Opiate und anderes - zu schmerzlich ohne, zu schwer mit....

Thema: Opiate und anderes - zu schmerzlich ohne, zu schwer mit....

  • Opiate und anderes - zu schmerzlich ohne, zu schwer mit....

    Hallo,

    ich bin seit 3 Jahren an einer seltenen Form von rheumatoider Arthritis erkrankt. Parallel dazu bekam ich noch eine Fibromyalgie. Neben meinen physischen Schmerzleiden, habe ich auch eine Porttraumatische Belastungsstörung und bin noch nie angstfrei und sorgenfrei durchs Leben gegangen (dementsprechend auch früh Kontakt mit Neuroleptika und Antidepressiva). Ich tendierte immer dazu, mich zuzumachen mit Drogen und so auch schnell in Abhängigkeiten zu geraten, oder auch meine Probleme und Gefühle zu "deckeln", mit Drogen, Alkohol und Meidkamenten. Hier gibts natürlich immer so die klassischen Schemen: Downer und Tranquilizer (benzos) gegen die starken Ängste und um ruhiger zu werden. Dazu Muskelentspannende Medikamente, mit denen ich schlafen kann (ich habe auch oft starke Alpträum). Gegen die Schmerzen und später dann auch wegen der euphorisierenden und leicht antidepressiven Wirkung dann Tramal, da dies auch (bei mir) oft stark antriebssteigernd wirkt. Mittlerweile nehme ich das Tramal schon 2,5 Jahre. Die Dosis steigerte ich zeitweilig, blieb dann aber auf einer gewissen Dosis stehen. Steigerte sei wieder etwas und so weiter. Z.Z. nehme ich schon länger eine mittelhohe Dosis, die ich momentan wieder leicht steigere. Leider habe ich ständig Schmerzen und Angst davor, dass meine Schmerzen ohne Schmerzmittel unerträglich werden... es sit schon blöd, denn ich weiß ja, dass ich mittlerweile von dem Tramal abhängig bin, sowohl körperlich als auch psychisch. Ich weiß, dass man meist mehr psychisch abhängig wird, als körperlich aber ich weiß auch, dass so ein Entzug davon, bei einer langen Abhängigkeit, sehr sehr hart sein soll, verbuden mit Schmerz, Angst, Unwohlsein und und und... davon habe ich ja so schon genug, oder ist es eher andersherum, wenn ich da "heraus" komme? Kann es auch sein, dass erst dann meine Ängste zurückgehen können? Ich weiß auch nicht genau, ob eine Schmerztherapie momentan bei mir Sinn macht...

    Ich muss hinzufügen, dass ich auch parallel an meinen psychischen Leiden "Arbeite", versuche es aufzuarbeiten, seit vielen Jahren schon!

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Oder hat jemand einen Rat für mich, wie es sich mit Tramal und Entzug etc. so verhält?

    soviel erstmal dazu....

    gruß hannah

  • Antwort: Opiate und anderes - zu schmerzlich ohne, zu schwer mit....

    Hallo hannah,

    falls Dein Anliegen noch aktuell ist, kann ich Dir meine Erfahrungen damit berichten...

    Ich selbst habe Morbus Crohn, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, für die seitens der Schulmedizin nicht sehr viele Therapiemöglichkeiten vorhanden sind. Schmerzmittel in Form von Opiaten, meist dann eben die Tramal Tropfen helfen zwar akut gegen die Schmerzen, bringen aber andere Probleme mit sich.

    Bei mir ist das nur das Glück, dass der Crohn schubartig verläuft und ich dadurch die Opiate nur selten brauche und deshalb weniger das Problem habe es abzusetzen. Aber wenn ich es über längere Zeit nehme, bekomme ich dazu meist noch Novalgin verschrieben damit ich das Tramal nicht so hoch dosieren muss.

    Liebe Grüße,

    Dominik

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