Hallo ihr Lieben,
ich bin eben auf euer Forum gestoßen und dachte mir, das ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.
Ich schreibe hier über meine beste Freundin, die hat dieses Jahr das Bein bis zum Knie amputiert bekommen. Sie ist Diabetikerin und das war wohl eine Folge davon. In der Reha war sie auch schon, jetzt hat sie die endgültige Prothese bekommen. Sie muss zur Zeit Lauftraining und Muskelaufbau machen. Soweit die technischen Daten.
Jetzt kommt das andere, ich versuche ihr in ihrer Trauer so weit es geht zu helfen, aber im Moment komme ich an meine Grenzen. Ich kann halt nur bis zu einem gewissen Teil nachvollziehen, was es heißt auf einmal ein Körperteil weniger zu haben. Sie schwankt im Moment sehr in ihrer Motivation und ich kann ihr nicht helfen. Das Lauftraining verursacht ihr Schmerzen, ich glaube ja das das normal ist. Sie streitet sich dann mit ihrer Therapeutin und mag dann am liebsten gar nicht mehr weiter machen. Ich persönlich glaube sie wünscht sich ihr altes Leben zurück, aber das geht doch nun mal nicht. Jedenfalls nicht mehr ganz.
Ich habe mit ihr nochmal gesprochen und sie hat mir grünes Licht gegeben, mal im Internet nach Hilfe zu suchen. Ich denke mir, wenn sie ein paar "alte Hasen" kennenlernt, die diese Phasen schon durch haben, die können ihr bestimmt besser helfen wie ich.
Deshalb an euch, wie kann man an Selbsthilfegruppen kommen, an wen wendet man sich ( Krankenkasse?).
Wie kann ICH mit der Situation umgehen? Ich versuche sie gut es geht zu verstehen, ich darf ihr auch sagen wenn sie sich zusammen reißen soll, ich sag ihr auch schon mal das sie mir leid tut, aber das es so ist wie es ist und man damit fertig werden muss. Auch wenn der Spruch vielleicht stimmt, das sie in ein zwei Jahren drüber lacht, jetzt kann sie es nicht. Und ich will ihr jetzt helfen.
Ich hoffe das war nicht zu durcheinander und ihr habt ein bißchen Hilfe für mich.
Ich danke euch schon mal allen.
Gruß Tati

