Antwort: Depression und Partnerschaft
Hallo Ihr lieben.....
ja was soll ich sagen, Verständnis ist scheinbar echt von kaum einem zu erwarten. Ich habe nun komplett meine Hoffnung aufgegeben, es bereitet mir nur Magen-Darm-Schmerzen wenn ich mich täglich erklären muss und dass kanns echt nicht sein.....
Ich habe dem Kampf aufgeben mich erklären zu müssen. Erstens habe ich das nicht das Gefühl, dass es einer versteht, der es nicht schonmal selbst erfahren hat und zum anderen denke ich mittlerweile dass mich nicht jeder verstehen muss, es reicht wenn ich mich verstehe und weiß wie ich damit umzugehen habe.
Ich verlange auch gar nicht dass man mich versteht, sondern dass man es einfach vielleicht so hinnimmt und wenigstens akzeptiert dass man im Moment so verändert ist, es aber eben nur aufgrund der Erkrankung ist.
Ich habe gelernt, dass es mir egal sein sollte ob mich jemand versteht. Denn es muss mich nicht jeder verstehen, sondern nur akzeptieren. Zu meinem Partner bzw. ExPartner habe ich na klar auch gehofft und erwartet dass er mich versteht. Konnte er aber nie, was ich auch nicht verstand. Aber es bringt mir persönlich auch nichts, wenn ich einen Partner an meiner Seite habe, der mich nur fertig macht oder mir sagt ich sei bekloppt im Kopf oder ich drehe ja ab usw. . Der Mann oder die Menschen die einen lieben, versuchen einen in der schweren Zeit zu unterstützen, ob sie diesen nun verstehen oder nicht, aber es wird akzeptiert und so gut geholfen wie man kann.
Ich kann jedoch keine gesunde Psyche bekommen, wenn ich von meinem Partner bzgl. der Krankheit nur fertig gemacht werde, denn wir können auch nichts dafür, dass wir so krank sind. Wir sind wohl die die am lautesten Schreien würden, wenn uns jemand die Lösung all dieser Probleme nennen könnte. Denn wir verstehen und teils selbst nicht und erkennen uns selbst kaum wieder. Für uns ist es noch schwerer damit umzugehen.
Ich lasse mich aufgrund dessen was ich gelernt habe in meiner Therapie , nicht mehr unterkriegen, auch lasse ich mich von gar niemanden mehr fertig machen wegen meiner Krankheit. Wer dies nicht akzeptiert soll bitte gehen und mich mit seinem Klugscheißer Gerede in Ruhe lassen. Keiner hat das Recht darüber negativ Urteilen zu können, der selbst nicht an Depressionen leidet.
Ich bin nämlich weder bekloppt noch verrückt im Kopf, sondern leide an Depressionen, die auch wieder schnell vergehen können, wenn man die richtige Unterstützung hat und man sich nicht mehr unterkriegen lässt.
Ich denke nun mehr an mich und lasse die schlechten Meinungen der anderen zwar zu, nehme mir diese aber nicht mehr so zu Herzen (denn sie wissen es nicht besser...sag ich mir immer) und bleibe bei dem Ziel was ich mir gesetzt habe. Lasst Euch nicht schlecht reden, nur weil Ihr krank seit. Ihr seit keine schlechten Menschen, im Moment einfach nur gefangen in einem dunklen Loch, welches auch bald wieder Farben annehmen kann. Geht raus, geht Euren Interessen nach, tut das was Ihr schon immer machen wolltet. Und nimmt nicht immer soviel Rücksicht auf andere, denn es ist wichtig das zu tun, was man selbst möchte und nicht immer auf alles zu verzichten. Verwirklicht Eure Träume....lebt Eure Träume.....
Ich selbst bin zwar auch ganz am Anfang....bin nun zwar auch alleine (keinen Partner...Freunde kann man sich an einer Hand mittlerweile abzählen....), aber ich habe beschlossen ich schaffe das auch alles ganz alleine, früher ging es auch ohne Partner, warum dann jetzt nicht.
Mir gehts seitdem besser, denn ich habe nicht mehr diesen Druck bzw. diese Last auf mir, dass ich funktionieren muss. Ich tue nur noch das wonach mir ist, räume grad mein Leben auf... und es klaapt besser. Und vor allem kommt das Lachen und die Lebensfreude ein wenig wieder.....das heißt für mich: Weiter machen und am Ball bleiben und nicht unterkriegen lassen......
Vieö Glück