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Palliative Chemotherapie
Thema: Palliative Chemotherapie
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Stichworte (Tags):
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Guten Tag SisterHelp und an die Mitglieder dieser Gruppe,
meine Frau ist Anfang diesen Jahres an Brustkrebs gestorben. Bei meiner Frau hatten sich schon Metastasen gebildet und das Tumoregewebe konnte aufgrund dessen leider nicht mehr vollständig entfernt werden.
Leider war ihr Fall besonders schlimm, und uns wurde erklärt, dass die palliative Chemo vor allem die Lebensqualität weitestgehend wieder herstellen soll. Meine Frau hat der Gedanke sehr gefallen, weil sie die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben hatte, aber die restliche Zeit wollte sie so schön gestalten wie nur möglich.
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Die palliative Chemotherapie vor allem dann empfohlen, wenn der Krebs schon weiter fortgeschritten ist und wenn, wie DatBerlinerIck schon sagte, man das Tumorgewebe nicht mehr vollständig bzw. ohne Risiken entfernen kann.
Die palliative Methode bei Krebs wirkt vor allem schmerzlindernd, kann den das Wachstum des Tumor bremsen und ihn auch verkleinern.
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anonym geschrieben vor mehr als 4 Jahren (04.04.2008 13:26) -
Die palliative Methode wird ja vor allem dann angewendet, wenn der Krebs schon relativ weit fortgeschritten ist.
Aber bei dieser Methode kommt es auch auf den Patienten an! Wenn derjenige schon älter ist und der Krebs weit fortgeschritten und es sich für den Patienten angenehmer gestaltet ohne OP gegen den Krebs zu kämpfen, dann setzt man eigentlich die palliative Methode ein.
Das ist eine Entscheidung, die auch nur mit einem Experten getroffen werden sollte.
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Wenn wir ganz ehrlich sind, ist es die Methode (besonders, wenn der Patient schon alt ist und es sich, auf gut deutsch, nicht mehr lohnt um das Leben zu kämpfen, weil man das, was man investieren würde, nicht mehr zurückbekommt.
Damit meine ich aber nicht nur den Aufwand, aber wenn der Patient, wie gesagt entweder alt oder körperlich sehr schwach ist und die Strapazen einer "richtigen" Chemotherapie ihn wahrscheinlich die letzten Reserven kosten würde.
Ich will nicht, dass ihr das falsch versteht, allerdings war es bei meiner Frau die beste Lösung, weil der Krebs schon zu weit fortgeschritten war und die eine richtige Chemotherapie nichts mehr gebracht hätte, außer Schmerzen und Kummer.
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geschrieben von brus vor mehr als 4 Jahren (12.04.2008 22:18)@SisterHelp:
Palliativ ist das Gegenteil von kurativ. Während kurativ heilend bedeutet ist palliativ helfend. ( als allgemeine Erklärung)
Eine palliative Chemotherapie heißt nicht, dass es eine andere ist, als die, die kurativ (also heilendendes Ziel) angewendet wird. Nur ist eben das Ergebnis ein anderes. Man wird sich aber in der Wahl des Chemotherapeutikums immer auch danach richten, was für ein Ergebnis zu erwarten ist: also, wie oben schon gesagt wurde : Schmerzlinderung. Tumorverkleinerung ( dadurch auch Schmerzlinderung) ...ist dadurch eine Lebensverlängerung zu erwarten, wird die Lebensqualität verbessert ( das ist die allerwichtigste Frage dabei), diese Fragen müssen vorher beantwortet werden. Wenn also jemand schon sehr geschwächt ist und die Nebenwirkungen der durchaus NICHT harmlosen Chemotherapie nicht gut verkraften würden, dann wird der Arzt sie auch nicht empfehlen. Dann würden nur die Qualen verlängert.
Zur Frage oben von anonym:
Die Tumorbehandlung besteht aus den 3 Säulen: Op,Medikamente (Chemotherapie,Hormontherapie) und Bestrahlung in der Schulmedizin. Und welche der Therapieformen angewendet wird ist von Tumor zu Tumor unterschiedlich und hängt u.a. noch von den Stadien und der feingeweblichen Untersuchung ab. Das macht man nicht willkürlich. Da liegen Behandlungserfahrungen vor und aufgrund der Forschungen wird dann die jeweilige Therapieform gewählt. Es gibt dabei Krebserkrankungen, da wird die kurative Chemotherapie VOR einer Op gemacht ( zur Tumorverkleinerung), VOR einer Bestrahlung oder DANACH oder sie wird ALLEIN angewandt.
Und: Harmlos ist die Chemo in keinem Fall...aber der Krebs ja auch nicht.
Persönliche Erfahrungen habe ich damit nicht, nur Erfahrungen mit Patienten.
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geschrieben von brus vor mehr als 4 Jahren (24.04.2008 11:16)So ist das nicht gemeint...

Man sagt ja nicht zu dem Patienten: ich kann Ihnen jetzt nur noch die palliative Chemotherapie anbieten.
Vllt. ist die Formulierung oben von mir irreführend gewesen.
Eine Chemotherapie wird entweder unter palliativen oder unter kurativen Zielsetzung durchgeführt. Es kann also u.U. das gleiche Mittel sein. Nur, man weiß von vornherein, dass der Patient dann keine oder keine große Chance hat,, gesund zu werden (kurativ) sondern das Leben verlängert ( oder das Leiden, je nachdem
) wird, die Tumorausbreitung ETWAS eingedämmt wird, Symptome gelindert werden können. (also palliativ)Zu dem Patienten würde man evtl. so sagen, je nachdem wie man einschätzt, wieviel Offenheit der Patient verträgt :
Ein Heilung ist in ihrem Fall leider nicht mehr möglich. Wir könnten Ihnen anbieten mit einer Chemotherapie ihre Symptome......u.s.w.
und da die Hoffnung und der Glaube ja auch eine große Rolle für die Psyche spielen, würde man vllt. noch dazu sagen und es besteht eine geringe Chance, dass es klappen könnte, auch die Tumorerkrankung zurückzudrängen....
Und wenn der Pat. kämpfen will, wird er dem zustimmen, sicher sich auch noch nach Alternativen erkundigen und danach eine Entscheidung treffen.
Wenn er nicht mehr kämpfen will, kann er auch die Einstellung haben: ich will nicht den Rest, den ich zu leben habe, unter solchen Bedingungen ( mit den Nebenwirkungen u.s.w.) verbringen und am Ende bringt es mir nicht viel. Da will ich lieber eher sterben (z.Bsp.) Dann muss der Arzt das auch akzeptieren.
lG


