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Würd mich mal interessieren,
Thema: Würd mich mal interessieren,
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geschrieben von der_Sucher vor mehr als 4 Jahren (01.03.2008 21:16)Stichworte (Tags):
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Hallo! Einfach war es für mich nur, als ich noch zu klein war, es zu begreifen. Ich bekam es erzählt, bevor ich eingeschult wurde, also mit knapp sechs Jahren. Witzigerweise spürte ich aber schon vorher, dass ich anders war als mein älterer Bruder, der das leibliche Kind meiner Eltern ist.
Er wurde bevorzugt, in Watte gepackt, außerdem war und ist er der absolute Mustersohn, und meine Eltern haben extrem verquere, teils sehr altmodische Wertvorstellungen, die er perfekt erfüllt. Ich war noch nie jemand, der tat, was man ihm sagte, wenn das nicht auch für mich Sinn machte. Allerdings war ich dennoch im Grunde ein Musterkind: nie sitzengeblieben, auch sonst kein Ärger in der Schule, keine Alkoholexzesse, keine Drogen, kein Rauchen, nie mit komischen Leuten zusammen gewesen, immer guter Durchschnitt in der Schule, Abitur, Studium...
Aber irgendwie konnte ich es meinen Eltern nie recht machen. Das hat zu teils argen Minderwertigkeitskomplexen geführt, von denen auch heute noch einiges über ist. Ich hatte immer das Gefühl, ein Mensch zweiter Klasse zu sein, und erst die erfolgreiche Suche nach meinem leiblichen Vater konnte das ein wenig bessern. Wenn ich Leute erzähle, dass ich adoptiert bin, sind immer alle ganz betroffen, dabei will ich das gar nicht. Ich will nur Verständnis dafür, dass ich mit Gefühlen und Vertrauen etwas Probleme habe, aber bemitleidet werden will ich nicht.
Ich kann inzwischen sehr gut darüber reden, wenn ich mal die ersten Worte raus habe, aber leider kommen meine Eltern - vor allem meine Mutter - dabei nicht gut weg, dazu ist zu viel passiert. Meine Eltern dürften auch niemals wissen, dass ich mit meinem leiblichen Vater immer noch einen guten Kontakt pflege, da sie nie verstanden haben, dass ich wissen muss, woher ich komme. Sie wurden immer wütend und wollten mir weismachen, meine leiblichen Eltern könnten nur asozial und verantwortungslos sein.
Ich werde nie verstehen, wie man ein Kind adoptieren kann und dann nicht bereit ist, es mit Liebe und Verständnis zu behandeln. Das Jugendamt sollte sich weniger um die wirtschaftlichen Verhältnisse von adoptionswilligen Pärchen kümmern, sondern vielmehr um deren emotionale Ebene.Grüße! Silke
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Antwort zu übel...
...Ich werde nie verstehen, wie man ein Kind adoptieren kann und dann nicht bereit ist, es mit Liebe und Verständnis zu behandeln. Das Jugendamt sollte sich weniger um die wirtschaftlichen Verhältnisse von adoptionswilligen Pärchen kümmern, sondern vielmehr um deren emotionale Ebene. Grüße! Silke
Dem kann ich nur beipflichten. Meine Mutter hat letztens gesagt, dass ihre Arbeit ihr Leben ist. Mein Bruder und ich wurden nur adoptiert, um das perfekte Bild einer Familie darzustellen - wie im Theater.
Wie fühle ich mich dabei. Tja keine Ahnung! Ich habe vorher bei der Ziehmutter des Ehemannes (nicht mein leiblicher Vater) meiner leiblichen Mutter gewohnt. Die hat mich geschlagen und mit heißem Wasser übergossen. Da ist die Wahl zwischen körperlicher Mißhandlung und Statist wohl klar.
LG, M.
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Antwort zu Würd mich mal interessieren,
ich würde von eine weisse familie grossgesogem und muss sagem war keine gute kindheit
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geschrieben von BrittaR vor mehr als 2 Jahren (07.07.2009 14:20)Ich fühle mich hintergangen. Ich bin jetzt 30 Jahre und ich habe erst kurz vor meinem 28 Lebensjahr erfahren, das ich adoptiert bin. Nun komme ich damit gar nicht mehr klar. Meine leiblichen Eltern kann man nicht ausfindig machen, jeder schweigt, keiner hilft mir weiter, meine Adoptiveltern wollen davon nichts wissen. Eigentlich wollten Sie es mir NIE sagen, aber meine Adoptivmutter ging es so schlecht, das sie und mein Adoptivvater beschlossen ihrer Seele ruhe zu verschaffen und es mir zu sagen, sonst wüsste ich es heute nicht einmal. Tja, nun geht es mir seit dem immer schlechter. Weiß jemand rat, was man tun könnte?
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Antwort zu hintergangen
Na ich würde mich an das zuständige Amt wenden. Die suchen dann nach den leiblichen Eltern und stellen dann, falls gewünscht, einen Kontakt her. Das kann aber bis zu einem halben Jahr dauern. Ich warte bereits seit Februar auf Antwort vom Amt.
Und dann bleibt noch die Frage bestehen, ob die leiblichen Eltern überhaupt Kontakt haben wollen.
Ach so, die Namen solltest Du schon kennen.
LG, manqué
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Antwort zu Antwort: hintergangen
manque hat geschrieben:
Na ich würde mich an das zuständige Amt wenden. Die suchen dann nach den leiblichen Eltern und stellen dann, falls gewünscht, einen Kontakt her. Das kann aber bis zu einem halben Jahr dauern. Ich warte bereits seit Februar auf Antwort vom Amt.
Und dann bleibt noch die Frage bestehen, ob die leiblichen Eltern überhaupt Kontakt haben wollen.
Ach so, die Namen solltest Du schon kennen.
LG, manqué
dies kannst du machen ja, es sei den deine adoption wurde geheim gemacht. in diesem falle bleiben die adoptionsakten unter dauerverschluß und werden bis zur vernichtung versigelt. lg jay
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Antwort zu Antwort: übel...
manque hat geschrieben:
...Ich werde nie verstehen, wie man ein Kind adoptieren kann und dann nicht bereit ist, es mit Liebe und Verständnis zu behandeln. Das Jugendamt sollte sich weniger um die wirtschaftlichen Verhältnisse von adoptionswilligen Pärchen kümmern, sondern vielmehr um deren emotionale Ebene. Grüße! Silke
Dem kann ich nur beipflichten. Meine Mutter hat letztens gesagt, dass ihre Arbeit ihr Leben ist. Mein Bruder und ich wurden nur adoptiert, um das perfekte Bild einer Familie darzustellen - wie im Theater.
Wie fühle ich mich dabei. Tja keine Ahnung! Ich habe vorher bei der Ziehmutter des Ehemannes (nicht mein leiblicher Vater) meiner leiblichen Mutter gewohnt. Die hat mich geschlagen und mit heißem Wasser übergossen. Da ist die Wahl zwischen körperlicher Mißhandlung und Statist wohl klar.
LG, M.
dann erging es dir so ähnlich wie mir damals auch ich wurde aus dem heim geholt um vorzutäuschen schaut her wir sind eine familie. das ich jedoch schon als kind zum seelischen krüppelt gemacht wurde durch dieses kalte verhalten meiner adoptiveltern und ich schon damals mit 12 jahren ein alk war, dies interessierte damals niemand. also gutes kann ich nicht sagen nur eines, wer weiß warum es passiert ist und warum wir dieses erleben durften, mußten egal wie man es auch sieht. frei wirklich frei bin ich erst seit 10 jahren und nach einer 2,5 jahre dauernden therapie in der ich meine altlasten aufgearbeitet habe. heute mit 51 jahren bin ich frei und kann leben wie ich es gerne hätte und da ich ja schwer krank ist dies auch schon wieder eine nun ja. ich lebe und dies zählt und dies seit 18 jahren trocken ohne rückfall und dies will och was heißen. meine leibliche schwester war nicht adoptiert wuchs bei den großeltern auf und sie wurde in ihrer ehe zum krüppel fast geprügelt und heute ist sie mit 57 seit 3 jahren erst trocken.
solche sachen sei es die kälte in der adoptionsfamilie oder die kälte in einer ehe ich weiß nicht,es bleiben ein berg von trümmern liegen die wir am abarbeiten sind, denn sonst geht man daran kaputt.
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geschrieben von der_Sucher vor mehr als 2 Jahren (24.10.2009 21:07)hallo ihr,
meine meinung ist, dass es nicht nur (aber leider auch) eltern gibt, die aus heile-welt-gründen kinder adoptieren.
meine eltern haben es zwar gut gemeint, waren aber aufgrund ihrer eigenen befindlichkeiten in der lage, liebevoll oder auch nur angemessen mit mir umzugehen.
glaubt mir, dass ist mindestens genauso anstrengend und übel!
liebe grüße
euer sucher
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Antwort zu Liebe und verständnis
da hast du recht sucher, es gibt auch solche eltern. doch ich denke die nerven nur und es wird keine seelische grausamkeit gegenüber einem kind ausgeübt dabei. eigentlich kann man sagen sollte es dir passiert sein, daß dich deine adoptiveltern mit ihrer liebe und fürsorge überschüttet haben, dann trotzallem freu dich, denn deine seele hat dadurch keine narben erhalten.
Jay


