsmittel gibt - möglichst nicht zeitgleich ein zweites beginnen ... sondern 1-2 Wochen lang die Reaktion auf das eine beobachten ... ebenso beim Waschmittel ... oder bei sonstwas. Und sonst nur Dinge geben, von denen bekannt ist, dass Dein Patensohn sie verträgt. Für den Anfang kann man (wenn er wahrscheinlich auch Dinge des bisherigen Speisezettels nicht verträgt - und man wissen möchte, welche) eine sogenannte Testdiät oder so machen, am besten in Absprache mit dem Arzt also erstmal alles streichen, wie bei einer Magen-Darm-Erkrankung ... und nur abgesprochene, "harmlose" Kost geben ... und dann Stück für Stück Nahrungsmittel "einführen".

    Thema Wäsche:
    Bei einem Kind darf die Wäsche nur mit einem bestimmten Waschmittel gewaschen werden - bei anderen ist das völlig egal. Das eine Kind verträgt keinen Weichspüler - das andere Kind keine rauhen Klamotten ohne Weichspüler. Bei meinem Sohn genügte es damals meist, dass ich seine Sachen öfter spülte - damit Waschmittel + Weichspüler möglichst wirklich raus sind.

    Thema Essen:
    Das eine Kind verträgt keine Farbstoffe - andere ja. Eins verträgt keine Phosphate (-> Schmelzkäse, Wurst, industrielle Kost, Cola, ...) - das andere ja. Eins verträgt keine Kuhmilch ... ein anderes kann nur Joghurt oder Quark essen (aber keine Milch trinken oder so) ... und wieder andere vertragen alles mit Kuhmilch. Das eine Kind ist unglücklich, wenn alle Spielkameraden ihr chemisch-buntes Naschzeug auspacken - und will wenigstens das weniger bunte aus dem Reformhaus als Ersatz ... ein anderes kann mit dem Ersatz wenig anfangen - und nascht dann lieber ganz was anderes, Trockenfrüchte z. B. Mein Sohn vertrug damals vor allem keine Säuren ... also keine Tomate, keinen Spinat, keine Zitrusfrüchte, keinen Multisaft, keine Limo/Cola oder sowas und auch nix Scharfes, keine Paprikasalami, kein Chili oder sowas - auch nicht nur wenig am Essen dran, auch nicht, wenn ich es aß - und ihn noch stillte.

    Thema Windel:
    Mit 1,5 Jahren trägt er ja sicher noch welche. Auch das kann ein Testfeld sein. Mein Sohn hat damals nur Fixies vertragen - keine Pampers, keine Moltex Öko, kein gar nix. Und natürlich Stoffwindeln (dann kann wieder das Waschmittel usw. Thema sein ;-) ). Und möglichst nicht zu lange dranlassen.

    Thema Körperpflege:
    Manche Kinder vertragen nur Duschzusatz usw. auf Ölbasis ... andere auch milde Shampoos + Duschgele ... wieder andere alles. Oder nur die eine milde Creme aus der Apotheke ... oder nur farbstofffreie ... oder was weiß ich. Meinen Sohn hab ich damals meistens mit Molke und/oder Kleie gebadet - das half + reinigte prima. Ölbäder allzu oft angewendet, können nämlich auch mehr kaputt machen, als sie nützen. Von Babyöl rate ich eher ganz ab - das trocknet die Haut auf Dauer total aus, verstopft die Poren usw. - jedenfalls das handelsübliche auf Erdölbasis. Wenn schon Öl - dann lieber ein gutes Olivenöl oder so. Und nicht zu oft. Für die Basispflege der einschlägigen Körperstellen hatten wir die Dermatop Basissalbe ... und in schlimmen Phasen für die schlimmen Stellen eben die Dermatop Creme. Ansonsten vor allem klares Wasser ... und eben Kleie, Molke, Olivenöl.

    Thema Psyche:
    Ja, auch das ist sehr wichtig. Möglichst vermeiden sollte man, dass sich alles um das Kind + seine Neurodermitis dreht. Dann schleichen sich ganz schnell Verhaltensweisen ein, die man erstens nicht so schnell wieder rausbringt - und die zweitens auf Dauer alle terrorisieren und dem Kind nicht nützen. Wo und wann immer es geht, das Kind also genauso normal wie alle anderen Familienangehörigen + Gäste + Kinder oder so behandeln. Und wenn das nicht geht - das so nebenbei und selbstverständlich wie möglich abwandeln. Was ich von meinem Sohn weiß: Ihm war Regelmäßigkeit, Verlässlichkeit + Rituale sehr wichtig. Chaos und alles durcheinander oder irgendwann mal oder sowas bekam ihm weniger gut. Und gerade bei diesen atopischen Krankheiten spielt die Psyche immer eine große Rolle! Doch auch hier gilt es, das eigene Kind immer besser kennenzulernen + so auch zu lernen, was ihm gut tut und was weniger.

    Auf jeden Fall wünsche ich euch viel Geduld und viel Kraft - und auch viel Freude mit- und aneinander!

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

    PS: Ich werd mal überlegen, ob mir nochwas einfällt ... dann tipp ichs auch noch hier rein.

© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen