Naschen und Karies - nicht nur für Kinder ein wichtiges Thema!

Thema: Naschen und Karies - nicht nur für Kinder ein wichtiges Thema!

  • Naschen und Karies - nicht nur für Kinder ein wichtiges Thema!

    Hallo Leute!

    Bald ist Ostern - und damit wieder eine Zeit, wo in vielen Kinderzimmern (und Wohnzimmern, Küchen, Arbeitszimmern, ... sehr gut ) bunte Teller mit Naschereien herumstehen. Und damit zu freiem Zugriff den ganzen Tag über verleiten. So nett das vielleicht sein mag - für die Zähne ist es eine schlimme Zeit! Gerade dieses "Immer-wieder-ein-Bisschen-naschen" versorgt die Kariesbakterien so regelmäßig mit Zuckernachschub, dass sich die Mundflora kaum erholen kann. Selbst das Zähneputzen nach dem Essen verliert damit schnell seine Wirkung. Hier einige Fakten zum Thema:

    Die fünf Kariesmacher:
    - Mangelnde Zahnpflege: führt zu weißlich-klebrigen Plaques-Belegen. Ein idealer Nährboden für Bakterien.
    - Zucker und Säure: Stark säurehaltige Lebensmittel (-> Cola, Limo, Früchte, "saure" Naschereien, ...) greifen die Zahnhartsubstanz an. Achtung: Zucker wird von den Kariesbakterien in Säure umgewandelt - ist also ebenfalls quasi eine Säure!
    - Die Häufigkeit: Süße Kleinigkeiten für zwischendurch bedeuten jedes Mal neue Säureattacken.
    - Die Dauer: Klebrige Süßigkeiten haften an den Zähnen und setzen sich in den Zwischenräumen fest.
    - Einseitige Ernährung: Entmineralisierte Zähne können kaum Widerstand leisten.

    Tipps gegen Karies:
    - Auf einen mäßigen - und zeitlich begrenzten (geeignete Faustregel für kleine und große ;-) Kinder: höchstens einmal am Tag etwa 1 Handvoll Süßkram - Cola usw. zählt mit) Konsum von Süßigkeiten achten. (danach am besten 1 Glas Milch + 20-40 min später Zähne putzen)
    - Zuckerersatzstoffe und Süßmittel sind kaum kariesfördernd. Das Zahnmännchen mit dem Schirm kennzeichnet zahnfreundliche Süßigkeiten.
    - Zahnschmelz stärken. Neben flouridhaltiger Zahnpasta helfen
    Speisesalze und Mineralwasser mit Flouridzusatz. Auf eine
    altersgerechte Dosierung achten!
    - Professionellen Schutz leisten regelmäßige Zahnarztbesuche (spätestens ab 3. Geburtstag alle 6 Monate; ab 18. Geburtstag dann alle 12 Monate) zur Plaqueentfernung und Kauflächenversiegelung.
    - Vor allem stark klebrige Naschereien nicht oder selten konsumieren - und danach sorgfältig die Zähne reinigen.
    - Auf ausreichende Mineralstoffversorgung (Fluor + Kalzium z. B. in Milch + Milchprodukten, Sesam, grüner Tee, ...) sowie remineralisierende Mundspülungen achten.

    Na, dann: Frohe Ostern - auch für unsere Zähne (und die unserer Kinder)!

    Sonnige Grüße von der Gänseblümin.

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