Ich möchte noch erwähnen, dass man die Erschöpfung als Nebenwirkung bei einer Chemotherapie unterschätzt. Meiner Meinung eine Nebenwirkung, die das alltägliche Leben extrem einschränkt.
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Erstmal muss ich DatBerlinerIck Recht geben: Bis jetzt steht bei dir noch nichts fest, also mache dir keinen kontraproduktiven Gedanken!
Die Erschöpfung bei einer Chemotherapie ist tatsächlich unterschätzt, und kommt von der Blutarmut und als dessen Folge dem Sauerstoffmangel. Die Blutarmut kann versch. Gründe haben:
Entweder
- Schädigung Knochenmarkszellen durch den Krebs oder durch die Chemo.
- Eisenmangel, was man aber auch bei Frauen kennt, die gerade ihre Periode haben und dadurch einen gewissen Blutverlust.
oder
- Schädigung der Nieren.
Was die Schleimhautveränderungen angeht:
Während der Chemo sollte man eine gute Mundhygiene betreiben, allerdings wird bei den meisten Chemos auf die Zahnbürste verzichtet und stattdessen mehrmals täglich Mundspülungen benutzt.
Da die Schleimhaut auch von der Chemo angegriffen ist, ist sie besonders empfänglich für Infektionen!
Ich hoffe, dein Wissensdurst ist damit gestillt!
Eines der größten Probleme bei der Chemotherapie ist, dass die Bildung von sowohl weißen (zuständig für die Immunabwehr) als auch von roten Blutkörperchen (zuständig für den Sauerstofftransport) gehemmt wird, denn Zytostatika (werden in der Chemotherapie angewandt) hemmen die Zellteilung von sich schnell teilenden Zellen.
Aus diesem Grund ist die Infektionsgefahr bei den Patienten erhöht und manchmal müssen sie auch stationär behandelt werden um einer Infektionsgefahr vorzubeugen. Wenn eine Infektion da ist, wird die Chemo meist abgebrochen. Ein paar Wochen nach der Therapie bessern sich die Werte der Blutkörperchen eigentlich immer, Langzeitschäden sind nicht bekannt.
Hat irgendwer damit Erfahrung gemacht? Ein Freund meiner Eltern hat eine Chemotherapie gemacht, sich aber dann eine Lungenentzündung eingefangen, woraufhin die Therapie abgebrochen werden musste. Das war ganz schlimm.
LG,
Julia

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