Genuss und Mißbrauch

Thema: Genuss und Mißbrauch

  • Antwort: Genuss und Mißbrauch

    warum ist für Dich Glück nur ein kurzer Genuss??Klar kann man nicht ununterbrochen Glück haben-aber wenn man es hatte dann zieht dieses Glück doch längere Phasen nach.Und wenn ich wie früher jeden Tag fast Alkohol getrunken habe-weil man viel in Bistros und Discos ging--dann war ich trotzdem nicht abhängig und der Genuss war ja nun auch nicht gerade von kurzer Dauer!?Und wenn ich ein saunafun bin dann geniesse ich die Sauna auch jeden Tag sonst würde ich es doch nicht tun!!Also im Zusammenhang mit Abhängigkeit von Drogen und Alkohol oder Pillen sehe ich das Wort Genuss eigentlich nicht als vergleichbar an,Auch nicht wenn ich wieder cleen bin.Trinkt ein Kranker mehr ???Ich kenne Alkis die trinken garnicht sooo viel--da trank und vertrug ich mal viel viel mehr.Nur sie machen nie Pause-der Spiegel bleibt im körper und wenn er sinkt sind sie totkrank und greifen wieder zu Nachaschub.ich hab zum Beispiel nie verstanden das viele morgens wegen dem kater-mit dem gleichen weitermachen-also wieder trinken!!Man sagte mir immer das wäre das beste Mittel-für den Kater!!!!Mir war dann eh schlecht genug und mich ekelte davor.Gott sei Dank denke ich mal. l.G

  • Antwort: Genuss und Mißbrauch

    @ Patient:

    "Ausserdem denke ich das Gänseblümchen so ähnlich wie ihre Mutter reagiert, weil Sie die selben gene haben.-oder hab ich das was falsch verstanden?!?!"

    -> Hmmm, also ich glaube, da liegt jetzt wirklich ein Missverständnis vor: Mutter war/ist so einiges - aber nicht süchtig. Ich habe "lediglich" durch die 15/20 Jahre Hölle früher hin und wieder recht labile Phasen. Und wenn ich da trinken, Benzos nehmen oder sonstwas tun würde - wäre ich 1-2-3 sicher süchtig.

    @ alle:

    Hmmm, und was das Thema "Genuss, Glück - und das Maß" oder so anbetrifft ...

    Also im Bezug auf das Glück denke ich, dass wir es vor allem (nur?) dann wahrnehmen und eben genießen können, wenn es nicht dauerhaft anhält - sondern sich mit weniger glücklichen Momenten abwechselt. So in etwa, wie wir auch Berge nur wahrnehmen können, wenn es dazwischen auch das eine oder andere Tal gibt. Sonst wärs ja einfach ne Hochebene - aber ohne herausragenden Gipfeln dazwischen.

    Und Genuss/Genießen - das geht für meine Begriffe nicht wirklich nebenbei, nicht grenzen-/wahllos und auch nicht ohne Bewusstheit + Achtsamkeit.

    Je genauer wir eine Sache kennen und je aufmerksamer wir uns ihr zuwenden - desto nuancenreicher können wir sie auch wahrnehmen und genießen und um so mehr Details können wir auch mit unseren Sinnen wahrnehmen und beschreiben. Ganz gleich, ob ich also nun auf Käsesorten, Weine, spezielle Stoffe (-> Textilien), Tees, Pellkartoffeln, Apfelsorten, besondere Musik oder sonstwas stehe: Je mehr ich mich damit beschäftige, um so differenzierter kann ich diese Dinge wahrnehmen, um so vertrauter werde ich mit ihnen und um so geschärfter werden meine Sinne dafür sein.

    Gerade heute in unserer sehr schnelllebigen Zeit sind wir oft geneigt, viele Dinge gleichzeitig zu tun. Doch um einer Sache gerecht werden zu können, sie genießen zu können, feine Nuancen wahrnehmen zu können usw. - müssen wir unsere Achtsamkeit auch darauf ausrichten und uns möglichst ganz dafür entscheiden. Zum Genuss gehört es, dass ich mir ganz in Ruhe und ganz bewusst etwas aussuche, mich dafür entscheide und mich dann mit vielen/allen Sinnen darauf einlasse, um es wirklich und bewusst erleben (eben genießen) zu können. Und das geht nicht nebenbei.

    Genießen, das heißt auch nicht, wahl- und grenzenlos irgendwas zu konsumieren - sondern sich eben mit Bedacht genau das auszusuchen, was mir in dem Moment eben gut tut. Und auch in der Menge, die mir eben wirklich gut tut. Von dem, was man genießt, immer mehr und mehr zu wollen, um dadurch vermeintlich die Lust bzw. den Genuss daran zu steigern - bewirkt schlussendlich genau das Gegenteil: Differenzierung und Fokussierung oder gar Achtsamkeit sind bei einem Überangebot ja kaum noch/nicht mehr möglich. Durch Beschränkung und manchmal auch Verzicht wird das Besondere ja oft erst erfassbar.

    Dennoch geht es nicht darum, sich nun grundsätzlich und immer zu bescheiden - sondern sich rechtzeitig zu beschränken, um sich den Genuss daran zu erhalten. Erst die bewusste Begrenzung in Menge und Dauer ermöglicht uns, Qualität und Genuss nuanciert und immer neu wahrnehmen zu können - und die Balance zur Abgrenzung gegen mögliche Süchte zu finden.

    Ich persönlich könnte selbst meinen absoluten Lieblingsdrink nicht mehr genießen - wenn ich jeden Abend loszöge und ihn trinken würde. Und auch nicht wirklich in einer fröhlichen Runde vieler Freunde, wo das Plaudern, Albern, Erzählen, ... mehr im Mittelpunkt steht. Das wäre dann eben nur noch Konsum - aber kein echter Genuss mehr. Und die Saunafans, die ich so kenne, haben mir bislang alle bestätigt, dass JEDEN TAG Sauna nicht nur kein Genuss mehr wäre - sondern evtl. sogar ins Gegenteil von gesund umschlagen kann.

    Es kommt eben bei allem immer auf das rechte Maß an - was jeder für sich selbst und für seine Genüsse finden muss. Denn die Menschen sind ja verschieden - und jder Körper braucht für jede Sache eben SEIN Maß. Dann erst hat man den Unterschied zwischen bloßem Konsumieren und wirklichem Genießen begriffen - und hat vor allem gelernt, auf den eigenen Körper zu hören und ihn (und damit sich selbst) wirklich zu respektieren.

    So jedenfalls sehe ich das.

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

    PS: Wie gesagt, wer sich fürs Genießen(lernen) interessiert, ist herzlich in meiner "Genuss-Schule" eingeladen. Da finden sich noch einige interessante Aspekte zum Thema Genießen ... und was den Genuss vom Konsum unterscheidet ... usw.

  • Antwort: Genuss und Mißbrauch

    wenn ich im lotto gewinne, dann ist das für mich GLÜCK.nur das glück ist doch nur von kurzer dauer, mit dem gewinn könnte ich GLÜCKLICH werden aber da besteht doch ein unterschied odere etwa nicht.Ich denke wenn ich etwas ganz ganz oft und viel tu dann entfällt auch der genuss daran.

    lieber gruss patrick

  • Antwort: Genuss und Mißbrauch

    Das Glück besteht nicht darin, daß du tun kannst, was du willst, sondern darin, daß du immer willst, was du tust

    Glückliche Tage sind kurz.
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    Das glück muß entlang der Straße gefunden werden, nicht am Ende des Wegs.

    .>Leo N. Tolstoi (1828-1910), russ. Schriftsteller
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    </font></font>
  • Antwort: Genuss und Mißbrauch

    Das tut mir dann unendlich leid, liebes Gänseblümchen...sorry

  • Antwort: Genuss und Mißbrauch

    Frage!!!::::Warum kifft ihr dann soviel-warum nehmt ihr Drogen -so oft--warum trinkt Ihr jeden Tag????Weil es kein Genuss ist????!!!Weil es nie einer war????Ich geniesse alles was ich gerne mache-ich geniesse es dann auch jeden Tag,wenn ich etwas halt täglich tue,was ich mit freuden mache!!!!All diese Dinge die ich liebe und geniesse,wurden mir noch nie langweilig oder alltäglich!!Dazu gehört z.B.gute Musik hören,Malen,Mit meinem Hund laufen,Essen wenns schmeckt,Rotwein tägl.ein Glas,Sex,und warum sollte ich da nicht von geniessen reden???

    Jeder Tag der schön ist wenn die Sonne scheint und ich raus kann -ist für mich ein Genuss!!!Immer und immer wieder----

    Gut wir sprechen ja hier wahrscheinlich von Kein Konsum--und nicht von kein Genuss!!! l.G

  • Antwort: Genuss und Mißbrauch

    natürlich sollte man jeden tag genießen mit all den schönen facetten, die die welt bereithält, aber das haben die meisten eben verlernt. oder sie machen aus dem genuss einen missbrauch, um vor ihren problemen oder ihrer wirklichkeit zu fliehen... allerdings kann man das ändern, nur das muss sich in den köpfern ändern! alles fängt irgendwie im kopf an, egal, ob es freiheit, genuss, luxus oder liebe ist...

  • Antwort: Genuss und Mißbrauch

    Hmmm, also ich denke, dass es da Unterschiede gibt ... jedenfalls in meinem Leben.

    Ja, ich genieße mein Leben an den meisten Tagen - und nicht nur die vermeintlich schönen Facetten, sondern auch manche vermeintlich kummervollen (weil ich möglichst gar nicht erst so bewerte - denn das kann sich mehrfach ändern, je nach Sichtweise, Umständen, Weitblick usw.) ... ja, ich genieße fast alles, was ich so tue und erlebe - auch manche scheinbar störende oder unangenehme Dinge ... ja, ich genieße meine tägliche Runde durch Wald oder City - aber immer mal andere Wege, andere Gangarten, andere Umstände oder so ... ja ich genieße täglich schöne Musik - aber immer mal andere, nicht jeden Tag dieselbe ...

    Aber nein, ich genieße nicht jeden Tag meinen Lieblingsdrink ... denn jeden Tag könnte er mir schaden ... jeden Tag würde ich ihn nicht mehr so genießen können - eben weil er mir schaden könnte/würde ...

    Wirklicher Genuss hat auch immer etwas mit "gut tun" zu tun: Was wir wirklich genießen, tut uns auch gut - und was uns nicht gut tut oder gar schadet, können wir nicht wirklich genießen.

    Und Genuss setzt immer auch eine bewusste Entscheidung voraus. Doch eine bewusste Entscheidung, jetzt Drogen zu nehmen, die mir ja schaden - kann schwerlich wirklichen Genuss nach sich ziehen. Denn wie sollte ich denn etwas genießen, wovon ich weiß, dass es mir und meinem Körper schadet?

    Wenn ich mir da was von vermeintlichem Genuss einrede oder auch selbst "einfach" glaube - dann erliege ich schon einem ersten Denkfehler und irgendwas ist schon ungut verknüpft in meinem Hirn/Denken. Ich sollte mir also einige hilfreiche Fragen stellen - und darüber nachdenken bzw. ggf. umdenken. Davon bin jedenfalls ich überzeugt.

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

  • Antwort: Genuss und Mißbrauch

    Also es gibt kaum was das ich noch aus genuss tue- nichtmal mehr das kiffen, das ist auch schon zwang bei mir. Ausserdem kann drogenkonsum nie genuss sein...bitte denkt daran das man auf "THC" auch süchtig werden kann.-leider vergessen das viele. Ich kenne den Namen leider nicht aber da gibt es einen treffenden Song von Sammy Deluxe über das Thema.

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