Antwort zu Antwort: Zwischen Tod un Leben
Antwort: Zwischen Tod un Leben
ja, das glaube ich auch, daß aufschreiben die beste idee ist, um dem hin-und-herkippen zwischen schwarz und weiß etwas entgegenzusetzen.wohl nicht nur mein leben bewegt(e) sich in den beiden gegenwelten eines vexierbildes! ich glaube, daß nichts überzeugender ist, als in der eigenen handschrift die beschreibung einer besseren befindlichkeit zu lesen, die man im moment völlig ausgeblendet hat. das ist für mich eine wahrnehmungsstörung. ich selbst schreibe seit meinem 17. lebensjahr tagebuch und verdanke diesem umstand nicht nur größere lebensqualität, sondern wahrscheinlich auch das leben selbst. es mag ja auch daran liegen, daß manche sich einfach besser spüren, wenn sie sich gefahren aussetzen, aber ganz oft vermute ich den grund in dieser seltsamen vergesslichkeit für den jeweils anderen pol des aktuellen empfindens. ich glaube, daß viele suizide aus dem impuls heraus einfach aus versehen passieren! daher ist für mich das mittel der wahl bei aufkommender todessehnsucht das lesen meines tagebuchs, oder so schnell wie möglich schlafen gehen, weil ich mich danach wieder ganz anders fühle, oder mein skills-ordner. ich weiß ja, mir geht es vergleichsweise gut und ich will nicht mit allwissenheit angeben, da ich gut reden habe. aber tendentiell ist wohl was dran. meine stimmungsschwankungen haben sich übrigens erst unter medikation soweit gebessert, daß ich mich die meiste zeit so gut fühle, daß ich mich nur noch selten in dieser extremwelt aufhalte. die frage ist, welche medikamente die richtigen sind... ich nehme "nur" ein homöopatisches mittel: neurexan (firma heel). ich bin gleichzeitig hochsensibel/HSP und mir sicher, daß mich ein neuroleptikum "umgebracht" hätte. die einnahme eines solchen medikaments wurde mir reflexhaft von mehreren drs. empfohlen, da ich innerlich so unruhig war, daß ich nur noch außer gefecht war und hin-und-herschwankte. mir reichte der minimale impuls der homöopathie, um wieder mehr ins gleichgewicht zu kommen. der unterschied war für meine therapeutin, die sich darauf einließ, frappierend! ich reagiere schon auf MCP mit parkinsonähnlicher symptomatik, das ist ein ursprüngliches, niedrigdosiertes neuroleptikum, welches jetzt nur noch gegen übelkeit verschrieben wird. vielleicht, oder sicher gibt es hier auch hochsensible gruppenmitglieder, denen es bisher nur noch nicht bewußt ist, dann seid ihr vielleicht auch "opfer" zu starker medikamente oder m.dosierungen...?