Grüß dich Evelin,
verzeih, dass ich mich einfach hier eingeschrieben hab, obwohl ich nicht von Borderline betroffen bin. Doch ich hab heute Morgen deinen Eintrag gelesen und wie ich dir schon schrieb, ich mußte noch etwas in unserem kleinen, schönen Städtchen erledigen. Zu deinem Eintrag: Ich beginne mal mit einem Zitat:
Das grösste Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können,
ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu
sein. Das ist absolute Unmenschlichkeit. George Bernard Shaw
(1856-1950
Es ist schon wahr, und ich erlebe es immer wieder, die nächsten Angehörigen, sei es die/der Partner wird plötzlich kalt und abgestumpft, Geschwister wollen nichts mehr mit einem zu tun haben. ("geh schaffen, dann hast auch keine Langeweile und keine Zeit krank zu werden..."), das ist nur eins von vielen Beispielen. Das Verhalten der Partnerin wird unverständlich für dich, hatte ich bisher die rosarote Brille auf oder zeigt sie jetzt ihr wahres Gesicht?
Das macht verdammt krank, Evelin und verzweifelt, die geringste Folge ist wohl noch das Misstrauen den nächsten Menschen gegenüber. Fremde aber, die dich nicht kennen sehen dich offen an, sie sehen den echten Menschen ohne Vorbehalte, deshalb wohl der Eindruck, die Nächsten lehnen mich ab und Fremde sehen sofort wie es mir geht und nehmen mich wenigstens in den Arm.
Doch solltest du auch bedenken, Fremde gehen weiter, haben dich bald vergessen, brauchen keine Verantwortung für ihr Tun dir gegenüber zu übernehmen. Es sei denn es ist ein verantwortungsbewußter Mensch, der sich wirklich für dich, für dein Leben interessiert.
War das jetzt nicht zu kompliziert? Ich weiß es nicht, ich grüße dich aber noch einmal ganz lieb und warm. Bis bald,
Georg