Hallo,
Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann...
Es geht mir um meine Freundin. Sie hat eine massive dissoziative Identitätsstörung, und kommt damit so gar nicht klar. Hinzu kommen die Borderliner-Symptome und (vor allem!) die Bulemie. Die letzten zwei sind Ergebnis der fehlenden Akzeptanz ihres eigentlichen Leidens. Das Problem ist, dass sie ja Hilfe will, aber alle Ärzte, die sie aufsucht, die Behandlung früher oder später ablehnen. Ein Klinikaufenthalt ist völlig undenkbar, denn, als sie das letzte Mal in einer war, ist sie fixiert aufgewacht und vollgepumpt worden mit Beruhigungsmitteln... Sie hat nun panische Angst vor Klinikaufenthalten (Gruß an den Arzt, der das veranlasst hat).
Ihr Leben steht auf der Kippe, obwohl sie nicht sterben will... Es ist die Bulemie-Spirale, in der sie steckt. Sie kommt aus dieser 'Sucht' nicht mehr raus, und dazu kommt, dass sich, durch ihre MPS die Bulemie verselbstständigt hat, und eine andere Person (na ja, keine Person mit bewusst existierendem Charakter, nur eine 'Handlung') diese Vollstopfen-/Erbrechen-Spirale konsequent weiterführt, gegen ihren Willen. Sehr kompliziert, ich weiß. Momentan setze ich auf die Vernünftigste in ihr, die sich dann am Ende einweisen lassen wird, aber das ist auch noch nicht so weit ausgereift, denn der Bulemie-Handlungscharakter ist von niemandem steuerbar, nur von außen, und auch nur mit schweren Problemen. Ich meine, es ist okay, wenn wir vereint sind. Sie weiß von meinen Problemen und redet viel über sich, verarbeitet langsam. Auch kann ich eingreifen, wenn dieser Bulemie-Charakter auftritt, kann sie beruhigen, kann sie stoppen. Eine leichte Besserung tritt dadurch ja auch ein, aber nicht schnell genug, fürchte ich.
Ein schlimm behinderndes Problem besteht aus zwei Punkten:
** Sie findet keinen Arzt, der sie länger als zwei Sitzungen aushält, viele nehmen sie nicht ernst, und vermutlich alle wollen sie halt zu einer stationären Behandlung einweisen lassen, was ja keinesfalls(!) infrage kommt. Die Gegenwehr ist so stark, dass sie sogar mich angreift, was sie sonst nie tut, schon allein beim Auslösen der Erinnerung daran.
** Ich kann nicht immer in ihrer Nähe sein, wir arbeiten an verschiedenen Orten (Leipzig/Dresden und Braunschweig/Wolfsburg). Und ich bin auch kein Therapeut; Ich bin nur die einzige Vertrauensperson, die eingreifen kann. Sie vertraut sich niemandem an, insbesondere nicht ihren Eltern und Freunden.
Die Frage ist, was ich nun noch tun kann?
Vielen Dank an alle, die sich Gedanken hierzu machen. Ich weiß, es ist immens kompliziert... Aber vielleicht hat jemand eine Idee?

