behandlungsmöglichkeiten arthrose

Thema: behandlungsmöglichkeiten arthrose

  • behandlungsmöglichkeiten arthrose

    Hallo, Vaqueiro,

    konnte deine Irritation bzgl. der Kritik über deine Sportaktivitäten durchaus nachvollziehen. Natürlich ist es so, dass mache Sportarten sicher nicht ideal sind unter Arthrosegescihtspunkten. Dazu gehören wohl alle Sportarten, die vorwiegend schnellkräftige Bewegungen erfordern (dazu gehören leider alle die von mir geliebten Ballsportarten, also nicht nur Kampfsport). Gleichzeitig kommt es auch noch auf die muskuläre Absicherung an, also wieviel an Belastung auf den passiven Bewegungsapparat durchschlägt.

    Trotzdem hat mein alter Sportmediziner recht, wenn er sagt: "Arthrose heißt eigentlich nichts anderes als Abnützung, und jede einzelen Bewegung heißt Abnützung - wer jetzt aber auf die blöde Idee kommt, sich garnicht mehr zu bewegen, macht genau das falsche. Und wenn einer nur durch einen Ball zur Bewegung zu motivieren ist, dann ist das immer noch besser, als Couch-Potatoe zu spielen. Nicht jeder ist eben zum fürcherlich gesunden Schwimmen geeignet.

    Jetzt hätt ich allerdings eine konkrete Frage an bermibs, der sich ja offensichtlich mit Glucosamin und dem Zeug auskennt. Nachdem mich einer meiner Volleyball-AHler (auch kein "gesunder" Sport, ich weiß) auf Glucosamin-Hydrochlorid von Doppleherz aufmerksam gemacht hat, weil ich über meine Knieprobleme lamentierte, habe ich das über einen geraumen Zeitraum eingenommen, wobei ich sagen muss, dass meine Arthrose bei der sportärztlichen Untersuchung als mittelschwer eingestuft wurde (was immer das auch heißen mag). Ich war zunächst skeptisch, musste aber bereits nach einigen Wochen feststellen, dass die Probleme im Knie tatsächlich leichter zu werden schienen. Jetzt könnte man natürlich auch auf den psycholgischen Moment schließen...man nimmt irgendwas, und schon wirds besser. Allerdings spricht dagegen, dass die Arthrose in den Daumengrundgelenken (ebenfalls durchs Volleyball provoziert) sich nicht oder nur kaum merklich bessert.

    Deshalb die Frage - kann man einfach generell von Arthrose sprechen, oder gibts hier nicht Unterschiede, also nicht nur von der Schwere der Abnützung, sondern auch vom jeweiligen Gelenk. Bin gespannt auf Antworten, auch was bei Daumen sonst noch alles helfen könnte, oder ob ich einfach noch etwas Geduld haben muss.

    Auf jeden Fall hüpft es sich jetzt schon besser, das ist ja auch schon was.

    Lg Si

  • Antwort: behandlungsmöglichkeiten arthrose

    Hallo Smashit,
    man kann generell und allgemein von Arthrose sprechen, da sie auf übermäßigem Knorpelverschleiß in den Gelenken, egal welches, beruht. Die Ursachen sind natürlich breit gefächert, von Verletzungen, Überbeanspruchungen, falscher Lebens- und Ernährungsweise aber auch normale Alterserscheinungen. Zwischen den Gelenken gibt es keine oder höchstens minimale Unterschiede beim Nährstoffbedarf. Und der Körper setzt die Nährstoffe, die ihm zur Verfügung stehen, auch ganzheitlich ein. Also dort wo er sie benötigt. Er macht da keine Trennung zwischen verschiedenen Gelenken.

    Bei der ganzen Geschichte gibt es mindestens vier wichtige Kriterien:

    1. Knorpel regeneriert sich nur sehr langsam, sofern er die notwendigen Nährstoffe erhält. Ich spreche dabei vom "Mikrometerbereich". Man braucht also Geduld, die sich durchaus auch in den Jahresbereich erstrecken kann.
    Eigene Erfahrung: ca. ein Jahr für Beschwerdefreiheit in Kniegelenken und der Lendenwirbelsäule (Bandscheiben bestehen auch aus Knorpel).

    2. Für die Regeneration muss noch eigener Knorpel vorhanden sein, da sich nur vorhandene Knorpelzellen mit den Nährstoffen regenerieren/teilen können. Bei Arthrose Grad 4 helfen auch Glucosamin und Chondroitin nicht mehr, höchstens nach Knorpelimplantierung.
    Mittelschwere Arthrose würde ich in Grad 2 - 3 einordnen.
    Umkehrschluss zu Grad 4 bedeutet: Je eher ich mit Nährstoffsupplementen beginne (optimal schon bei Grad 1 oder ersten Beschwerden), umso größer und schneller sind die Erfolgschancen.
    Gesunde Lebensweise, gesunde Ernährung sowie viel Bewegung und maßvollen Sport setze ich natürlich auch voraus.

    3. Die Nährstoffsupplemente aus Drogerien und Supermärkten taugen höchstens zur Arthroseprophylaxe, da sie zu schwach dosiert sind. Zahlreiche Studien weisen eine therapeutische Wirkung ab folgender Dosierung aus:
    - Glucosamin: mindestens 1.500 mg
    - Chondroitin: mindestens 1.200 mg
    Es können auch weit höhere Dosierungen eingesetzt werden, da diese Substanzen grundsätzlich nebenwirkungsfrei sind. In der Anfangszeit (ein viertel bis ein halbes Jahr) ist das auch sinnvoll.
    Die beiden Hauptkomponenten Glucosamin und Chondroitin sollte man mit weiteren Mikronährstoffen ergänzen. Hier stehen an erster Stelle Vitamin C (Collagensynthese), MSM (organischer Schwefel) und Collagen Typ II. Die gesamte Palette ist natürlich wesentlich komplexer.

    4. Auch nach Beschwerdefreiheit ist eine weitere Supplementierung im prophylaktischen Bereich erforderlich (Drogerie/Supermarkt ;o) ), um den Knorpel zu erhalten. Alternativ gibt es eine weitere Möglichkeit, die wahrscheinlich die wenigsten bereit sind, sie umzusetzen. Das wäre die Lebens- und Ernährungsweise der Ur-Medizin nach Franz Konz entsprechend seinem Werk "Der große Gesundheits-Konz". Einmal reinschauen und Anregungen mitnehmen lohnt sich immer. Das volle Umsetzen dürfte im Alltag äußerst schwierig werden. Der Kompromiss mit Nährstoffsupplementen ist da etwas einfacher.
    Der große Gesundheits-Konz, 4. Auflage

    LG bermibs

  • Antwort: behandlungsmöglichkeiten arthrose

    Hallo zusammen,

    ich bin 32 Jahre alt und wurde vor kurzem am Sprunggelenk operiert (Arthrose 3.Grades OSG), der operierende Arzt hat mir die Einnahme von Glucosamin und Chondroitin empfohlen, ich nehme die Tabletten nun seit etwa 1,5 Monaten, bisher ohne Ergebnis, aber ich bin optimistisch. Auf diese Seite bin ich bei meiner Rechercherche zu alternativen Behandlungsmöglichkeiten gestoßen, denn zu oft habe ich von den Ärzten gehört: da kann man nichts machen, finden Sie sich damit ab, andere haben viel größere Probleme. Im Forum habe ich viele hilfreiche Hinweise gefunden, vor allem vielen herzlichen Dank an bermibs! Seine kämpferische Art insperiert mich, mich intensiver selbst um meine Heilung zu kümmern. Vor allem die arrogante Art der Ärzte lässt Patienten meiner Meinung heutzutage keine andere Wahl!

    Ich freue mich also auf Austausch mit allen Interessierten.

  • Antwort: behandlungsmöglichkeiten arthrose

    Hallo Kuloema,
    herzlich willkommen im Forum und ein gutes neues Jahr. Ich hoffe, Du findest weitere Anregungen für die eigenverantwortliche Gesundheit. Ärzte sollten immer die zweite Wahl bleiben. An erster Stelle steht die Eigenverantwortung für sich selbst und die eigene Gesundheit. Leider sehen das die wenigsten Menschen so.

    Wie hoch hast Du denn Glucosamin und Chondroitin bisher dosiert? So wie ich bereits sagte, kannst Du das erste halbe Jahr ruhig powern (z.B. 10 Gramm Glucosamin und 8 Gramm Chondroitin), insbesondere bei Deinem fortgeschrittenen Stadium.
    Eineinhalb Monate sind für Arthrose Grad III gar nichts. In diesem Stadium braucht der Körper wesentlich länger, um sich zu regenerieren und Wirkung auf die Mikronährstoffe zu zeigen. Ich schätze vorsichtig mindestens ein halbes Jahr, wenn nicht noch wesentlich mehr. Also Geduld und Zuversicht ist da von Nöten.

    Wie schaut es mit Deiner Ernährung aus? Die sollte natürlich auch darauf abgestimmt sein. Die beste Devise ist ein Maximum an frischem, naturbelassenem Obst, Gemüse, Wurzelgemüse und auch essbare Wildpflanzen. Dafür den tierischen und raffinierten/verarbeiteten/erhitzten Anteil drastisch reduzieren.
    Ganz streichen solltest Du Schweinefleisch und alles, was Arachidonsäure enthält. Auch Erdnüsse enthalten eine Vorstufe von dieser ungesunden Fettsäure (entzündungsfördernd, zerstört Knorpel).

    http://www.vitalstoffmedizin.com/fettsaeuren/arachidonsaeure.html

    LG bermibs

  • Antwort: behandlungsmöglichkeiten arthrose

    Hallo bermibs,

    danke für Deine Nachricht! bei meiner Dosierung habe ich mich ursprünglich an den Vorgaben des operierenden Artzes orientiert (1.500mg Glucosamin, 1.200mg Chondroitin) und habe dann bei Recherchen festgestellt, dass das in meinem Fall die optimale/Mindestdosierung ist. Zu der Einnahme hätte ich noch eine Frage: ich lese öftersmal, dass nach 6 Monaten ein Monat pausiert werden soll - was hälst Du davon?(oder wie machst Du das?) bzw. es will mir einleuchten, warum das sinnvoll sein soll.

    Bei der Ernährung bin ich gerade erst dabei, mich zu informieren, an dieser Stelle nochmals vielen Dank für den Buch-Tipp, ich habe mir das Burgersteins Handbuch der Nährstoffe bestellt (allerdings die 10. Auflage, weil gebraucht, das neue Buch bzw. die 11. Auflage ist ja nicht billig, ich hoffe aber, dadurch geht mir nicht viel an Information verloren) und lese aktuell noch das Buch von Franz Konz. Einsteigen will ich mit einer "Aloe Vera-Fasten", dafür habe ich mir einige Flaschen mit Aloe Vera-Trinkgel bestellt, als Verzehrempfehlung gibt der Hersteller 100ml am Tag, daran will ich mich halten.

    Nach der OP ist mein Gelenk immer noch etwas geschwollen (vor der OP hatte ich nie die typischen Arthrose-Symptome wie Anschwellen am Abend oder Morgensteifigkeit, operiert wurde nur, weil im Gelenk ein Knochensplitter von einem alten Bruch entdeckt wurde, das hat mir Scherzen bereitet) und ich traue mich nicht, auf Entzündungshemmer komplett zu verzichten... Werde das aber spätestens nach Eintreffen von meinem "Aloe Vera-Paket" Gut tun.

    Grüße, kuloema

  • Antwort: behandlungsmöglichkeiten arthrose

    Hallo Kuloema,
    von dieser Pause halte ich nichts. Glucosamin und Chondroitin sind als Mikronährstoffe Nahrungsbestandteile, die sowohl über die Nahrung aufgenommen als auch im Körper synthetisiert werden. Diese Pause könnte man auch überspitzt so sehen: einen Monat keine Nahrung aufnehmen - und das geht absolut nicht. Der Körper benötigt Mikronährstoffe kontinuierlich.
    Aus diesem Grund mache ich keine "Pausen".

    LG bermibs

  • schmerzlinderung bei arthrose durch fasten

    hallo leute, vielleicht stößt ja jemand auf diesen beitrag, der mit arthrose schmerzen zu kämpfen hat. nur durch eine woche fasten konnte ich meine schmerzen im sprunggelenk (arthrose III.grades) reduzieren, deutliche linderung ist mir am 5. fastentag aufgefallen: ich massiere jeden abend meinen fuß und habe bei einer bestimmten bewegung bis dahin immer schmerzen, die auf einmal weg waren. die schmerzlindernde wirkung hält bei mir ca. 1 woche nach dem umstieg auf "normale" ernährung. allerdings (danke an bermbis für die infos) verzichte ich jetzt komplett auf fleisch und habe festgestellt, dass kaffee sich ebenfalls negativ auf die schmerzen auswirkt, also am besten auch gleich sein lassen. während des fastens habe ich nicht komplett auf nahrung tierischen ursprungs verzichtet, sondern habe buttermilch getrunken. deshalb ist es schwer zu sagen, welche lebensmittel man komplett meiden sollte, am besten die ernährung komplett umstellen wie von bermbis beschrieben, auf jeden fall auf fleisch und kaffee verzichten. ich starte am sonntag mit einer 11-tägigen fastenkur, einfach ausprobieren und mitmachen Gut!

  • Antwort: behandlungsmöglichkeiten arthrose

    Hallo @ all,ich habe in den Hüften ,Knien ,und eigentlich in allen Gelenken Arthrose,nun habe ich gehört das Akupuntur helfen soll, hat jemand damit erfahrungen gemacht?,bisher nehme ich Hyaloron Kapseln, und wenn es ganz schlimm kommt Iburatiopharm,lg Silvia

  • Antwort: behandlungsmöglichkeiten arthrose

    Liebe Silvia, mein Arzt sagt, bei Arthrose helfen einzig und allein die Ibuprofen, weil sie auch gegen Entzündungen sind. Alles andere ist nur Geldschneiderei. LG. Ulla

  • Antwort: behandlungsmöglichkeiten arthrose

    Danke dir Ullimaus,Ibuprofen habe ich auch schon gehört,und mein Mann nimmt die 8ooter ,meine Schwester hat sich Acopuntieren lassen und angeblich wäre es ganz toll.ich habe auch schon gehört das es nichts bringt,lg Silvia

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