Verrohte Gaumennahtsprengung und Delaire-Maske für Kleinkind bei Stuttgart

Thema: Verrohte Gaumennahtsprengung und Delaire-Maske für Kleinkind bei Stuttgart

  • Verrohte Gaumennahtsprengung und Delaire-Maske für Kleinkind bei Stuttgart

    Liebe Leser und Eltern,

    heutzutage ist Wachsamkeit angesagt.
    Gerade hatte ich, nochmal rechtzeitig, eine Adressen-Anfrage von Eltern eines 5-Jährigen, bei dem ein Kieferorthopädie westlich von Stuttgart wegen ausgeprägter Progenie (Vorbiss) zuerst eine Gaumennahtsprengung (GNE) und dann noch eine Gesichtsmaske, um den Oberkiefer nach vorne zu zerren, plante.
    Es ist erschreckend, wie hier gleichermaßen A) die Funktionskieferorthopädie (Arbeiten mit dem Wachstum, das bei Kleinkindern reichlich vorhanden ist) und B) die Nutzung aktiver Platten (Kieferdehnung, Zahnkorrektur) aktiv verlernt werden! Beide Techniken ergänzen sich gut, sind schonend und wirtschaftlich und in Europa über 70 Jahre lang bewährt und verbessert. Wer serviert sie heutzutage dermaßen ab?

    Nachdenkliche Grüße,
    Hordeotech
    www.sanfte-zahnklammern.de

  • Dieser Beitrag wurde vor mehr als 4 Jahren gelöscht
  • Antwort: Abwarten und Zähneziehen ist auch ziemlich roh

    Liebe Leser,
    1x ist keinmal, 2x ist ein Trend, 3x ist eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit (Informatikerweisheit).
    Die geschilderte Brutalemethode ist in Deutschland noch nicht die Regel, aber mir schon mehr als 3x untergekommen, und außerdem oft in Österreich. Dort hat neulich ein Arzt einen 8-Jährigen mit ähnlicher Fehlstellung gemobbt, er sähe ja so hässlich aus, und hat die Mutter dreist angelogen, dass sanftere Methoden nicht helfen würden und nur Zeitverschwendung seien. Diese Lüge kommt mir das 1. Mal unter, ist aber schon die 4. Marketing-Lüge, die ich kenne, mit der Hersteller fester Spangen vehement die herausnehmbaren Spangen miesmachen. Obwohl die bei uns über 50 Jahre lang das vorherrschende Behandlungsdmittel waren.

    > Er war 3 Jahre in kieferorthopädischer Behandlung - doch alles auf die "sanfte" Art. Lose Klammer oben, feste Klammer oben - feste Klammer unten - und das war für das Kind schon eine Tortour - leider konnten zwei von den schiefkommenden Zähnen oben nicht gerettet werden und und die Gegenstücke mussten unten gezogen werden
    ++ Alles ist relativ, aber trotzdem:
    so eine feste-Spangen-Quälerei und vor allem, 4 gesunde Zähne ziehen, OBWOHL die Fehlstellung FRÜH erkannt wurde, das ist ein Saftladen! Da wurde doch der Platzgewinn VERSÄUMT, und solche (mutwilligen?) Versäumnisse sind heutzutage leider Legion.
    http://www.sanfte-zahnklammern.de/geraetelistea/geraetelistea.html
    zeigt, rot unterlegt, ein Beispiel so einer saumseligen Spange, die eine eingeengte Eckzahn-Lücke in keiner Weise zu öffnen vermag! Also auch dabei AUGEN AUF!

    Wenn dann nach Zähneziehen die Lücken mit einer festen Spange zusammengezurrt werden, resultieren verkleinerte, und oft unnatürlich spitze Zahnbögen. Eine Verkleinerung des Unterkiefers beengt die Zunge, und eine Verkleinerung des Oberkiefers die Nasenatemwege, denn die sind das Obergeschoss des Oberkiefers. Und im Alter droht ein erhöhtes Risiko von Kiefergelenksbeschwerden.
    Übrigens kamen auch bei mir 3 bleibende Zähne etwas neben den Milchzähnen raus, so dass die Milchzähne nicht selbst ausfallen konnten, sondern gezogen werden mussten. Anschließend gelang es (etwa anno 1980, Westfalen), die Zähne mit losen Spangen einzureihen. Die unteren wurden sogar noch während sie wuchsen ganz ohne Druck oder Zug an ihre Position gelenkt, mittels Führungsflächen, die an der losen Spange gezielt eingeschliffen waren.
    Das Leben könnte so schön sein – aber dazu müssen wir von den wirklich sanften Methoden erfahren, und sie einfordern! Schwierig in einem Gesundheitssystem, das von Krankheit und Therapien lebt. Aber erinnert mich an die Mustergesuche im Hauptmenü meiner oben angegebenen Seite ...

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