Inwiefern kann Urin bei was helfen?

Thema: Inwiefern kann Urin bei was helfen?

  • Inwiefern kann Urin bei was helfen?

    Habe das schon oft gehört, dass manche ihren Morgenurin trinken, was ich selber irgendwie sehr suspekt finde, aber ok...

    Aber wobei kann Urin eigentlich noch helfen? Bei Pickeln vielleicht?

  • Dieser Beitrag wurde von kali vor etwa 1 Jahr gelöscht
  • urintherapie im ayurveda von sylvia schneider aus naturmedizin aktuell vom 10. juni 2010 insbesondere bei hautproblemen

    Von:

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    Asiatische Medizin kennt Urin-Therapie seit Jahrtausenden

    von Sylvia Schneider

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    die indische Medizin hat im Gegensatz zur westlichen mehr als 2.000 Jahre Erfahrung mit der Eigenurin-Behandlung, die bei ihr einen großen Stellenwert einnimmt. Im Ayurveda wird Urin als Heilmittel eingesetzt. Auch Hippokrates schätzte Urin als Heilmittel. Die alten Ägypter schworen auf die positiven Wirkungen des eigenen Harns. Sie nutzen den Urin sowohl zur Analyse von Krankheiten als auch zur Heilung. Aus Beschaffenheit, Farbe, Geruch und Trübung zogen sie bereits - wie auch unsere heutigen Ärzte - Schlüsse auf bestimmte Leiden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Urin ebenfalls zur Diagnosestellung herangezogen.

    Bei diesen Leiden wird von ayurvedischen Therapeuten eine Eigenurin-Behandlung empfohlen:

    • Hautleiden wie Schuppenflechte oder Neurodermitis
    • Rheuma
    • Kopfschmerzen und Migräne
    • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
    • Allergien
    • Leberleiden
    • Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsverschlechterung

    Bleiben Sie natürlich gesund!

    Ihre Sylvia Schneider

    Diese Rezepte hält das Ayurveda für Sie bereit

    von Sylvia Schneider

    Wenn Sie bereit sind, diese Therapie auszuprobieren, wird Ihnen zunächst geraten, den Morgenurin zu verwenden, weil er die höchste Konzentration seiner Inhaltsstoffe aufweist. Denn im Laufe des Tages wird der Harn verdünnt - etwa durch die Flüssigkeit, die Sie aufnehmen. Fangen Sie beim Wasserlassen das zweite Drittel - den so genannten Mittelstrahlurin - in einem Plastikbecher auf. Man geht davon aus, dass mit dem ersten Drittel die meisten Bakterien schon ausgespült werde und Sie so von Ihnen verschont bleiben. Verwenden Sie den Harn möglichst sofort, um ein Keimwachstum zu vermeiden.

    Für eine Trinkkur trinken Sie ein Schnapsglas auf nüchternen Magen. Mit etwas Obstessig vermischt, klappt das meist besser, weil Uringeruch und -geschmack dadurch etwas übertönt werden. Diese Kur sollte mindestens zwei Wochen dauern, besser noch drei bis vier Monate.

    Bei Halsschmerzen können Sie mehrmals täglich mit frisch gewonnenem Morgenurin gurgeln. Bei Erkältungen oder Ohrenschmerzen wird empfohlen ein bis zwei Tropfen frischen Eigenurin in Nase, Augen oder Ohren zu träufeln.

    Für die äußerliche Anwendung bei Hautentzündungen (Ekzeme, Herpes, Neurodermitis, Fußpilz) tupfen Sie einige Tropfen frischen Eigenurin auf die betroffenen Hautstellen.

    Wertvolle Krankheitshinweise schlummern im Urin

    von Sylvia Schneider

    Urin nimmt jedoch auch in unserer westlichen ärztlichen Diagnostik einen großen Stellenwert ein. Denn aus den Abbaustoffen des Stoffwechsels können wertvolle Hinweise auf Krankheiten gewonnen werden - oft noch bevor sich die ersten Symptome zeigen. In einer normalen Urinprobe befinden sich bis zu 2.000 verschiedene Biomarker, die auf bestimmte Erkrankungen hindeuten können. Damit lassen sich beispielsweise Erkrankungen der Nieren nachweisen. Auch Diabetes oder eine Dehydrierung des Körpers (etwa wenn Sie nicht genügend Flüssigkeit zu sich nehmen) können so in einer frühen Phase erkannt werden.

    Die normale Untersuchung des Harns per Teststreifen ist einfach, unbelastend für den Patienten und preiswert. Das Ergebnis liegt meist blitzschnell vor und ist aussagekräftig. Mit den Teststreifen lassen sich beispielsweise rote Blutkörperchen nachweisen, wenn es zu einer Blutung der Harnwege gekommen ist. Weiße Blutkörperchen zeigen eine Infektion im Körper an. Erhöhte Eiweißwerte können ebenfalls mit einem Teststreifen nachgewiesen werden. Sie deuten unter anderem auf eine Nierenerkrankung hin.

    Bei bestimmten Erkrankungen finden sich vermehrt Stoffe im Urin, die dem Körper auf keinen Fall wieder zugeführt werden sollten. Auch wenn Sie bereits bestehende Krankheiten haben, ist die Eigenurin-Therapie absolut tabu für Sie.

    Der im Urin enthaltene Harnstoff (Urea) wird als bewährtes Mittel zur Entzündungshemmung in Salben, Cremes und Lotionen verwendet. Diese werden bei trockner Haut, Hautreizungen und -entzündungen eingesetzt. Seine Wirkung ist für diese Indikation durch klinische Studien anerkannt.

    Übrigens: Rot gefärbter Urin muss nicht unbedingt auf eine blutige Entzündung hinweisen. Auch das Betacyanin und Carotin aus der Roten Bete verfärben den Harn. Der Genuss von Spargel hingegen hinterlässt bei den meisten Menschen in Windeseile seine typische Duftnote im Urin.

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