Hallo!
Ja, auch mit "ganz normalen" Nahrungsmitteln oder so können manche Medikamente Wechselwirkungen eingehen.
Hier schonmal zwei wichtige Tipps:
Grapefruits z. B. sind grundsätzlich sehr gesund ... sie kurbeln den Zuckerstoffwechsel an, halten den Insulinspiegel niedrig, helfen beim Abnehmen, beugen Diabetes vor usw. Doch: Wer bestimmte Medikamente nimmt, sollte Grapefruits lieber meiden! Ihr Saft kann sowohl die Wirkung als auch die Nebenwirkungen von Cholesterinsenkern und anderen Pharmaka im Extremfall verzehnfachen (!!!). Ursache dafür sind so genannte Furanocumarine, die verhindern, dass ein Teil der Medikamente im Darm verdaut wird. Dadurch nimmt der Mensch deutlich mehr Wirkstoffe auf als ursprünglich vorgesehen. Werden Säfte zur Aromaverstärkung zusätzlich mit dem Öl der Frucht angereichert, enthalten sie sogar noch mehr Furanocumarine und die Auswirkungen auf den Körper können weiter verstärkt werden.
Viele Menschen möchten sich auch - wenn sie schon Antibiotika einnehmen müssen - besonders gesund ernähren, also mit viel Obst und Ballaststoffen. Das kann jedoch buchstäblich nach hinten losgehen. Denn Antibiotika verringern auch die normalen, gesunden Darmbakterien. Deshalb binden dann nicht verdaute Kohlenhydrate das ebenfalls vermehrt vom Dickdarm freigesetzte Wasser und es kann zu Durchfall kommen. Daher sollten für die Zeit der Antibiotika-Wirkung Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an schlecht verdaulichen Kohlenhydraten (wie in vielen Früchten), ebenso wie Süßungsmittel mit Fruchtzucker und Sorbitol sowie Karotten, Kohl, Bohnen u.ä. faserreiches Gemüse gemieden werden. Empfehlenswert ist dagegen probiotischer Joghurt (aber konsequent täglich die gleiche Sorte) und leichtverdauliche Krankenkost.
Vielleicht weiß ja noch jemand ähnliche Tipps und Zusammenhänge?
Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

du erklärst die sachen immer so schön... hach... 
