Help: Männer sind vom Mars Frauen von der Venus...und alkohol ist aus der Hölle ?

Thema: Drogen

Thema: Help: Männer sind vom Mars Frauen von der Venus...und alkohol ist aus der Hölle ?

  • Help: Männer sind vom Mars Frauen von der Venus...und alkohol ist aus der Hölle ?

    Hallo *,

    seit Jahren bin ich mit einer bezaubernden deutsch-brasilianischen Frau verheiratet.

    Beide haben wir einen "überdurchschnittlichen" Bildungsgrad, wenn man das so sagen darf. Kommen (Sie mit deutschen Wurzeln aus Brasilien, ich BRD) aus "gutbürgerlichen" Verhältnissen...

    Zzuerst glücklich über ihre "wilde" Studienzeit mit der ein oder anderen wirklich ! harmlosen ! Drogenerfahrung hinweg gestolpert, dann ins gemeinsame "erste Nest", geheiratet und schliesslich nach 5 Jahren Ehe auch ein süsses Kind gezeugt.

    Wie man so sagt "Bilderbuchgeschichte" mit Family-happy End. Alle glücklich, zufrieden und wie jede andere Durchschnittsfamilie mit den "Durchschnittsproblemen" des "Durchschnittseuropäers" "belastet. Wo fahren wir in den Urlaub ? Welches Auto kaufen wir ? Ist genug Kohle da für all unsere kleinen Wünsche usw. usw.

    Scherz beiseite, wir haben nicht wirklich irgendwelche "existenziellen" Probleme in unserem Leben vor der haustür, abgesehen davon, dass unsere Finanziellen Mittel locker reichen um zu essen, trinken Urlaub un dAuto zu zahelen, aber fürs Eigenheim im mehrere Tausend Euro Niveau es halt nicht reicht.....für mich kein Beinbruch.

    Nicht mehr, und nicht weniger...So viel zur Vorgeschichte...

    Seit Geburt des Kindes (ca. 2 Jahre) kommen bei meiner Frau Dinge zum Vorschein, die ich "verdrängt", "vergessen" oder gar "ignoriert" habe. Ich spreche von einer überdurchschnittlich hübschen, klug und gebildeten Frau die auch im "fremdbild" der meisten Menschen sicher auch als sehr erfolgreichen angesehen wird.....

    was mich verwundert, dass trotz alle dem, in letzter Zeit die "Flasche" ein guter "Freund" dieser Frau geworden ist.....

    Immer wieder sehe ich meine Frau, insbesondere auch "heimlich" am Alkohol "nippeln". Es werden "kleine" Vorräte im Keller versteckt und der "Schluck, mal eben so" beim runter gehen zum "Wäsche" Waschen konsumiert....all zu oft wird "verleugneet" das das Gläschen Prosecco oder das "Weinchen" gerade eben die Kehle runter geflossen ist......und ich kann im Grunde nur zuschauen.

    Niemand würde mir glauben, dass da ein "Problem" ist...Sie ist viel zu klug als dass Sie "auffällig" werden könnte bei Menschen ausserhalb unserer vier Wände...eben weil Sie ja eine "Traumfrau" ist...die im "Fremdbild" ALLES IM GRIFF AHT.

    Die Relaität spiegelt oft andere Dinge wieder....

    Vor einigen Jahren, da war man selber noch etwas "jünger" (also als Frau unter den 30) und die für Sie wohl wichtige "absolute" Freiheit und "Selbstbestimmung war kein Thema. Mit zunehmendem Alter wächst die (auch fremdbestimmte) Verantwortung, insbesondere nicht mehr nur für sich selbst...sondern auch für andere (Partner, Kind usw.) und die "Freiheit" wird durch Fremdbestimmung immer mehr "eingegrenzt".

    Wenn ich es so revue passieren lasse, dann ging es meiner Frau immer ser gut, sie stand auf der Sonnenseite des Lebens...und hat ihre "Wünsche" meistens verwirklichen können...wenn auch sehr oft die pure EMotion die Haupt-triebfeder für Entscheidungen war/ist, mehr denn die rationale Betrachtensweise, oder "das zu Ende denken" und "Konsequenzen...

    Heute scheint das das Problem zu sein....das es "langfristentscheidungen" gibt...

    Immer wieder scheint Sie sich selbst vor Augen zu führen, dass "Ihr" (freiheit ?) Leben nun vorbei ist. Sie muss "zurückstecken", "steckt" fest. Die "absolute" Unabhängigkkeit, ist gerade durch unser Kind, dass zugegebenermassen extrem Fordernd ist was den "Betreuungsaufwand" angeht (ein echter Wirbelwind ;-))...vorbei.

    Plötzlich macht sich breit, dass "Regelmässigkeit" und "Eingriffe" in die persönliche Privatsphäre den Alltag dirigieren. Man wird auch "älter", ist nicht mehr so "unantastbar"....und hier liegt der Hund wahrscheinlich begraben.

    All das "unabdingbare" macht meine Frau "unglücklich" wie mir scheint und ich schaffe es nicht, bzw. "versage" ? Ihr da den Rückhalt zu geben, um ihre Zufriedenheit so weit zu entwickeln, dass Sie diese "schlechte Gewohnheit Alkohol" nicht weiter ausbaut(bei ihr ist Entspannung = "ein Gläschen", Belohnung = ein Gläschen, Feierlichkeiten = ein Gläschen, Frust = ein Gläschen...).

    Ihr ist "schön" nicht schön genug...denn es gibt noch "schönere". Ihr ist "erfolgreich" nicht erfolgreich genug, denn es gibt noch "erfolgreichere" usw. usw.

    Immer wieder "vergleicht" Sie insgeheim sich mit anderen und stellt fest, dass es andere gibt die "glücklicher", "schöner", zufriedener, reicher...oder was auch immer sind. Leider vergisst Sie die "Mehrheit" der übrigen Menschen, die im Regelfall in vielen Katogorien "schlechter" abschneiden als Sie/wir selber. Jeder Mensch hat "einzelne" Stärken...bei jedem einzelnen Mensch dessen Stärken mit den eigenen "Schwächen" zu vergleichen führt unweigerlich zum Frust wie mir scheint....so traurig es ist, der Blick meiner Frau schielt immer auf das was andere "mehr" oder "anders" haben und nicht auf das was andere "entbehren" oder in anderen Kategorien "weniger haben....da ist Frust vorprogrammiert.

    Es entsteht ein Teufelskreis der Sie frustriert und wie mir scheint "in sich zurückziehen" lässt, sich "ihrem" Schmerz oder unglück hingeben zu können. Der Alkohol hilft da diesen "Schmerz" zu umgehen ?, zu "ignorieren", oder die Gefühle so zu verdrängen, dass das "unterbewusstsein" oder der "unechte" "verfälschte" Mensch die Oberhand gewinnt.

    Lange Rede kurzer Sinn...ich weiss mir nicht mehr zu helfen. Jedwede Verhaltensweisen meinerseits führen nicht zum Erfolg. (Übertriebenes ?) Verständnis, "Freiraum, Ignoranz der Situation, zur Rede stellen oder auch "hilfe" anbieten bis hin zum "Wegsehen" oder "Drohungen/Repressalien"...all das hat keine Wirkung. Sie trinkt und "entwickelt" für sich selbst imer Situationen, um sich "ihr Tröpfchen" gönnen zu können.

    Mal ist "Frust" über den "anstrengenden" Tag die Rechtfertigung, mal der "seltene" Moment zu zweit, oder die Ruhe "allein", oder einfach nur die "Runde" mit den Freundinnen oder auch ein anderer Anlass schnell gegeben den Startschuss ab zu feuern. Es ist nicht so, dass Sie bis zur Besinnungslosigkeit säuft, dennoch ist die Regelmässigkeit in letzter Zeit absolut gegeben. Die Dosen sind einfach "täglich" und auch möglichst "heimlich" ein zu nehmen, denn zu einem "offensichtlichen" Problem möchte man ja nicht werden....schon gar nicht zugeben, dass da ein Problem sein könnte...oder sich mit riesen Schritten anbahnt.

    Wan immer ich dienstlich ausser ahus bin, kann ich sicher sein, dass am Tag an dem ich wieder zu Hause ankomme eine Flasche Sekt/Prosecco leer in unserem Mülleimer rumliegt...die "Beute" des Vorabends...

    Ich bin frustriert, da ich in letzter Zeit auch beruflich sehr eingespannt bin und jede freie Minute mit meinem Kind verbringe und ich "Angst" entwickle, dass es mitbekommt das etwas mit "Mama" nicht stimmt. Oft ist es so, dass Sie während der Stunden (meist 2 -3 bevor ich dann aus der Arbeit komme) die Sie unser kind nach dem Kindergaten "alleine" Betreut, schon "ein Gläschne" trinkt.....darüber bin ich am meisten frustriert, denn wenn ich dann nach Hause komme ist meine Frau "besonders" freundlich, anhänglich oder besorgt um mich...eben "unecht" und geradezu "verfälscht" und das macht mir dann die meisten Sorgen, da Kinder sehr "sensibel" sind was ihre Eltern angeht....

    und ich hasse es , wenn ich erkenne, dass meine Frau während der Betreuung meiner Tochter paralell ihr "gläschen" trinkt...noch kann Sie nciht viel "plaudern", aber was ist wenn Sie es schon von Kindesbeinen als "normal" ansieht, dass bei jeder passenden und unpassenden Glegenheit Mama das Glas erhebt ?

    Ich finde das schrecklich und es tut weh !

    Sicher liebt Sie ihr Kind über alles und ist auch eine gute Mutter, aber so lange Sie so frustriert ist und nur der Alkohol Sie in "Ihre" Welt befördern kann in der sie "stark" genug ist zu verdrängen der ähnliches, steht unser "Glück" auf des messers Schneide....



    Mal eine Frage....an wen wendet man sich bei so etwas ?

    Ich habe etliche internetseiten durchsucht, telefonische Seelsorgen studiert...ERgebnis ?

    So lange der "Betroffene" Sein Problem "verneint" ist jede "fremd Einmischung" sinnlos....und ich wäre eine "Fremd" Einmischung, oder ?

    Wer eine guten Tipp hat wo man Hilfe zur Selbsthilfe bieten kann, der sei herzlich eingeladen mir adresse, Internetseite oder telefon nummer zu nennen...ich will als unterstützung nichts unversucht lassen meiner Frau einen das vor Augen zu führen und Ihren Frust zu mindern...dann entledigt Sie sich vielleicht von dem falschen "Ruhe/Entspannungsspender" Alkohol.



    bis denne

    ein frustrierter Ehemann







    Sicher









  • Antwort: Help: Männer sind vom Mars Frauen von der Venus...und alkohol ist aus der Hölle ?

    Der erste Schritt ist getan, und man hat richtig gemerkt, dass du das Niederschreiben dieses Textes richtig gebraucht hat. Hast du mal im Internet auf eurer örtlichen Behördenseite nach Rufnummern geschaut? Oft bieten auch die christlichen Gemeinden Hilfe an, die nicht unterschätzt werden sollte - vor allem, wenn man selber ein wenig gläubig ist.

    Was klar ist, ist, dass deine Frau Hilfe braucht, aber ich denke, mit einem Ehemann wie dir, der sich Gedanken macht - auch über das "Warum?" - ist immer eine gute Stütze!

    xxx

  • Help....

    Grüß dich Anonym,

    mein Name ist Georg, ich bin Alkoholiker und medikamentenabhängig.

    normalerweise würde ich jetzt nur von mir reden, nur ich weiß nicht ob du nach deinem langen Schreiben und in deiner offensichtlichen Not davon etwas hättest, kann ich ja immer noch später nachholen.

    Was kannst du nun tun um deiner Frau UND dir zu helfen? Besser als im Internet werden dir wohl Selbsthilfe-Gruppen in deiner Stadt, in deiner Nähe helfen können, die "Anonymen Alkoholiker" und ihre Angehörigen-Gruppen findest du überall in Deutschland, sicher auch in deiner Nähe.

    Gerne möchte ich dir Mut machen, du hast den Schritt in die Öffentlichkeit gemacht, sehr guter Anfang.

    Ein weiterer Schritt wäre, deine Verantwortung für das Verhalten deiner Frau und deine Beschützerrolle aufzugeben. Du fragst nun sicher, "was wird den dann aus ihr"? Was ist denn aus ihr geworden bis jetzt wo du für sie da warst? Nichts Gutes!

    Hast du jemand, der/die für dein Kind sorgen kann in deiner Abwesenheit? Darin wird sie wohl als erstes erkennen, das es so nicht weiter geht und es unmöglich ist im "Suff" (entschuldige den harten Ausdruck, aber alles andere wäre ein Verniedlichen des Problems) für ei Kind Verantwortung zu übernehmen.

    Ich würde mich freuen bald wieder von dir zu lesen. Dann auch sicher mehr von mir.

    Bis dahin alles Gute und liebe Grüße, Georg

    PS: xxx hat über die Gläubigkeit geschrieben, ich möchte mich ihm anschließen, wenns dich stört, überlese es.

    "Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit das Eine vom Anderen zu unterscheiden"

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