Thema: Depressionen

Thema: Schnelle Hilfe?

  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Ursprüngliche Nachricht von sister-Diana

    Schnelle Hilfe ist gut gesagt, denn schnell geht das normalerweise nicht, aber wenn es mir mal ganz schlecht geht nehme ich auch etwas auf pfanzlicher Basis das mir sehr hilft. Daher gebe ich Seepferdchen Recht!!



    Also wenn es sich tatsächlich um eine echtge Depression handelt, in der gar nichts mehr geht (und ich habe so was mitgekriegt, wie sich das äußert...), dann helfen pflanzliche Präparate rein gar nichts - dafür sind sie viel zu schwach - und wenn man sie in der Dosierung nimmt, dass sie wirklich helfen (über einen Zeitraum von Tagen hinweg - können schon mal 10-14 Tage sein, bis sich so ein Spiegel aufgebaut hat), dann hat selbst das homöopathsche Johanniskraut gravierende Nebenwirkungen, die nicht zu unterschätzen sind (Lichtempfindlichkeit z. B. - also trotz Empfehlung von gutmeinenden Mitmenschen und Ärzten keine Sonnenbäder oder Spaziergänge im Sonnenschein..-/..).. Wenns länger dauert und sich z. B. in Form von Schlafstörungen äußert, dann wird man an ärztlicher Hilfe (die man sich je nach Ärztedichte selbst suchen kann), nicht vorbeikommen; ich weiß ja nicht, wo du wohnst, tröpfchen - aber eigentlich müsste es schon möglich sein, für ein Erstgespräch einen früheren Termin zu bekommen - vor allem, wenn es um eine akute Problematik geht, oder? Notfalls bei einem "Sozialmedizinischen Notdienst" - wenn es eine solche Anlaufstelle für Notfälle gibt? Müsste es eigetnlich in jeder größeren Stadt mittlerweile geben....



    Gegen Schlafstörungen helfen in "Grübelfällen", bei denen das Gedankenkarusssel rotiert (grade, wenn es um unbewältigte Problemsituationen geht!), weder Haus- noch Naturmittelchen - und auch kein Baldrian - ob mit oder ohne Zusatzstoffe - und auch keine warme Milch mit Honig - sondern in den meisten Fällen nur bewusste Übermüdung. Bei Schlafmitteln kommt man ziemlich schnell in einen Teufelskreis, dass man dann zum Wachwerden wieder "Aufputschmittel" braucht - und der Weg in die Abhängigkeit irgendwann vorgezeichnet ist - wenn man nicht mit anderen mitteln schlafen kann... Angepackt werden müssen die Probleme auf jeden Fall - also wird auf die Dauer kein Weg an einer psychotherapeutischen Begleitung vorbeiführen - ob im Rahmen einer stationären oder ambulanten Therapie - die sogar auch ohne Medikamente auskommen kann. Aber wenn sie angezeigt sind, sollte man da nicht im Selbstversuch anfangen, rumzuprobieren - weil man von irgendjemandem gehört hat, was ihm/ihr geholfen hat - das muss nicht für jeden gelten; kommt immer auf die Art der Depression an; das kann ja schließich eine von zwei Hauptarten sein: eine endogene (von innen heraus) - oder eine "exogene" (durch äußere Ursachen ausgelöst); dementsprechend wären auch die Vorgehensweisen bei der Behandlung unterscheidlich.... Hilfreich wäre auch ein Allgemeinmediziner, der sich mit Psychosomatik befasst - sollte man über die Ärztesuche in den "Gelben Seiten" oder im Internet rausfinden können; die werden das auch in ihren Praxisinformationen anführen...

    Hoffe, das sind wenigstens einige hilfreiche Denkanstöße; jedenfalls sind Johanniskraut & Co. nicht die harmlosen Allheilmittel ohne Nebenwirkungen: Wenn sie wirken sollen, wirds auch nicht ohne Nebenwirkungen abgehen - so ist das nun mal...



  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Nein Johanniskrat sicher nicht---aber ansonsten muss man nicht immer gleich an das schlimmste denken...eine Übeforderung kann mann gezielt auch erst mal versuchen anders zu behandeln wie gleich wieder Therapie--zeig mir mal Mwenschen die durch Thera schnell wieder auf die Beine kamen ??

    Wer einen Haushalt und Familie hat und opa usw---kann nicht ausfallen...ich finde es langsam erschreckend wieviele Menschen heute die Diagnosen Depri haben--wieviele davon Jahrelang in Behandlung sind--quer Beet mit Pillen mit Thera mit Klinik usw...aber immer noch krank sind immer noch durch gerade das Internet schwirren und um Hilfe schreien..

    So geht das auch nicht...

    ein Gespräch mit dem guten Hausarzt und er wird dir auch erstmal was verordnen--wobei du gut drauf achten solltest --WAS??Es selber kontrollierst dich also schlau machst--Insidon ist da wirklich das gute MIttel...



  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Liebe anaid,

    ich würde dir dringend raten, dich dahingehend mit einem Hausarzt zu unterhalten und ihm/ihr die Symptome zu schildern, das sieht in der Tat nach einem Burnout-Syndrom aus - das passiert nämlich grade dann, wenn man nach Möglichkeit allen gerecht werden will - ob Familie, Freunden, im Beruf oder wo auch immer. Irgendwann wird einem alles zu viel, und man kriegt immer weniger geschafft - trotz immer mehr Anstrengung. Der Alltag macht keinen Spaß mehr, und man kommt aus dem Gedankenkreislauf nicht mehr raus - weil man ja ständig noch irgendwas zu tun hätte - und eigentlich gern mal gar nichts machen würde - oder auch mal wieder was für sich tun würde - aber was? Hobbies machen keinen Spaß mehr - und was Neues anzufangen traut man isch nicht - weil man velleicht grade mit Misserfolgserlebnissen und Enttäuschungen zu tun hat. Kenn ich - weiß ich ganz genau, wovon du sprichst - und da hilft einem weder Baldrian noch Johanniskraut - undschon gar nicht in der Dosierung, dass es keine Nebenwirkung hat - und Bachblüten erst recht nicht; dafür ist die Konzentration viel zu gering. Ein Anfang wäre ein Erstgespräch mit einem Psychologen - und danach nach Möglichkeit eine stationäre Therapie in einer psychosomatischen Klinik - damit du erst mal aus dem Teufelskreis raus bist - denn das ist das Wichtigste überhaupt. Familie, Freunde, Kollegen und Bekannte helfen dir da überhaupt nicht weiter, wenn die selbst nicht betroffen sind und nicht wissen, was dich umtreibt, sind die selber völlig überfordert - und machen dir evtl. sogar noch Vorwürfe, warum du dich so anstellst - wo es dir doch so gut geht - und deine liebe Familie hast, die dich unterstützt und dich braucht usw. - und dass schließlich alle ihr Päckchen zu tragen haben.... Kenn ich alles, wie gesagt - und auch, dass das Einzige, was hilft, eine therapeutische Auszeit ist - die auch ohne Medis mögich ist (in der Regel sogar eher, als wenn man nur wegen der Symptome und Schlafstörungen zum Arzt geht - und der einem irgendwas verschreibt - weil er nichts anderes kennt...). Ein ärztliches Gespräch mit einem Hausarzt, der sich mit Psychosomatik befasst hat und die Zusammenhänge zwischen Körper und Seele kennt (daher auch deine Übelkeit - die durch den Druck, der auf dir lastet, und dieses Gefühl der Unzufriedenheit verursacht wird), bringt da schon mal wesentlich mehr - und Finger weg von irgendwelchen Tipps in Sachen Medikamente - von wegen "das hat mir immer geholfen"! Das ist brandgefährlich und kann im schlimmsten Fall genau das Gegenteil bewirken - dass du nämlich wirklich seelische Probleme bzw. eine tief sitzende Depression bekommst - weil nämlich der Kater danach, wenn die Wirkung nachlässt, dich noch weiter runterzieht... Außerdem ist das immer noch eine Aufgabe der Ärzte, zu beurteilen, welches Medikament angezeigt ist - und wenn es wirklich um psychische Probleme geht, haben die damit weitaus mehr Erfahrung als irgendwelche wohlmeinenden "Ratschläger" - und manchmal brauchst dafür auch einen ausgewogenen Mix an Medikamenten - oder man muss sich rantasten, bis man das Richtige gefunden hat. In deinem Fall vermute ich aber tatsächlich eher, dass es sich um ein "Burnout-Syndrom" handelt - die Symptome sprechen jedenfalls dafür. In dem Fall solltest du das mit deinem Hausarzt deines Vertrauens ansprechen und ihm das so schildern - und dich an einen Psychologen überweisen lassen. WEnn du wirklich nicht mehr kannst, geht das mit der Überweisung in eine Fachklinik relativ schnell - und normalerweise bekommst du einige Häuser zur Auswahl. Falls du mehr wissen willst, gern per PN - aber hier wirst du wohl nicht viel weiterkommen - es sei denn, es meldet sich ein spezialisierter ärztlicher Berater zu Wort, der dir da was fachlich kompetentes zu sagen kann. Urlaub und einfach nur Ausspannen, wie es einem jeder "Ratschläger" rät, der es ja schließlich "nur gut mit dir meint", bringt da auf jeden Fall nichts - weil du ja, wie du schon gesagt hast, mit den Gedanken immer zuhause wärst - also müsstest du für einige Zeit von zuhause raus - unter Betroffene, um dich mit ihnen austauschen zu können - und zu sehen, dass du nicht allein bist...

    Ich wünsche dir das Allerbeste für den heutigen Tag - und hoffe, dass ich dir da weiterhelfen kann... Aber um eine Auszeit von mehreren Wochen wirst du wohl kaum rumkommen....).

    LG



    Roland






    Ursprüngliche Nachricht von anaid

    Danke für deine Antwort hat mich einfach wunder genommen.Mein Mann wollte mich auch schon ein paar Tage in Erholung schicken, aber ich weiss dass ich nichts davon hätte weil ich mit den Gedanken immer zu Hause wäre.Ich habe auch schon an ein Born-out gedacht aber ich weiss nicht was der Unterschied zu depri ist.Ich habe einfach gemerkt, dass alles was ich schon Jahre mache Hausalt, Coiffeuren, mit Vater in therapie fahren mir stinkt und Uebelkeit bereitet. Ich bin auch vom Stress her damit nicht überfordert sondern es stinkt mir einfach.manchmal denke ich auch seit die Kinder auch fast den ganzen Tag ausser Haus sind ob ich bald untervordert bin. Ich möchte gerne etwas neues, aber ich traue mir nichts zu.Ich hette auch Zeit für Hobbys aber es kommt mir gar nicht mehr in den sinn was ich eigentlich gerne machen würde. Ich traue im moment nichts anzufangen, weil ich immer im Kopf habe was mache ich wenn ich ihrgend wo hin muss und mir ist Uebel. Es ist ein doofer Kreislauf.



  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Hallo Roland

    Ich Danke dir für deinen ausfürlichen Bericht. Aber was ist der Unterschied zwischen Burn-out und Depressionen? Komisch ist bei mir, dass ich an einem Tag Bäume ausreissen könnte und am andern Tag würde ich am liebsten im Bett bleiben. Wenn du weisst von was ich spreche, ging es dir auch nicht gut. Hast du dein Tief überwunden und wenn ja wie?

    lg sarina

  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Hallo sarina,

    also da einen Unterschied zu definieren steht mir nicht zu; dafür bin ich kein Fachmann - ich weiß nur, dass das eine zum anderen führt: Wenns dir aus irgendeinem Grund nicht gut geht und du dich überlastet fühlst, bist du natürlich anfällig für eine Depression - aber dafrü gibt es andere Therapien als für eine Depression, die sich ohne ersichtlichen Grund entwickelt - oder durch ein Trauma hervorgerufen wird. Wie gesagt: Ich würde dir raten, dir einen Arzt zu suchen, der sich mit Psychosomatik auskennt - und dir nicht nur Medikamente verschreibt, sondern möglichst eine passende Therapie - und sich vor allem für die Hintergründe interessiert...

    Was mich angeht: Ich habe meine beruflichen Ziele geändert und mich mit neuen Interessengebieten befasst; war eine längere Zeit, und hin und wieder gibts schon Tief-Phasen - aber im Großen und Ganzen hab ich heute Mögichkeiten, damit umzugehen... Auf jeden Fall weiß ich, was du meinst - und dafür brauchts keine Stimmungsaufheller und keine Beurhigungs- oder Schlafmittel - sondern Ziele, für die es sich zu leben lohnt - un d die zu finden, braucht eben seine Zeit - und professionelle Untersützung.



    Wünsche dir einen möglichst angenehmen Resttag - und viel Erfolg! Gut

    LG



    Roland

  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Ja du hast recht danke. Ich war ja beim Arzt er hat mir Mittel gegen Angstzustände gegeben die auch geholfen haben. Da ich aber Angst habe abhängig zu werden,wollte ich dass er mich zu einem Psychologen überweist. Ich bin jetzt schon etwa 6 mal hingegangen und ich habe das Gefühl, ich sei immer noch gleich schlau wie vorher. Ich musste als es mir sehr schlecht ging immer wieder 2 Wochen auf den nächsten Thermin warten und das ist lange wenn es einem nicht gut geht. Dann bin ich endlich dort dann habe ich nach einer Stunde reden das Gefühl dass ich zwar gereded habe, aber für mich wieder keine Lösung meines Problems gegeben hat. Ich weiss zwar dass ich jetzt zuerst auf mich schauen muss und meine negativen Gedanken ändern muss aber ist halt leichter gesagt als getan, wenn man ein Mensch ist der mit allen leidet.

    Liebe Grüsse und eine Gute Nacht



  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Hallo Anaid rufe bei den Psychologen an mache einen Termin das dauert eh lange meist--dann gehst du zu deinem Arzt und sagst vorne den Mädchen du möchtest eine Überweisung..wenn die das wieder nicht machen--dann fragst du mal laut und deutlich Warum ??Denn die Pillen gibt er dir ja auch..setze dich durch hab keine Angst du bist der Patient nicht er..und wenn alle stricke reissen rufe mal deine Krankenkasse an--bitte um Hilfe dort--erkundige dich was du tun musst..

    Anaid wie lange nimmst du schon was ? was nimmst du ??Drück dich lieb Marion



  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Hallo Marion

    Ich nehme ausser hochdossiertes baldrian und Hopfen nichts mehr. Ich versuche jetzt meine Lebens und Denkweise zu ändern. Arbeite immer wieder an mir und manchmal gelingt es und dann gibt es Tage wo es nicht einfach ist.

    Ich drücke dich auch

  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Schön ich freue mich riesig für dich ...wenn du mal nicht weiter weisst melde dich ich werde dich schubsen--lach...ach freue mich wenn du das so schaffst--wäre super toll---Marion

  • Antwort: Schnelle Hilfe?

    Ich wusste noch gar nix über Lichtempfindlichkeit bei Johanniskraut. Ist mir bisher nicht aufgefallen. Ich nehms aber auch nicht ständig. Kann man bei Baldrian eigentlich ne Überdosis bekommen? Bin ja immer vorsichtig, weil ich Angst hab zuviel zu nehmen bei Tabletten und so.

    Aber wnen es einem wirklich dreckig geht, gleich zum Arzt und richtige Medikamente holen. Wenn man eh depressiv ist, dann würd ich Termine beim Psychologen oder so regelmäßig vereinbaren. Dann haste in der Not einen festen Termin. Ich würds dem Typen übrigens mal sagen, dass Dir das nicht hilft. Entweder macht der was andres mit Dir oder überweisst Dich wo hin oder so. Ich mein ich bin ja für Reden aber wenns nix bringt, bringts nix.

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